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Gelegenheiten, wenn auch alle neun Musen in eignerPerson dabey auftreten. Das ländliche Stück Phi-lemo» und Bauciö ist das beste im ganzen Ovid ; undwie sehr würde da« Reich des Shakespeare zusam-menschmelzen, wenn man den unclasstschen Pöbel dar-aus verbannte!
Sollte aber auch manchmahl der Geist der Poestenicht in die Formen dieser kleinen Meister passen, soverstehen sie sich darauf, ihn desto vortheilhafter inder Beleuchtung zu zeigen, wodurch sie öfters auch leb-losen Gegenständen einen Reiz zu geben wissen, derdie Seele des Zuschauers in idealische Höhen erhebt.Rembrandt ist hier nicht der einzige. Fast alle Stückevon Breughel , besonders unter seinen vier Elementendie Erde, haben dieß magische Licht. Von Dujardinist ein Crucifix mit vielen Figuren hier, das in Anse-hung deö dichterischen Gehalts in der Beleuchtung sei-nes gleichen nicht hat. Van der Heyden und Vande Velde, wie konnten sie langweilige Gassen, und ödeGegenden, durch ihre Lufttöne zu Lieblingeplätze» derPhantasie umschaffen! Welch ein heiliges Licht zittertdurch die erhabenen Gewölbe der Kirchen Neefs! Zndem Sonnenstrahle, der sich über ein Grabmahl hin»gießt, in einer Kirche von Emanuel de Witte , ist (siche-rer noch wie in jenem Krebse von de Heem) mehrpoetische Geisteskraft, als in mancher dramatischenComposition, die ich nicht nennen mag. So sollte e6mir nicht schwer seyn, noch mehrere anzuführen, die