Band 
Erster Theil.
Seite
34
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I4 Aubert.

Bildnisse für des Odieuvre Verlag, und si. 174».

Lara».

* Ändert ( ) Schmelzmaler, ar eiteteum

1760. zu Paris . Basar», Lorraine u. s. w habennach ihm gestochen. Um gleiche Zeit blüheten auchin dieser Kunst Connior und Taunay.

* Anbin (Augustin de S.) französischer Kup-ferstecher, blühete um »760. Er arbeitete nach Bou-cher, Cochin, Douchardon, Eisen rc. — * SeinBruder zeichnete Blumen,Verzierungen^und etzte aucheinige Blumen und Fantasien. — * Gabriel, eindritter Bruder, malte Geschichte und radirte einigekleine Blatter von seiner Erfindung. Lara».

— — (Pougin de Samt). S-Psugin.

Au brier, tClaudius) Miniaturmaler vonChalons in Champagne , lernte bey Johann Iouberr.Er begleitete »700. den berühmten Lournefort aufseinen Reiten in die Levante , und wird von ihm we-gen seines Fleißes und Geschicklichkeit in Abzeich-nung und Malen fremder Gewächse, die in demdarzu bestimmten königl. Garten zu Paris gezogenwerden, sehr gerühmt. Er bekam die Stelle eineskönigl. Cabjnetmalers. I Wandelaer radirte nachseinen Zeichnungen die Kupferstiche zu vaillantsLotsnil'on ?ari8l6N8e. S. den Art. LJiclaus Ro-bert. Tourne/ört I. Z.

Zsiibrp, (Guillot) berühmter Baumeister, derviele Gebäude angab und durch seine ErfahrenheitLas Zutrauen vieler großer Herren erlangte. Er warum 17Z7. Mitglied der königl. Aeademie zu Paris .Nach seinen Zeichnungen wurden die Hotels von Vil-leroy, Bouillon, de la Brilliere und Conry aufge-führt A-'ice. — Ein Kunstgiesser dieses Namens,arbeitete um »68n. zu Paris — ^ Abraham undperer Aubry, Kupferstecher von Oppenheim , ar-beiteten um » 85 o zu Frankfurt am Mayn, und zuSlraßburg; sie führten einen Kunsthandel. Christx. ZZ 5 . — Eudwig Aubry, ein Kupferstecher, ar-beitete nach B. Flamael rc. — Ein Bildnjßmalerdieses Namens, arbeitete um 1770. zu Paris . SeineWerke sind mit großer Starke und Kühnheit ver-fertigt.

* Audenaerr oder van Dudenaerde,(Robert) geb. zu Gent »66Z, lernte bey Mierhopund Johann van Lief. Er gicng »68h. nach Rom ,wo er i 5 - Jahre in der Schule des Ritters Marattisiudirtc, und sich sowohl im Kupferstecher» als imGeschichte- und Bildnißmaien üble, auch i» beydenKünsten eine große Fertigkeit erlangte, so daß manin seinen Kupferstichen saubere und feste Züge findet.Die meisten sind nach den Wcrkelr des Maratti ge-stochen. In seinen Gemälden bemerkt man diesesletzter» Manier sehr leicht, da man in seinen Bild-nissen eine richtige Zeichnung, kecke und leichte Pin-felzüge, in seinen historischen Composttionen abereine schöne Anordnung, Eenauheit, Geist und einstarkes Colorit findet. Der Kardinal Darbarigo ließdurch ihn viele Bildnisse seiner Familie mit Sinnbil-dern in Kupfer stechen, wozu auch Audenaerr dielateinischen Verse verfertigte. Dieses Werk, betitelt:Piumismats virorum lilustrium ex gellte garka-üiva, bestand in » 64 . Kupferstichen, und blieb we-gen Absterbcns dieses Eardinals lange Zeit unvoll-kommen liegen; endlich ließ diese Familie 17b» dienoch fehlenden fünf Kupferplatten stechen und dasganze Werk 1,62. zu Padua in groß Folio drucken.Man verkauft es seither in ihrem Pallaste für 12.Zechinen. Die Erfindung der Allegorien zu diesenMedaillons ist vortreflich Es sind wenig Werkevon dieser Art, die dem großen Geschmacke des-selben zu vergleichen sind. Audenaerr gierig nach27. J> Abwesenheit in sein Vaterland zurück, undstarb daselbst 174Z. Er bezeichnete seine KupfersticheMit R- v. A- Gand- öercamM IV. 49.

