262
halb von der Porte St. Martin langsam bis zumEintrachtsplah hinunter. Der breite Weg in der Mittedieses aus sechs Reihen Daumen bestehenden prächti-gen Lustgangs war voll Wagen und Reuter, die sehen,und gesehen werden wollten, oder sonst bestimmt wa-ren, heute die Hauptfiguren in diesem beweglichen Ge-mählde auszumachen. Zn den Seitenallecn aber gin-gen die, so ich suchte, in unzählbarer Menge, die Hand,werker und kleinen Krämer mit ihren Familien, undalles was man hier la petite bourgeoisie nennt. Zchfolgte nun bald dem bald diesem Häuflein nach, undhorchte auf ihre Rede, und betrachtete ihr Thun undLassen. Größten Theils fand ich sie vergnügt wie dieFische im Wasser, aber ehrbarer, aber noch gesprächi-ger, als ich erwartet hatte.') Diese Gesprächigkeitist unerschöpflich, und ergießt sich mit fast kindischerVergnügsamkeit und Beschränktheit über alles, wasihnen in diesem Gewimmel vor die Augen kömmt, undeinen Moment unter der Windklappe ihrer Vorstellun-gen halten mag. Der Vater erklärt der gefällig hor-chenden Frau ihre Beobachtungen, und sucht bisweilenauch die Kinder zu belehren; allein der Zunge ist zuzerstreut, und das Mädchen zu sehr mit seinem Putze,und der zierlichen Haltung des Körpers, des Gewan,
•) Nunc quoque in alitibus facnndia prisca remansit,Raucaque garrulitas, stndiuraque immane loquendi.
\