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bröckeln, fallen herunter, in manchen hat «5 schon großeLöcher, einige kann man gar nicht mehr sehen.
Da ich mich zu krank fühlte, um weiter herum zugehen, blieb ich allein in einem runden Saale, deran die königliche Capelle stößt, in welche ich durch einegeöffnete Flügelthür hinabsah, und saß da wohl eineStunde. Welch andre Gedanken konnten mir hier zuSinne kommen, alö an das Jetzt und Ehemahls?Was hätte vor diesem mancher Fremdling darum ge-geben, von hier aus Könige und Königinnen mir ih-ren Großen in Andacht knien, und sich vor dem Herrnder Herren demüthigen zu sehen, die Herrlichkeit derPriester und Cardinäle zu schauen, und dieß alles nochdurch die feyerlichen Klänge der Orgel gerührt, sich indichterischen Zauber zu stellen. Von diesem allem sahich nun freylich nichts alö den kunstgeschmückten Tem-pel, aber ich saß ruhiger da, als wenn mir ehmahlsdie hohe Ehre des Schauen« zu Theil geworden wäre,und ich nunmehr diese Verlassenheit vor mir hätte.
Unser Rückweg ging über Seve, einen Mitbür-ger zu besuchen, welcher Vorsteher der dortigen Por-zellanfabrik ist. Der Tag wurde bey ihm zugebracht,da wir durch seine Hülfe die Einrichtung der Ofen,die Zeichnungen und den ganzen Verrath fertiger Sa-chen sehen konnten. Letzterer ist noch sehr groß undkostbar, obgleich die Anstalt in den neuern Zeiten sehr