* Au dran, (Benedict) Kupferstecher vonLyon, lernte bey seinem Vater German . In seine,nsiedenzehmen Jahre kam er in die Unterweisung sei-nes Oheims Gerard, dem er in der Manier >eyr

Audran.

nahe kam. Er ward 1715. Rath der königl. Maler-Academie zu Paris , und erhielt ein Jahrgeld vonLemKönig. Audranstarbunverch!icht»72» 60. I.alt, auf seinem Landsitze z» Lvuzour, bey Mon-targis, den er durch seine fleißige und vorkreflicheArbeit erworben hatte. Er stach mit ungemeincrGeschicklichkeit sowohl Bildnisse als Historien. —* Ein anderer Vencdicr Audran, JohannsSohn, folgte der Manier seines Vaters und derübrigen großen Kupferstecher seiner Familie. Ltt-combe. ,

* Audran, (Carl) ist der erste seines Geschlechts,

der sich in dem Kupferstecher! einen Ruhm erworben,geb. zu Paris Nachdem er einige Jahre in

Italien zugebracht, und sich in seiner Kunstgeschicktgemacht hakte, kam er in sein Vaterland zurück DerAbt von Marolles, der mit vielem Lobe von ihmredet, zahlte in seiner Sammlung » 5 o. Blätter vondiesem Meister. Bis auf die Zeit, da sein BruderClaudius l. Kupferstiche herausgab, zeichnete erseine Arbeiten mit einem C.; nachher aber bedienteer sich znm Unterschied ihrer Werke des BuchstabensL-, daher man ihn gemeiniglich Barle nennt. Die-ser Künstler starb zu Paris 1874. ^acoMÜe.

*— — (Claudius!.) Carls Bruder und Schü-ler , setzte sich zu Lyon , wo er mit ziemlich gutem Ge-schmack arbeitete, wiewohl in geringerm Gradeals sein Brnder. Er starb daseibst 1677. 80. 1 . alt./.acombe.

— (Claudius !!.) des obigen ClaudiusSohn, geb. zu Lyon 16Z9. (d Argensvrlle sagt» 84 ») Er kam nach Paris , die Zeichenkunst bey sei-nem Oheim Carl zu erlernen Einige zählen auchden Franz Perrier und Johann Wierx unter seineLehrmeister Seine Neigung gieng auf die Malerey,die er bey Carl le Brun studirte, der sich öfters ingroßen Werken seiner Hülfe bediente. Man stehtviele sehr große Gemälde, die diesem Künstler Ehremachen: Unter diesen befinden sich fünf historischeStücke in dem bischöflich strasburgischen Pallastezu Elsaßzabern, und ein sogenanntes Maygcmäld,welches den von seinen Jüngern aufgchcbten ent-haupteten Leichnam St. Johann des Läufers vor-stellt. Claudius starb als Professor der königl. Aca-demie 1884. Man hat ihn öfters mit seinem Neffen,den« folgenden Claudius , vermengt Diesem Künst-ler ist vermuthlich das Buch von dem Ebemnaaßedes menschlichen Körpers zuzuschreiben, welches zuParts in Folio gedruckt, und 1879. in gleichem For-mate zu Nürnberg in deutscher Sprache erschien.Er hat auch von der dorischen Ordnung geschrieben.Die Kupferstecher Benedict und Johann Audran ha-ben nach ihm gearbeitet.

* — — (Claudins Ikl.) Germans Sohnund Schüler, kam nach Paris und folgte seinemeigenen Geschmacke, Grotesken und Laubwerke zumalen. Die königl. Pallaste und die vornehmstenHotels zu Paris wurden mit seiner geistreichen Ar-beit geziert. Audran erhieik die Stellen eines königl.Zeichner und Malers, wie auch eines Concierge desluxemburgischen Pallastes, in welchem er »704.76. Jahre alt gestorben ist. /.acomüe.

* — — (Gerard) lernte bey seinem VaterClaudius I , zu Paris bey seinem Oheim Carl, undendlich bey Carl le Drun. In seinem 22. Jahregieng er nach Rom , wo er die Meisterstücke der be-rühmtesten Künstler zeichnete, und einige davon inKupfer brachte. Von da ward er in seines KönigsDienste zurückberufen; le Brun ließ ihn die Feld-schlachten des großen Alexanders in äusserordent-licher Größe stechen. Dic,e und das Gewölb derKirche Val de Grace nach Mignard behalten unterallen historischen Kupferstichen den Preis. Alle seineWerke sind wegen ihrer richtigen Zeichnung, Starkeund großem Geschmacke lobenöwuidig. Gerard isteiner der vortreflichsten historischen Kupferstecherdie man kennt; er suchte weder durch eine gezwun-gene Reinlichkeit noch durch eine sklavische Anlageder Schraffierungen, die diese Kunst zu erfordernscheint, sondern durch eine sinnreiche Verbindung