Band 
Erster Theil.
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Abbate.

AbbareoderAbbö ( ) einMalervonGenf

gebürtig, von welchem man in dem PallasteZam-beccari zu Bologna eine Tafel zeigt, welche dieCharitas vorstellt. Man bemerkt in diesem Ge-mälde eine frische und kräftige Färbung; die Fal-ten der Gewänder sind ungezwungen, aber etwaszu rund. Volkmann I. ^ 23 .

* Abbe (H.) ein Kupferstecher zu Antwerpen um 1670. Christ S. 207. führt sein Zeichen an.

Abbe (Frere l') ein sehr geschickter Frescormaler, arbeitete zu Lyon in der Kirche des Col-legii der H. Dreyfaltigkeit, und wird in Beschrei-bung dieser Stadt angeführt.

Abbist» (Joseph') ein mailändischer Kupfer-stecher , dessen Name auf kleinen Blättern von Feld-schlachten zu sehen ist.

----- (Philipp) ein Maler zu Mayland,lernte bey Carl Franz Nuvolone. Nebst einer leich-ten Manier findet man in seinen Werken eine festeZeichnung, lebhafte Erfindungen und eine hurtigeAusführung; daher er eine Menge derselben in Oel und Fresco verfertigte, und seinen Erben ein gros-ses Vermögen hinterließ. Er starb 171h. ? 5 . Jahrealt. t?uarreuti p. 167.

Abecci (NKlaus dell') ein Maler zu Rom ,von welchem man einige Deckenstücke in dem ehe-maligen PallasteMattci (nachher Alexander Albani)siehet. ?rü.

* Abeille ( ) ein berühmter französischer

Civil- und Kriegs-Baumeister, lebte um das Endedes XVII. Jahrhunderts. F.

Abel (Monsieur) ein französischer Maler, ar-beitete um i 65 o. zu Rom , wo er die berühmteConnuunivn des H. tzieronymus nach Dvminirchino kopirte, welches ihm mit 100. römischenThalern bezahlt wurde, da Zampieri kurz vorherfür das Original mehr nicht als 5 o. Thaler er-halten konnte. II. Z20.

Abent (Lconhard) ein Maler zu Passau , vonwelchem Christ S. 28b. das Zeichen anführt, wel-ches man auf einer Vorstellung dieser Stadt inBrauns Sradrebuch findet.

* Aberll (Ioh. Ludwig) geb. zu Winterthur172Z., lernte bey Heinrich Meyer, Landschaftma-ler, des berühmten Felix Meyers Sohn. Aberlifolgte aber nicht der Manier seines Lehrmeisters,sondern studirte nach der Natur Er malte auchBildnisse und arbeitete lange Zeit zu Bern . A.Zinck hat diese Stadt von zwo Seiten nach seinenZeichnungen in Kupfer geäzt. Noch kennt manvon ihm einige Prospekte der Schlösser und ande-rer merkwürdigen Gegenden des Cantons Bern,welche Guttenberg und andere sehr leicht radirt,und Aberli vortreflich sauber und angenehm mitWasserfarben illuminirt. Füßli III. 22Z.

Abexck. S. Eyk.

Abondio (Alexander) ein edler Florentinerund Schüler des M. A. Buonarotti , fand seinVergnügen in Verfertigung historischer Stückeund Bildnisse nach der Natur von gefärbtem Wachs,welches er mit so vieler Kunst bewerkstelligte, daßKayser Rudolph II. ihn nach Prag berief, umdie Behandlung dieser Arbeit mit anzusehen. Erstarb aber bald nachher daselbst, und hinterließeinen Sohn gleichen Namens, welcher seines Va-ters Kunst übte. Dieser trat nach des KaysersAbsterben in Dienste des Churfürsten von Bayern .Sandrarr I- 3 ,4-

— — (Anton) genannt Ascona , von seinemGeburtsort am Lag» Maggiore. Lernte die Bild-hauerkunst und verfertigte für Franz I. in Frank-reich , der ihn sehr werth hielt, die Statüen Venusund Cupido in Marmor. An der prächtigen Facadedes Hauses, welches ehemals der berühmte Künst-ler Leo Leoni zu Maylaud bewohnt hatte, siehet

Acestor.

man 8. riesenförmige steinerne Statuen von seinerArbeit. Er blühcte zu Anfang des XVI. Jahr-hunderts. Tor-»-« p. 292.

