Band 
Erster Theil.
Seite
32
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Zr Aspertino.

von ihm ein schönes Bild, welches das von zweenLöwen gehaltene Wappen dieser Stadt, mit Frucht-gehängen und Vögeln geziert, vorstellt: Alles die-ses ist in Lebensgroße sehr natürlich und künstlich ge-malt. Hin und wieder in Privathäusern findet mannoch viele Bildnisse von diesem Maler, die zuweilendes Holbeins Arbeit wenig nachgeben. Er st. 1671.72. Jahre alt. Einige Holzschnitte, die man beyLiebhabern findet, sind mit seinem Namen bezeichnet-Th. und C. Meyer haben schöne Bildnisse nach ihmradirt. Füßli I. 3 c». ,

* Aspertino, (Amicus) Maler von Bologna ,lernte bey Franz Raibolini, genannt Francia. Erselbst bekam den Beynamen nleister Amicus mirzween pinseln, weil er zu gleicher Zeit mit einerHand das Licht, mit der andern den Schatten malte.Seine Bilder haben sich wegen ihrer frischen undwohlbehandelten Färbung bis auf diese Zeit gut erhal-ten. Man hat ihm die Verbesserung der Male-rey zu danken, indem er seinen Lehrmeister übertref-fen. Amico war sowohl in seiner Lebensart als inseiner Kunst ein wunderlicher, eigensinniger Mann,welcher der ganzen Stadt, besonders dem Guberna-tor zum Gelächter und znm Zeitvertrieb diente. Wenner malte, war sein Gürtel ganz mit kleinen Geschir-ren voller Farben behängt, welches, samt der Brilleauf der Nase, eine sehr lächerliche Figur vorstellte.Aspertino war der beßte Thiermaler seiner Zeit; erarbeitete auch in der Bildhauerkunst, wovon manin der Kirche St. Petronius ehemals einen LeichnamChristi sehen konnte. Er st. r 552 . 77. Jahre alt, undliegt in der Karmcliterkirche St. Maria Maggiore begraben. I. Buonasone hat die Ausjagung Adamsund Eva's aus dem Paradies nach ihm gestochen;einige glauben, der Maler habe dieses Blatt selbstgemacht. Guido Asperrino, genannt Bolog-nese, des obigen Bruder und Schüler, lernte aber,nach vasari, bey Hercules da Ferrara . Erwandte sogroßen Fleiß auf die Ausarbeitung seiner Gemälde,daß er auf eine harte und trockene Manier verfiel, unddurch allzustrenge Arbeit sein Leben, welches er auf35 . Jahre brachte, verkürzte. I. B. Constantin hatnach ihm gestochen. Ikka/EM I. 45. u. 141-

Aspetti, (Titian ) ein edler Paduaner, TitianVecelli's Schwestersohn, lernte bey Jacob Sanso-vino, und wiedmete sich der Bildhauerkunst, die erin den Städten Venedig , Florenz und Pisa in Mar-mor und Erzt übte. Er starb in dieser letzter» Stadtakc»/. 42. Jahre alt, und ward in der Carmeliter-kirche begraben, wo man das von seinem SchülerFelix Palma verfertigte Brustbild desselben aufseinem Grabmal findet. Die Kirche St. Autornius zu Padua ist mit verschiedenen schönen Stückenvon seiner Arbeit geziert. III. 832 .

* Aspruck, (Fr.) ein deutscher Maler, dessenZeichen man auf einigen Kupferstichen findet. Christführt es S. 178. an.

Assalectus, ein antiker Bildhauer, dessenNamen man an einer Statüe des Aesculaps in demVerospischen Pallaste zu Rom eingegraben findet.§toLc/r Prso 5 . p. ro.

* Assan, (GosmanDaniel) Maler aus Bay­ ern

, arbeitete um 1700. in der Schweiz . Er malteeinen Theil des Gewölks der Klosterkirche zu Ein-fiedeln auf nassen Kalk, und seither das Gewölb derPfarrkirche St. Jacob zuJnspruk. Lr§erior»p. 5 oi.u. ll. p. 116. Füßli führt diesen Maler

unter dem Namen Cosinus Asan III. 127. an.

