A l t o b e l l o.
bereichern. Altissimo blühete um i 55 c>. S. denArt. Bernhardin Lampi. III. p. 279.
Alrobello, (Cajetan) Bildhauer zu Rom ,lernte bey Joseph Mazzuoli, und arbeitete bis an desLehrmeisters Tod unter seiner Aufsicht. Er lebte umi/2Ö. /'a 5 co/r II. 4 ^?»
— — (Franz Anton) Maler von Bitonto ,lernte bey Maximus Stanzloni. Man sieht in derKapelle des H. Jgnatius der Kirche St. FranciscusXaverius zu Neapel ein Alkarblatt von seiner Hand,welches den kreuztragenden Heiland, der von dem
H. Jgnatius angebetet wird, vorstellt. Alrobello
bediente sich in seinen Fleischfarben des Ultramarinsbis auf das höchste Licht, daher seine Werke Blauin Blau gemalt zu seyn scheinen. Er blühete um1620. III. p. nZ.
— — S. Melone.
Alromonre, Anton) arbeitete an den Kup-ferstichen der kayserl. Galerie zu Wien .
* — — (Martin) Maler von Neapel , lerntedie Kunst in dem Vaterlande und zu Rom . EinKardinal sandte ihn 1682. gen Warschau , wo ersich drey Jahre lang aufhielt; er arbeitete in dieserZeit meistens für den König Joh. Eobiesky und denKronfeldherrn. Hernach ließ er sich zu Wien Haus-hablich nieder. Die Gemälde, mit welchen er dieKirchen und die Kunstkabinette dieser Stadt zierte,befestneten seinen Ruhm. Ein Gcmäld in der KircheSt Carolus Borromeus in der Vorstadt von Wien ,stellt die Auferweckung des H. Lazarus vor. Einigeandere von seinen Arbeiten kamen nach Salzburg .Dieser Künstler st. i? 45 . im 88. Jahre seines Alters.
* Alrorfer (Albrecht)bekamseinenZunamenvon seinem Geburtsort Altorf in der Schweiz - Ermalte kleine Geschichte sehr gut; man bemerkt daringeistreiche Erfindung und eine seltsame fremde Ma-nier. Von seinen Kupferstichen zahlt man ohngefähr68 Stücke, die bey den Liebhabern in hohem Werthesind. Man findet auch einige schöne Holzschnitte vonseiner Hand; unter diesen letztem werden 2?. Stücke,die das Leben und LeidenJesu vorstellen, gerechnet,und von Kennern hochgeschätzt. Alrorfer ist einervon den ersten Formschneidern, der sehr zart kleineBlatter in Holz schnitt, noch ehe Albrecht Dürer durch Größeres sich^bekannt gemacht. Man findetvon Alrorfer hg.Blätter, die 1606. in Zürich gedrucktsind, aber unrichtig dem Albrecht Dürer zugeschrie-ben werden. Er verließ sein Vaterland und setzte sichzu Regenspurg, wo er i 5 n. noch lebte. Meßlm
I. i.
Alvi'gio oder Aloysi; ein Beyname vonBalrhasar Galamno.
Alvkse dal ^rifo; ein Veyname von Lud-wig Benfarro.
* Alunno, (Niclaus) Maler von Foligno ,verfertigte für die Kirche St. Augustinus eine Tafel,welche die Geburt Christi vorstellf, und zierte denFuß dieses Gemäldes mit kleinen Figuren. Manhat anch von ihm verschiedene Stücke mit Wasserfar-ben gemalt, die von Kennern hoch gehalten werden,weil er die Köpfe nach der Natur, und sehr lebhaftvorzustellen pflegte. Erlebteum 1520. / 5 MrrI. 5 oi.
Alypius von Antiochia , ein vornehmer Hof-bedienter bey Kayscr Julian, war in der Baukunstsehr erfahren, daher er von dem Kayser befehligtwurde, die Aufsicht über den Tempelbau zu Jerusa-lem zu übernehmen, der aber aus bekannten Ursachenunterblieb.
Alypus, Bildhauer von Sycion, lernte beyNaucydes. pausamas redet von seinen Werken.T. VI.
