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Erster Theil.
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Agatarchus.

Agatürchus, ein vortreflicher Thiermalerzu Samos , rühmte sich in Zeuxis Beyseyn seinerhurtigen Manier im Arbeiten, bekam aber von die-sem zur Antwort: Langsam und gut, sey besierals geschwind und schlecht! Agaraechus blühctein der 85 . Olympiade, 40». Jahre vor Christi Ge-burt Alcibiades ließ ihn einstecken; da aber Aga-tarchus dessen Haus mit Gemälden zierte, gab erihm seine Freyheit und zugleich Geschenke. PIu<tarchus. Ein anderer Agararchus, Perspecliv-maler zu Athen , erfand Regeln über die Verzie-rungen der Schaubühne, auf welcher Aeschilusseine Trauerspiele aufführte, und schrieb hievon eineAbhandlung. ^A,"Err 5 I,. VII. In kroek.

Agatha, (Franz de St.) ein Goldschmid undBildschnitzler zu Padua Von ihm sah man einenkleinen Hercules von Buxbaumholz, welcher sehrhoch geschätzt, und der Arbeit der beßten Bild-hauer des Alterthums gleich gehalten wurde. Erlebte um 1620.

Agarhangelo, ein vortreflicher Edelstein-schneider, von welchem ein Kopf des großen Pom-pejus gezeigt wird, den ein polnischer Herr mit45 ». Thalern bezahlt hat. Ein gewisser Antiquar hal-tet ihn für einen antiken Künstler. p. 140.

Agathe m erus, ein antiker Edelsteinschnei-der, von welchem Grosch 4 - einen in Carniolgegrabenes Kopf des Socrates anführt.

* Agaropus, ein antiker Cdelsteinschneider,dessen Namen auf einem Beryll eingcgraben ist,welcher den Kopf eines unbekannten alten Mannesvorstellt. Xto§ 5 .

* Agelas oder Agelades, ein Bildhauerzu Argos, blühete in der 87. Olympiade. Er ver-fertigte des Jupiters Statue in Marmor, einigePferde von Erz, und verschiedene andere Werke.

h,. XXXIV. L. 8.

* Agelio, (Joseph) von Soriento gebürtig,lernte bey Christoph Roncalli. Er malte Perspek-tive und Figuren, und war verschiedenen Künst-lern zu Rom in ihren Werken behülflich. Er lebteum 1620. F. Villamena hat nach ihm in Kupfergearbeitet. DoMmicr II. 242.

Agenor, ein Bildhauer zu Athen . Von ihmsah man die Statuen des Harmonius und Aristo-gitons, zweyer Befreyer ihres Vaterlandes, welchein dem ersten Jahre der 77. Olympiade aufgerich-tet wurden, winkelmannsGesch. der Lunst,S. 027.

Agesairder, ein Bildhauer zu Rhodis; eswird für seinen Ruhm genug seyn zu sagen, daßer mit polydorus und Arhenodorns, welche fürseine Söhne gehalten werden, die berühmte GruppeLaocoons und seiner zwey Söhne, die von einerSchlange umgebracht worden, verfertigte. Diesesvortrefliche Werk ward i 5»6 unter dem Schüttedes Pallastes Kayser Vespastans hervorgegraben,und siehet dießmal in dem päbstlichen Pallaste,Belveder genannt. Obgemeldte Künstler lebtenin der 88. Olympiade. I.. XXXVI. C. 5 .

Ageror, ein Baumeister zu Bysanz, erfandden Sturmbock oder Mauerbrecher, der von Vitruv beschrieben wird. ZÄE.

Aggas, (Robert) eines Malers Sohn zu Lon-don. Man siehet in dem Saale , wo die Gesellschaftder Künstler in der Stadt sich versammelt, eine sehrschöne Landschaft mit einer lateinischen Zueignungs-schrift von diesem Maler, von 167g. dacirt. Uffen-bach II. 496.

Aggere. S- Arzere.