*Asselpir, (Johann) genannt Craberie,Grabarier oder Brak, Maler zu Antwerpen , lerntebey Johann Miel und Esajas van der Velde. Erward in Feldschlachten, Thieren und kleinen Histo-rien ein berühmter Künstler. Asselyn hatte zu Rom vielen Umgang mit Peter van Laar, genanntBam-boccio, dessen Manier er fleißig nachahmte, und seineGemälde wurden ihm theuer bezahlt. Er arbeiteteauch zu Venedig und zu Amsterdam , wo er um 1660.hc>. Jahre alt starb. Sein Buch: Asfle L/rrM-Lo»Lt, ward 1654. zu Amsterdam in 4 "

Asterion.

gedruckt. Die Perellen haben 24. Landschaften undRuinen von Rom nach ihm gestochen. S. den Art.Petitjean. III. 11 5 .

* Assen, (Johann van) ein Historien - undLandschaftenmaler von Amsterdam . Seine in italiä-nischem Geschmacke verfertigten Bilder thun in einergewissen Entfernung ihre beßte Wirkung. Er be-diente sich oft der Kupferstiche des A. Lempesta,besonders wenn es Stücke traf, die nach Indien be-stimmt waren. Er st. i 6 g 5 60. Jahre alt. Der-

ll. p. 44 i- -- 2 »h. Malrher van Assen,ein Formschneider, wird von Christ S. 244. ange-führt. S. Ossanen.

Assenie, (Joh. Baptist) Historienmaler vonTournay , studiere zu Rom , wo ihm die niederlän-dische Künsilergesellschaft den Namen Lamarengab. //oAÜr'acke» II. 36 c», blR 6.

Assensio ( ) ein geschickter Bildnißmaler

zu Saragossa , starb um 1700. Er wird mit andernKünstlern dieser Stadt von velasco NR 2c»5. ange-führt. Er ist vielleicht derjenige, von welchem dieNeuheiten damaliger Zeit melden: Er habe auf Be-fehl der Stadt Saragossa das Bildniß des neuenKönigs Philipp V. auf die Ehrenporren, die zumEintritt desselben aufgerichtet wurden, gemalt; daer aber dieses Bild aus bloßer Einbildung, folglichganz unkenntlich verfertigt, habe der Pöbel den Künst-ler aus Unwillen so mißhandelt, daß er an dem Frevelgestorben sey.

Assenzi (Carl). S- Ascenzi.

Asserero. S. Axarero.

* Assisi ; Beyname von Andreas Luigi.

Assuerus, (Heinrich). S. den Art. AnronMontforr, seines Schülers.

Assurance ( ) Baumeister zu Paris um

174c». lernte bey Julius Hardouin Mansard, undward 1699. Mitglied der königl. Akademie von derzweyten Ordnung. Nach seinen Zeichnungen warddas Schloß Bellevue, zwischen Meudon und St.Cloud erbaut. Man bemerkt an demselben einenguten Geschmack, obgleich die Bauart ganz einfachist, und ohne daß er sich dabey einer der gewöhn-lichen Ordnungen der Baukunst bediente. Er gabauch die Zeichnungen zn verschiedenen Hotels zu Pa­ ris . Unter allen französischen Baumeistern hat eram meisten in dieser Stadt gebaut. Sein Sohnfolgte ihm in der Stelle eines Controlleurs der königl.Gebäude, und Ritters des St. Michaelordens.

Almanach ile8 Ueaux ^rts.

Ast, (B. van der) ein niederländischer Maler,dessen Gemälde Schnecken, Früchte, Insekten u.f f.vorstellen. Eines von seinen Stücken wird in derberühmten Drcsdnergallerie gezeigt.

Asta, (Andreas van) geb. zu Bagnoli 1670.lernte bey Franz Solimena . Zu Rom studirte erdie Werke Raphacls und Dominiquins. Ein Theilseiner Arbeit sind zwey Geitengemälde in dem Chorder Barfüsserkirche St. Augustinus zu Neapel , wel-che die Geburt Christi und die Anbetung der Weisenaus Morgenland vorstellen. Er st. 1721. DomemciIII. 676.

Asrariea, (Joseph) Baumeister zu Neapel ,lernte bey Dominicus Anton Vaccaro mit Johanndel Gaiso und Anton Donnamaria. Er wird wegender gründlichen Kenntniß seiner Kunst, gutem Ge-schmacke, schönen, wohlüberlegten und saubern Zeich-nungen, über obbemeldte seine Mitschüler gelobt. Erblühete um 174«. III. (176.

Astasi, (Joseph) römischer Maler, war desAndreas Procaccino geliebter Schüler. Sein Lehr-meister nahm ihn mit sich nach Spanien , wo Astasium 1726- starb. /ħco/i ll. H07.

Asrerion, ein antiker Bildhauer. Von ihmwar die Statüe des Chaereas, eines sycionischcnKampfers. I.. VI.