Amadei, (Maler von Perugia , lernte beyJulius Cesar d'Ängelj. Man findet in seiner Ge-burtsstadt und deren Gebiet hin und wieder in Kir-chen und Privathäusern historische Gemälde von sei-
Amann. 15
ner Hand. Hernach legte er sich auf das Bildniß-malen mit trocknen Farben, womit er sich einen sol-chen Ruhm erwarb, daß er deswegen nach Rom be-rufen wurde. Er war in der Mathematik und Per-spectiv Wohl erfahren, und hielt in seinem Haus eineZeichnungsschule, die von denVornehmsten der Stadtbesucht wurde, unter denen sich Fabius dclla Corgnabesonders hervorthat. Als etwas Seltenes wird vonihm angemerkt, daß er an gleichem Monat, Tagund Stunde geboren und gestorben ist; dieses letzteregeschah 1644. im 55 . Jahre seines Alters,co/r p. 184.
* Amadeo wird vonLomazzo S 6 i 5 . unterdie berühmtesten alten Bildhauer zu Mayland ge-zählt. Dieser ist vermuthlich derjenige Johann An-ton Amadei, von Pavia gebürtig, der in den Ma-lerbriefen (s. V. p. 278. angeführt ist. Er verfer-tigte das prächtige Grabmal des berühmten venckia-nischen Generals Bartholome Coleoni, welches ineiner kleinen Kirche zu Bergamo zu sehen und überallmit Statuen und Basreliefs vortreflich geziert ist.Dieser Künstler verfertigte auch 1470. dasMonumentder Medea Coleoni, Tochter des Obigen.
AmaIte 0, (Hieronymus ) Maler von St. Vitogebürtig, arbeitete zu Venedig . Als er mit Verfer-tigung eines Gemäldes in seiner Geburtsstadt seineGeschicklichkeit in der Zeichnung und Behandlungder Farben an den Tag gelegt hatte, ward er, ausNeid über seine Kunst, von seinem Bruder pom-ponius, vermittelst eines jährlichen Gehaltes vonloo. Ducaten beredet, die Kunst zu verlassen undsich auf die Handelschaft zu legen — So verlor maneinen geschickten Mann, der mit der Zeit vortreflichgeworden wäre. Ärüio-r 1. ,16.
* — — (Pomponius) des obigen Bruder,Schüler und Tochtermann des Johann Anton Re-gillo. Obwohl er die Geschicklichkeit seines Lehrmei-sters nicht erreichen konnte, arbeitete er doch nachseiner Manier, wie aus vielen Gemälden, die manvon ihm zu Venedig siehet, bemerkt werden kann-Aus der lateinischen Unterschrift eines von Zucchrgestochenen Blattes, das eine Geschichte des KayserTrojans nach einem seiner Gemälden vorstellt, siehtman, daß Pomponius im 28. Jahre seines Altersgestorben, welches die in seines Bruders Artikel an-geführte Anecdote zweifelhaft macht. Die beydenBrüder blüheten nm die Mitte des X VI. Jahrhun-derts. /(rrio//r I. Ii 5 .
Amaly, (Paul) baute im XVIII. Jahrhun-dert den neuen Pamphilischen Pallast zu Rom , aufder Seite gegen dem venetianischen Pallaste. Er isteines der kostbarsten und größten Gebäude zu Rom und ward ganz unter dieses Meisters Aufsicht ausge-führt. Amaly gab auch die Zeichnungen zu verschö-nen Gipsarbeit, welche die Haupttreppe des altenPallastes dieser Familie ziert. Ttti.
Amama. S. den Artikel ZZalrhasar Denner,seines Schülers.
* Amand, (JohannnFranz) ein französischerGeschichtsmaler, war Mitglied der königl. Akade-mie zu Paris , und st. 1769. in der Blüthe seinerJahre, ^lmanaoti ÜL kesux ».rts.
* Amann, (Johann) ein Formschneider, ver-fertigte verschiedene Blätter, unter andern 64. Figu-ren vom Leiden Christi, die i 523 . zu Amsterdam ge-druckt sind. Papillon haltet ihn für Josts Vater,wovonmanaberin dieses letztem Geburtsstadt nichtsweiß.
* — — (Jost) ein Maler und Zeichner vonZürich in der Schweiz , begab sich um i 56 o. nachNürnberg , wo er eine große Menge Handrisse aufHol; und Papier zeichnete. Man findet in seinenWerken ein fruchtbares Genie in der Zusammen-setzung; er folgte auch in den Figuren dem Lebenmehr als jemand seiner Zeit gethan hat, wie solchesdie von ihm in Holzschnitten herausgegebene geist-und weltliche Geschichten, Jagd - und Waidwerke,Kleidertrachten u. s. w. genugsam zeigen. Die Bläk-