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141. JHnobryonf sociale , geselliges WirDelmoosthierclieii. Tafel vm. Fi g . ix.

D. fruticulosum, minus, loricae singulae simpliciter conicae ostio truncato.

Dinobrye? sociale , plus peilte , se developpant en forme (Fun arbrisseau, ayant les carapaces sim~plement coniques et tronquees au bout.

Vaginicola? socialis, Abhandl. der Akademie d. Wissensch. zu Berlin , 1830. (1831.) p. 72. 1831. p. 93.

Dinolryon? sociale, Abhandl. der Akademie d. Wissensch. zu Berlin , 1831. p 94. 1833. p. 279.

Aufenthalt: Bei Berlin .

Diese zweite Art unterscheidet sich von der vorigen durch eine einfacher conische Panzerform und durch Mangel des Auges.Letzteren Character halte ich aber für unsicher, bis erst das Wirbelorgan ebenfalls beobachtet sevn wird. Es scheint die Differenzmehr subjectiv als objectiv zu seyn. Schon im Jahre 1831 erwähnte ich dieses sonderbaren Thierchens im Anhänge zur AbhandlungT on 1830. Ich habe es 1831 und am 10. Juli 1834 noch öfter beobachtet, aber nie so häufig gesehen, als die später entdeckte grös-sere Art. Ich fand es ebenfalls an der staubigen Oberfläche des Bassins im Thiergarten. Den Wirbel sah ich im farbigen Wasserdeutlich, aber weder den Rüssel, noch das Auge. Im Jahre 1831 war diess Thierchen wegen seiner Ergänzung des Parallelismus dergepanzerten und panzerlosen Gruppen der Infusorien interessant und ist es noch. Ich sah nie so grosse Bäumchen, wie bei voriger,deren freie Bewegung und Natur sonst gleichartig ist. — Grösse der Bäumchen l l 2i Linie, des Thierchens 1 h 2 Linie.

Erklärung der Abbildung Taf. VIII. Fig. IX.

Es ist ein Bäumchen oder Monadenstock aus 7 Thieren abgebildet, welcher sein erstes Matterthier verloren hat and wirbelt. Vergrösserung

300m al.

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ACHTE FAMILIE: WECHSELTHIERCIIEN.

Amoebaea. Amoebees.

CHARACTER: Animalia polygastrica, anentera (tubo intestinali destituta, apertura corporis unica), pro-cessibus variabilibus appendiculata et ramosa (proteiformia), nec loricata.

CARACTERE: Animaux polygastriques , sans canal alimentaire {h une seule ouverture du corps),ayant des appendices du corps variables en forme de ramificalions ou de pieds , (a' corps proteiforme ), depourvus d? une carapace.

Die Familie der Wechselthierchen zeichnet sich unter den polygastriseben, darmlosen, mit ein-facher Körperöffnung versehenen, Thieren durch veränderliche Fortsätze, welche eine ästige, beständig wech-selnde, Körperform bedingen, und überdiess durch Mangel eines Panzers aus.

Es giebt nur eine bekannte Gattung dieser Familie, welche die früheren Beobachter Proteus nann-ten, die von Bory de St. Vincent Arniba benannt worden ist. Die Familie der Amoebaeen wurde 1830in den Abhandlungen der Berl. Akad. d. Wissensch. gegründet und umfasste damals nur 2 Arten, jetzt sindderen 4 unterschieden. Sie bildete als panzerlose Gruppe den Gegensatz gegen die zahlreiche Gruppe dergepanzerten Bacillarien. An Organisation ist bereits mancherlei ermittelt. — Besondere Bewegungsorganefehlen. Die rundlichen, gallertigen, sehr contractilen Körper dieser Formen haben die Fähigkeit, an jederbeliebigen Körperstelle fussartige Fortsätze hervorzuschieben, mit denen sie ihre Ortsveränderung bewirkenund deren Natur bei Amoeba princeps genauer erörtert wird. Durch diese Eigenthümlichkeit, welche vonder blossen Constriction und lokalen Expansion nur in der Längsaxe des Körpers der Astasiaeen u. s. w.ganz verschieden ist, wird eine beständige höchst auffallende Formänderung bedingt, welche viel Bewunde-l 'er gefunden, und die man mit dem Formenwechsel des griechischen Proteus verglichen hat. — Ernährungsorganesind als viele Magenzellen theils durch natürliche, theils durch künstliche Füllung bei allen Arten anschaulichgeworden. — Als Fortpflanzungsorgane sind bei A. princeps allein eiartige Körnchen direct erkannt. BeiA. verrucosa schien auch eine kugelförmige männliche Samendrüse vorhanden zu seyn, und bei derselbenu ud A. diffluens hat sich auch wohl eine contractile Samenblase erkennen lassen. Bei A. difftuens istSelbsttbeilung beobachtet. — Empfindungsorgane und Gefässe sind noch nicht beobachtet.

Die Verbreitung der Familie und einzigen Gattung ist durch ganz Europa von Italien bis in das si-birische Asien beobachtet.

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