Aglaophon, ein Maler von Tbasus, lebtein der 9« Olympiade. Er setzte öffentlich zweyvon seinen Gemälden aus, welche Alcibiades nachAthen brachte; in denselben waren die Geschichtendes letztern vorgestellt. Dann malte er auch einMutterpferd, wodurch sein Name besonders berühmt

Agoracritus.

wurde. Er war der Vater und Lehrmeister von po-lpgnotus und Arrstophon, die in ihren Künsteneben so groß wurden als er selbst. Aglaophon,Zeuxis und Apelles waren in ihren Arbeiten sehrungleich; man kann aber doch nicht sagen, daßeinem von ihnen etwas in der Kunst gefehlt habe.1 ^. XII.

Agleos wird für den Namen eines antikenBaumeisters gehalten, welchem das Theater desalten Syracusa in Sicilien zugeschrieben wird.Riedesel S. 95.

Aglio, (Dominicus) ein Bildhauer von Vi-cenza, ward wegen seinem Höcker von Gobbo ge-nannt. Er lernte bey den Gebrüdern Marinali vonBassano. Die erste Arbeit die ihn berühmt gemacht,ist ein Crucifix mit zwo nebenstehenden Figuren auscarrarischem Marmor, welche in dem Oratorio St.Maria in Verona zu sehen sind. Nachher verfer-tigte er die Statuen des Cardinais Noris und desOnofrius Pamvini, in dem Saale des KlostersSt. Euphemia u. a. Er lebte um 1710. /'or-LoX->. 161.

* Agnello ( ) ein Kupferstecher. Von

ihm kennt man, nebst Anderm, eine These mit demWappen des Hauses Ghigi und der Ucberschrift:8spientiss mlliteg pennss knbent. Er arbeiteteauch nach Zeichnungen von C. de Floribus u. s. w.

Agneslirr, (Franz) ein Bildhauer von Ve-rona, lernte bey dem Ritter Algardi . Er verfer-tigte die vortrefliche Statue des Adonis in dem Gar-ten der Grafen Verita in Lavagno, und viele an-dere Arbeit in und ausser der Stadt Verona . Za-norri gedenket dieses Künstlers in Beschreibung desPallastes Bargellini zu Bologna . Er lebte um dieMitte des XVII. Jahrhunderts. öl". 174.

* Agnolo, (Baccio, d.i. Dartholomaus) ein

Bildhauer und Baumeister zu Florenz , von wel-chem man in Pallästen und Kirchen seiner Vater-stadt berühmte Merkmale seiner Kunst antrift. Dievornehmsten Künstler versammelten sich öfters inseiner Werkstatt, wobey gemeiniglich lehrreiche Un-terredungen und wichtige Streithändel, ihre Künstebetreffend, vorfielen und entschieden wurden. Ag-nolo lebte 83 . Jahre und starb rhsö. Er hinterließdrey Söhne, Dominicus, Philipp und Julian,welche in gemelbten Künsten geübt waren. Von die-sen folgte Julian seinem Vater in der Stelle einesBaumeisters der Hauptkirche St. Maria del Fiore,und st. i 555 . Dominicus übertraf ihn weit indem Bildschnitzcln in Holz, und würde, wie manglaubt beydes seinen Vater und Bruder auch inder Baukunst übertreffen haben, wenn er nicht all-zufrühe gestorben wäre. III. 279.

* (Baptist von) genannt del Mors.S. Torbido.

(Franz S.) ein Verwandter des Lad-deus Zucchero, welchem er in seiner Arbeit, Häu-ser und Galerien zu Rom auf frischen Mörtel zumalen, behülflich war. Er lebte um i 545 .

Fe-Eii/e 1. 19.

* (Gabriel d') ein Baumeister zu Nea-pel , baute in dieser Stadt die Kirchen St. MariaEgiziaca und St. Joseph, nebst einigen Pallästen,und st. um i 5 i». Domem'cr II. 68.

* Agnolo ( Johann von). S. poggibonzo.

(Joh. Vincenz d'> ein Bildhauer zu Nea-pel . Von sewer Arbeit ist die Kanzel in der Au-gustinerkirche bey der Münze, und anders mehr.Er lebte um 1670. DoE-ucr II. 78.

Aggobio (Oderic d'). S. Gobbio.

Agoracrirus, ein Bildhauer aus der InselParos, lernte bey Phidias. Er stritt zu Athen mitAlcamenes, seinem Mitschüler, in Verfertigungeiner Venus, um den Vorzug, welcher von dem