Band 
Erster Theil.
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A

^»Aken (van) vielleicht Joh. van Achen.Man siehet von diesem Künstler in der Kirche derregulierten Chorherren zu Haustvyk bey Mechelnein Gemälde, welches die Himmelfahrt der Mariavorstellt. ^or,a§e äe S. auch Johann

van Aken.

Aalst. S. Aelst.

Aap. S- Aep.

Aaron» der erste Hohepriester des jüdischenVolks, wird von Junius unter die Bildformer desAlterthums gerechnet, weil er zum Götzendiensteder Israeliten ein goldenes Kalb verfertigte. Lue->-< 7 . 22.

Aarsen. S. Aertsens.

Abacco. S. Labacco.

Aback. S. Achen.

* Abano (Peter d') einPaduaner, war in dergriechischen Sprache, Welkweisheit, Arzneykunst,Mathematik, und Malerei) sehr berühmt. DerGraf Johann Mazzuchelli hat sein Leben be-schrieben. Er redet auch von ihm in dem erstenTheile seines großen Werkes von den italiänischenSchriftstellern.

Abare (Andreas) unter diesem Namen be-schreibt pilkingron den A. Belvedere.

* Abarinl (Guido Ubaldus) von Citta diCastcllo gebürtig; warum i 65 o Mitglied der Aka-demie S. Lucaö zu Rom . Er arbeitete mit Joh.Franz Romanelli an den historischen Gemälden derGräfin MachildiS in dem Vaticanischen Pallaste;dann mit eingelegten Steinen (Mosaico oder Musivgenannt) nach den Cartons seines LehrmeistersPeter Beretini von Cortona . Man siehet von ihmin verschiedenen Kirchen zu Rom mit einer geist-reichen Manier und seltsamen Erfindungen gemalteStücke. Er war ein Mann von großem Verstandund Lebhaftigkeit, und starb i 656 . 56 . Jahre alt.Man schreibet seinenLod einem plötzlichen Schreckenzu. Als er zur Pesizeir ein Frauenzimmer besuchenwollte, sah er sie, an dieser Krankheit verstorben,aufdem Karren des Gräbers wegführen. S. Vouil-lement, F. Greuther, C. Cungius rc. haben nachihm in Kupfer gestochen. 7 'rtr.

* Abbare (Hercules) M'clausens Sohns-

sohn, wußte sich die Arbeit und Zeichnungen seinesGroßvaters sehr wohl zu Nutze zu machen, ve-drianr giebt S. 102. eine ausführliche Beschrei-bung seiner Werke, die er sowohl für Fremde alsfür seine Gebuctsstadc verfertigte. Er starb daselbsti 6 i 3 . y. 167.

(Johann) einBildhauer zuModena,war gegen das Ende des XVI. Jahrhunderts inAusbildung der Crucifixen in Stucco und Gips-arbeit sehr berühmt. Heckrmm p. 92.

* (Niclaus) ist unter dem NamenMesser Mcolo bekannt, und ward zu Modena -5i2. geboren. Er lernte bey Anton und Ludwig

Begarelli. Dieser Maler legte sich vornehmlichauf die Frescoarbeit, von welcher man zu Mo-den» und Bologna sehr schöne Gemälde findet.Die, in dem sogenannten Institute zu gedachtemBologna , mit Pellegrin Tibaldi verfertigte Stückeließ I. Peter Zanotti 1726. zu Venedig in zierlicheKupferstiche bringen, und gab sie mit treflichenAnmerkungen heraus Franz Primaticcio nahmi 552 . unsern Abbate mit sich nach Frankreich , woer die Manier dieses Meisters nachahmte. Ermalte in dem Tanzsaale zu Fontainebleau einegroße Menge lebensgroßer Figuren mit so schönerFärbung- daß sie eher für Oel- als Frescogemäldeangesehen werden. In der großen Galerie malteer die Geschichten des Ulysses in 58 . Stücken, inwelchen man, nebst dem vortreflicben Colorit undRaphaels Manier, die durchgehende Gleichheit die-ses großen Werkes bewundert, welches auf EinenTag gemalt zu seyn scheint. Diese Gemälde samtder Decke, welche die heidnischen Gottheiten in i 5 .Abtheilungen vorstellte, jede mit vier kleinern Ge-mälden umgeben, wurden um 1728. ausgelöscht;welches um so viel mehr zu bedauern ist, als nachdem Zeugnisse von Marterte dieselben noch so frischund glänzend waren als jemals. Auch ist zu be-merken, daß diese Werke lange Zeit den franzö-sischen und niederländischen Künstlern zur Schulegedient haben. Die Kapelle des Hotel Soubiseist mit des Mcolo Gemälden ausgeziert. Dannmalle er verschiedene Stücke über die Thüren desHotel von Toulouse . Zwey andere vortrefliche Ar-beiten dieses großen Meisters hatten zu Bologna das gleiche Schicksal, wo er im Pallaste Torfaninidie Geschichte des Tarquinius Sextus in 22. Stü-cken, und 12. Stücke aus Ariosts Orlando an dieMauern zweyer Zimmer auf frischen Mörtel malte.Diese Schätze der Kunst wurden.1725. zernichtet:Indessen brauchte man doch die Vorsicht, selbigedurch D. M. Fratta mit Wasserfarben copiren zulassen. Theodor van Thuldcn machte 1624. Zeich-nungen von des Ulysses Geschichten, welche H.Mariette besaß, und die wegen ihrer Vortreflich-keit hoch geschätzt werden. Theodor brachte siedann in Kupfer, von welchem hernach MelchiorKussel kleine Copien herausgab. Abbate starb inFrankreich , wann aber, ist unbekannt; wenigstenslebrc er noch 1570. Nach dem Urtheile des Augu-stin Carraccio besaß dieser nie genug gelobte Künst-ler alle Theile, welche einen vollkommenen Malerausmachen. Man darf nur die Kupferstiche er-wähnter Friesen des Instituts betrachten, um über-zeugt zu werden, daß Abbate die Grazie, unddas Edle seiner Ideen auf einen hohen Grad zubringen gewußt. A. Metelli, I. A. le Poutre,I. Folkema, Zucchi, und andere haben nach ihmin Kupfer gearbeitet, ^schräm p. 62.

Abbate (Peter Paul) Mclausen Bruder,war in Vorstellung der menschlichen Leidenschaften,welche er mit besonderer Zierlichkeit auszudrückenwußre, berühmt: Sodann malte er auch wildeuud ungezahmte Pferde unvergleichlich gut. 7 ^e-ch-rmrr p. 68. Ein anderer perer Paul Abbatelernte bey seinem Vater Hercules, und wurdein Historien und Grotesken, die er in öffentlichenund Privatgebäuden gemalt, ziemlich berühmt. Erstarb in blühendem Alter, p. 106.

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