A z z o l a.
den Ban der dasigcn Müllcnbrücke. Er st. 1754.(achv/i.
A ; z 0 1 a, (Joh. Baptist) ein geschickter Perspek-tive und Architecturmaler zu Bergamo , lebte um1V80. Er arbeitete in Oelfarben, vielmehr aber inFresco. Trttr»e 51« ta Littura V. 209.
Azzollni oder Massolini, (Ioh. Bern-hardt») Maler und Bildhauer zu Neapel , kam umitiio. nach Genua , wo man in der NonnenkircheSt. Joseph ein Altarblatt, welches die Verkündigungvorstellt, von seiner Hand sieht. Vornehmlich abermachte er sich durch kleine, aus gefärbtem Wachssehr zierlich verfertigte Bildnisse und Figuren be-rühmt. S. den Art. Asoleni. Domemci II. , 65 .
Baalen. S. Baien.
* Baan, (Jacob van der) genannt Gladiator,lernte bey seinem Vater Johann. Er zeigte in sei-ner zartesten Jugend eine solche Fähigkeit für seineKunst, daß er schon in seinem 18. Jahre meisterhafteBildnisse malte. In England ward er durch seinesVaters Ruhm bald nach seiner Ankunft bekannt,und verfertigte sehr viele Bildnisse der vornehmstenStandcspcrsonen, worunter dcü jungen Herzogenvon Glocester, in ganzer Statur, eines der berühm-testen war. Auf seiner italiänischen Reise hielt er sicheinige Zeit an dem großherzoglichen Hofe z» Florenz auf, und arbeitete mit dem ersten Hofmaler an einemgroßen Werke auf nassen Kalk. Nachdem er etlicheJahre zu Rom mit Bildnisse- vornehmlich aber mitGeschichtemalen zugebracht, gieng er in dem Gefolgeeines deutschen Fürsten nach Wien , wo er kurz nachseiner Ankunft 1700. »7. Jahre alt starb. //oube-aLe»II. gsisi.
— (Johannvan der) MalervonHarlcm,lernte bey seinem Vetter Piemans, und nach dessenTode bey Jacob Bäcker. Er legte sich auf das Bild,nißmalen, worin es ihm so gelang, daß wenigeMaler sich rühmen können, so viele vornehme Per-sonen nach dem Leben geschildert zu haben, als er;in seiner Manier folgte er Vandyk. Dieser Künst-ler arbeitete unter der Regierung Carl l. in Eng-land. Dann ward er auch unter sehr vortheilhaftenBedingnissen an den churbrandenburgischrn Hof be-rufen, schlug es abcr aus Gefälligkeit gegen seineEhefrau auS. Neid und Eifersucht brachten ihnverschiedene Male in Lebensgefahr, welches er be-sonders an dcm Hofe drö Prinzen von Nassau erfah-ren mußte. Er starb in Haag 17«,2 OeLcamp-II. 47..
* Babel, (P. E.) französischer Baumeister,schrieb eine Abhandlung von den V. Ordnungen,nach dem Durchmesser von zwölf Theilen, die er,7)7. unter dem Titel: Ks«»i sur les Orllres <lel'^rciiikvcture hcrausgab. Er radirtt eine MengeBlätter in Blonde!» /)rclntecturc sr»n<;sise, dannVignetten mit Landschaften, Aussichten, Groteskenu. s. w. in Jeaurar« T'rsitö Perspektive.6a«nie//i«,i.
*Babeur, Babuer oder Babure,(Theodor) Maler von Utrecht , malte zu Anfangdes XVIl. Jahrhunderts in PeterNerfsGcschmacke,Perspektive des Jnnwendigen von Kirchen u. s. f.Neben dem sieht man in einer Kapelle der Kirche St.Piekro in Montorio zu Rom eine Grablegung Christi,in welcher die Färbung sehr bewundert wird; die-selbe wird zwar verschiedenen niederländischen Dild-nißmalern zugeschrieben. In einem darnach gesto-chenen Blakt aber heißt es juverläßig: TAeoalorLab.I'inx. welches man auf diesen Künstler deutenkönnte, wenn man nur versichert wärt, daß er auch jeGeschichte gemalt hätte Hieronymus David, E.ltzlvimaert u s. w. haben nach ihm gearbeitet. 7 )er-campr I. »72.
