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Abendluft und der Wohlgerüche der schattenreichen Lin-den. So einladend die Kunstschinheit dieses herrlichenGartens und die Pracht und Neuheit der Bildsäulenauch für mein Auge war, so lenkten doch die lebendi-gen Naturen meinen Blick immer auf sich ab, und ichkonnte noch nicht, wie ich gern wollte, eine Verglei-chung zwischen den alten und neuen Schönheiten an-stellen. Es bedürfte auch wohl einer Macht über dieVorstellungen, die nicht jedem Nouveau Débarqué ge-geben ist, um über dieses herumwandelnde mannigfal-tige Leben hinweg zu sehen, und seine besondere Auf-merksamkeit an leblose Kunst zu heften. Ich sah aberauch niemand, der sich viel damit abgab, und das istin der Ordnung; denn nicht nur ist das Publikum andiese Kunstwerke schon gewöhnt, sondern auch derLiebhaber mag und darf sich nicht durch scheinbare Un-tersuchung auszeichnen, parceque c’est afficher la sin-gularité, wie mir einer sagte, welches in französischen Augen die unverzeihlichste aller Narrheiten ist; er ver-schiebt daher ihre Besichtigung lieber auf eine stillereStunde.
Wenn man aber auch diese Bilder nur im All-gemeinen, als bloße Dekorationen der unvergleichliche»Anlage ohne besonderes Interesse ansieht, und nur Ei-nen Tag gesehen hat, so muß man, meines Erachtenö,von ihrer Uncntbchrlichkeit an dieser Stelle überzeugtwerden, und einem ohne sie der Garten, wenn er auchvon Menschen überströmte, doch mangelhaft vorkom-men,