Abramo, (Monsü) ein ennertbi'rgischer Künst-ler, der sich um » 65 o zu Rimino aufhielt, wo manim Oratorio della Gomma drey biblische Geschich-ten , und andere historische Gemälde in den Häu-sern Bianchelii und Nanni von seiner Hand zeigt.

* Abramson, (Jacob) ein jüdischer Stahl-schneider, des königlichen Medailleurs Sohn, ar-beitete um 1770. zu Berlin . Man hat von ihmSchaumünzen auf Moses Mendelsohn , I. G Sul-zer, C. W. Ramler u. s. w. N. Bibliorheck schö-ner Wissenschaften rc. XVIII. ZZi.

Abrodiarus, das ist einer der ein wollüstigesLeben liebet. Ist ein Beyname des Parrhastus.

Abron. S. Habron.

Abshoven, Errebour und de Hont,werden von d'Argensville für des jüngern DavidTeniers Schüler angegeben, von welchen manaber, den erster» ausgenommen, keine weitereNachrichten in der Geschichte findet. Abshovenmalte Bauerngesellschaften in dem Geschmacke sei-nes Lehrmeisters. Seine Gemälde sind in Holland nicht unbekannt; aber in Frankreich und Deutsch-land werden sie gemeiniglich für Teniers verkauft,und finden sich unter diesem Namen in den größ-ten Galerien. Nachrichten von Lünstlern. III.

p. 66.

Abts, (Walther) ein niederländischer Bild-nißmaler. C. Lauwerts hat nach ihm dasjenige desMalers P. van Bredael gcezk. G. auch Adriande Bie , seinen Schüler.

Acahuana Fnca. S. Huallpa Richa»np -Fnca.

Accama, ( ) zwey Drüdcr aus Frießland

gebürtig. Der ältere war ein Historienmaler, undthat eine Reise nach Rom . Von dem zweyten istdas Bildniß der veiwittibten Prinzessin von Ora-lsten, Maria Ludovica von Hessen-Cassel , welchesPeter Tanis nach Gerard Sanders Zeichnung inKupfer gestochen. Beyde lebten um 1720.

9 /,9a.

Accer oder Accker, ( ) ein vortreflicher

Landschaftsmaler, wirh von V. Fanri in Be-schreibung der Fürstl. Lichrcusteinischen GalerieS. 112. angeführt: Allein seine Arbeit ist wederNr. 6Z. noch anderSwo in diesem Buche zu finden.

Acciajo, (Paris ) von Earezana gebürtig,ein vortreflicher Zeichner und Bildschnitzer in Holz.Von seiner Arbeit ist das Sacrament-Gehäuse desgroßen Altars, und die Zierarhcn des Orgelwerksin der bischöflichen Kirche seiner Vaterstadt, äv-

p.

Accius . S. A. Priscus.

Acescüs, ein berühmter antiker Sricker vonPatara in Lycien , verfertigte mit Helicon einemCarystier den heiligen Schleyer, von den GriechenPeplon genannt, für die arheniensische Pallas ge-nannt Poliade. Athenaeus nennt diesen KünstlerAcesas, und hält Helrcon für seinen Sohn, beydevon Salamis. aus der Insel Cypern gebürtig.Man that Reisen gen Delphvs, um daselbst einesseiner Werke, welches dem Apollo gewiedmet war,zu sehen; und es wurde so vortreflich gesunden,-daß man seinen und seines Vaters Namen, nebsteiner Versicherung, daß Minerva ihren Handen einegöttliche Geschicklichkeit verliehe» hätte, auf die-sem Kunststücke schriftlich anzeigte.k, XI. L. 6. Moreri.

Acestor, ein antiker Bildhauer, verfertigtedie Statue des Alexibius, eines arkadischen lleber-winderS. I.. V.