* LabtIon, (Franz) einer der alten Kupfer-stecher, wird, wegen seinem gewöhnlichen Zeichen,der Meister von dem Mercurstahe genannt.Christ S. gv2.
Bachelcy. Z7
Baboccio (Anton). S. Bamboccio.
Babury (Anne Gabriele). S. dcnArt.JohBaptist Greuze, ihres EhcmannS.
*Bacary( ) Baumeister zu Paris , nach«dessen Zeichnungen das Chor der Kirche St Ger-main de l'Auxerrois um 17H0. auSgezierl wurde.-Zlmsnack öes lieaux /^rts.
Baccani (Johann), Bartholome da Car-rara, Gregorius Grass,, Bartholome Menduzzsunv Cosinus Savelli, Maler zu Rom . Ihre Na-men findet man unter den Künstlern, die in denunterirdischen Gewölben, der St. Peterskirche ge-arbeitet haben, sonst abcr in der Künstlergeschichteunbekannt sind. 7 'iti.
Baccarel. S. Bakereel.
Bacchiacca ; Beyname von Franz Ubertini.
Bacchiocco, (Carl) ein Mailänder, maltein den Kirchen St. Maria, S. S- Jacobus und Phi-lippus, S. Christophorus, undbeydcn Ursulinern;alles Nonnenklöstern zu Brcscia.
* Bacci, (Andreas) stach einige Blätter, wel-che freye und mechanische Künste vorstelle». 6a»-
— — (Martini). S. Bassi.
— — (Peter) Bildhauer des XVII Jahrhun-derts, von welchem man eine marmorne StatuePabst Alexander VIl. auf dem Platze zu Ravenna aufgerichtet findet. Dieses Bild ist in einer großenund geistreichen Manier gekleidet Die Leinwand istsehr wohl und keck ausgearbeitet; der Kopf in einemmännliche» und starken Geschmack u. s. f. lleber-haupt ist diese Figur wohl componirt, und machteine große Wirkung, 6oc/ii» 1. 88.
* Bacciarelli , ( Marcel) geb. zu Rom 17Z1.lernte bey dem Ritter Dcncfi.il. Er ward ,75». anden dresdnischen Hof berufen, die Gemälde derGalerie, für das bekannte Kupferweek, abzuzeich-nen ; dann malte er auch Bildnisse in Oelfarben . Die-ser Künstler heyratheke * Friederica sichrer, einegeschickte Miniaturmalern,, »iil welcher er sich 17H6.bey angegangenem Kriege »ach Warschau begab.Nach dem Absterben König August III g,engen sie17h/, »ach Wien , wo sie wohl empfangen, und,nachdem sie etliche Bildnisse und Familienstücke ge-malt kalken, von dem kaiserl Hof, mit Geschenken„nd reicher Belohnung überhäuft, auf Begehren desGrafen Poniarowsky, nachher Königes von Polen,nach Warschau zurückgiengen. Marcenay hatpachihm das Bild „iß dieses KönigS in Kupfer gebracht.Nachrichten von Rünstlern l. 216.
Baccicia; Beyname von I. Baptist Gauli.
Bacc, n 0 (Pierozzo di). S. den Art. GallinaArraviani.
Baccio oder FrarerBarrholome. S.porra.
Bacerra (Caspar). S. Beccrra.
* Bach, (Johann Samuel) von Hamburg ,lernte Anfangs das Eyen bey Krüger zu PotSdam. nachher aber kam er um 1770. »ach Leipzig , wo erunter der Anführung des Director Oesers und balddarauf ,772. auf der Akademie zu Dresden mitglücklichem Erfolg studirte. Lsteue Bibliothekschöner Wissenschaften XVI. its.
*Bachaumonr( ) französischer Daumeister, schrieb Versuche über die Maierty, Bildhauerund Baukünste, die »7h,. und 17H2 gedruckt sind.
> 7 -ckui»e.
* Bacheley, (I.) Kupferstecher von Rouen gebürtig, arbeitete um 17^0. zu Paris Man hatvon »hm viele Landschaften nach B. Breenberg. I.van Goyen, I. Pceiers und andern Meistern.