Band 
Erster Theil.
Seite
19
JPEG-Download
 

A n d r 6.

Skizzen und Originatgemalbe dieses Künstlers/weicher, ob er gleich in seiner Kunst mittelmäßig/dennoch in der Zusammensetzung sehr fruchtbar ge-wesen ist. I- Johnson» I. Daulle, N. Tardieu»N. de l'Armeffln u. s. f. haben nach ihm gestochen.Er blüheie um 1720. Brtcs.

Andre» (Dietrich Ernst) Maler, von Mietauin Curland gebürtig» lernte zwölf Jahre zu Königs-berg bey Gustav Bentum; darauf kam er in DiensteHerzog August Wilhelms von Braunschweig , der ihnin Italien reisen lassen wollte. Andre verlangte zu-erst Holland zu besuchen, wo man ihn beredte, nachEngland hinüber zu gehen; in London geriech erdann in lustige Gesellschaften, daher er Braunschweig vergaß. Er vcrheyrathete sich daselbst, wiewohl nichtzu seinem Vortheile. Man liebte damals in London die bunten Farben, und Andre, der sich der Modegleich stellen wollte, verließ seine vorige, der Naturund Kunst angemessene gute Manier und Colorit.Seine Umstände wurden täglich schlechter, und da erendlich aus London weggehen mußte, so zog er gegen172 s. nach Paris , wo er auch gestorben ist. DieserKünstler malte Geschichte und Bildnisse. Nachrich-ten von Rünstlern rc. II. G.

— — ( > ein wenig bekannter französischer

Bildhauer, verfertigte die Statüc Tiridates, einesarmenischen Königs, nach einer Antike, für denkömgl. Garten zu Versailles . Lrvtro»§ üe

— — (Michel Franz d')> S. Bardon.

— — ( - - Saint) ein französischer Maler,brachte die von Carl le Brun gemalte Galerie desApollo in dem Louvre zu Paris auf 42. große Blät-ter , worunter auch das Deckenstück des kleinen königl.Kabinets mit begriffen ist, in Kupfer. Er lebte ge-gen das Ende desX VII. Jahrhunderts.

— — (Samt) ein Beyname von SimonBenard.

Andrea, (Alexander di) Maler von Abruzzo ,lernte bey Franz Solimena . Für sein Vergnügen etzteer verschiedene Stücke nach seines Lehrmeisters Er-findungen mit richtigen Umrissen. Man hat auchvon ihm einen Prospect von den Alterthümern vonPozzuolo nach einer Zeichnung des berühmten Bau-meisters Joh Baptist Natale» Er st. 1771. 6au-

üe/üu! I. 291.

* Andreant, Andreasi» Andreaßt,Andriam oder Andriani, (Andreas) ein be-rühmter Formschneider und Kupferstecher von Man-tua, ist unter den BeynamenPer kleine AlbrechtDürer , und: Der Manruaner, bekannt. Erar-beitete zu Rom , wo er 162z. in hohem Alter starb.In einer Anmerkung zu Blatnvtlle's Reisen behaup-tet man lächerlich genug, dieser Künstler liege in derKirche St. Tenedict zu Paris begraben. Viele vonseinen Holzschnitten sind nach Hugo da Carpi's Ma-nier auf zwey und drey Stöcke mit Licht und Schat-ten gearbeitet, wegen der freyen Hand, und derrichtigen und geistreichen Ausführung merkwürdig,rein und regelmäßig gezeichnet, und thun eine schöneWirkung. Wenige Blatter kommen der Malerey sonahe. Sie haben einen Nachdruck, den der Grab-stichel auf Kupfer nicht erreichen kann, und das Ge-tuschte der Mittcltinten giebt ihnen das sanfte An-setzn einer Zeichnung. Die guten Abdrücke von denWerken dieses Meisters sind selten. Man findet einVerzeichniß von den beßten Stücken in Basans Dic-tionaire. Er arbeitete nach Titian , A. Casolano,D-Deccafumi, I. da Bologna, A. Mantegna , I.Ligvzzi, F. Mazzuoli, Raphael Polydor u.s.f. undzeichnete auch schöne Handrissc mit der Feder.

/to-rr p. 278.

* Andreas, ein griechischer antiker Bildhauer,soll nach des pausantas Bericht die Bildsäule desLysippus verfertigt haben. — Andreas, ein antikerMaler, wird von Tedrenus angeführt. ZÄ-rü».

* Andreasi,( Hypolithus) genannt Andrea-fino, ein Maler zu Mantua , arbeitete in den Kir-

Androsthenes. ig

chen seiner Geburtsstadt mit des Julius RomanusSchülern. S- den Art. Theodors Ghtgt. F. Vil-lamena hat nach ihm gestochen. Oach'o/t.

An drei des, (Amand) ein Mäler, von Ol-müz gebürtig, lernte bey Caspar Franz Sambach undbey Daniel Gran . Hiernächst hatte er sich in Bay-reuth und in Dresden gebildet, wo er unter Bibienasich besonders auf die Perspectiv gelegt. Sonstmalte er Geschichte mir ziemlich gutem Erfolge. Erlebte zu Braunschweig um 1768. zJachrtchren vonRünftlern rc. 1 l. i 5 .

Andres!», (Philipp) eiü Neapolitaner,lernte bey Franz Solimena . Er malte meistens Zier-athen und Architectur mit Wasserfarben und auf fri-schen Mörtel, für viele Kirchen und Palläste seinerVaterstadt, und st. um 1724. /)oEnrct III. 672.

* Andres» e( ) ein mittelmäßiger Orna-mentmaler zu Bologna um 1620. wird von Ma/van»II. 291. angeführt.

* Andres;; t, (Andreas Franz) Bildhauervon Siena , ward um 1720. Kammerdiener bey derGroßherzogin Violanda von Bayern , Gouveruan-tin zu Siena . Er verfertigte die Statüen der Treueund der Schiffahrt, welche in der Kapelle Feröni derKirche S. S. Nunziata in Florenz zu sehen sind.Oar/reri.

Andriessens, (Heinrich) genannt Maukensbevn, Maler von Antwerpen . Seine Arbeiten be-stehen meistens in leblosen Gegenständen, die er wohlzu wählen, auch mir Fleiß und Verstand auszuarbei-ten wußte. Obwohl in Flandern seine Werke sehrstark gesucht wurden, gicng er doch von da in See-land, und starb daselbst iV 55 . DenaM/,5 II. 42.

Andrioli, (Hicronymus) malte in dcrKirchsSt. Calharina von Siena zu Verona den H. Domi-nicus und andere Heilige auf eine Altartafel, diemit seinem Namen und der Jahrzahl Gab. bezeichnetist. Von ihm sind auch die zwey Seitengemalde dergrößern Kapelle St. Angela unter dem Schlosse St.Felicc. BvLLo 69.

Andrtot (Franz). S. Handertor.

^Androht us, ein antiker Maler, stellte, nachdes s)Iinius Bericht, in einem seiner Gemälde denScylla, einen macedonischen Schwimmer, vor, wieer die Anker der persischen Flotte zerreißt

Androbulus, Apollodorus , Ascle--ptodorus und Alevas, antike Bildhauer inGriechenland , verfertigten gemeiniglich Bildnisseder Weltweisen. H. XXXIV. 0. 8.

Androcydes, ein Maler von Cyzicus, desZeuxis Zcitgenoß, blühete in der 85 . Olympiade.Er wußte vornehmlich die Fische, die er sehr liebte,mit vieler Geschicklichkeit vorzustellen.

Andr 0 n, ein antiker Bildhauer, verfertigte dieStatüe der Harmonie, die aus den verbotenen Bey-schlafe von Mars und Venus erzeugt worden. Ta-rtans Beden.

Andro nicus, von Cyrcste in Macedonien,ein berühmter Bildhauer und Baumeister, führtezu Athen einen achtseitigen Thurm von Marmorauf, dessen jede Seite gegen einen der Hauptwindegerichtet war. Auf der Spitze desselben stand die Sta-tüe eines Tritons aus Erzt, der mit einem Stäbe inder rechten Hand den Wind anzeigte.

And rost, (Franz) Bildhauer zu Padua , ver-fertigte 1762. einen neuen Altar von carrarischemMarmor, unter welchem die Gebeine des BischofsTricidius, der um den Anfang des VII. Jahrh,lebte, ruhen. Dieser Altar, samt der Statüe die-ses Heiligen und einigen Engeln, sind in der dasigenCathedralkirche zu sehen, ^orettr p. 126.

Androsthenes, ein antiker Bildhauer vonAthen , lernte bey Eucadmus. Zürnt-».

(5 2