Band 
Erster Theil.
Seite
52
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52 Battisti.

* Barrifti (Antons, ein römischer Baumei-ster, welcher denjenigen Theil des borghesischen Bal-lastes erbaute, der für die Hausbedienten dieser Prin-zen bestimmt ist. tick.

Bareon, Glaucides, <^eliodorus, Hica-nus, Leon, Leophon, Lyion, Menodorus,parrocles, j)ericlimenus, philon,polis,s)o-lycrakus, polydorus, Dostdomus, pythocri-rus, Snnenus, Theomnestus, Thrason, Ti-marchrdes, Timon, Timorheus, Tisander,Tifias; alles antike Bildhauer, stellten in ihrenWerken Kämpfer, Geharnischte, Jäger undOpfernde vor. Barron namentlich verfertigte dieStatuen Apollo und Juno, welche ehemals in demTempel Concordia zu Rom angestellt waren. Zü,m'n§.

* Barroni (Pompejus Hieronymus ), vonLucca gebürtig, lernte bey Franz Fernandi, genanntJmperiale, und war um 17V0. einer der beßtenMaler zu Rom . Man sieht von ihm zwey vortref-liche Stücke von schöner Zusammensetzung, lieblicherFärbung und vielem Feuer in der Kirche della Pace zuBrescia . Seine beßte Arbeir ist die Decke der Ga-lerie Colonna zu Rom , welche einige Lugenden inverschiedenen Abtheilungen vorstellt. Dieser Künst-ler besitzt eine richtige Zeichnung, obgleich seine Um-risse etwas gezwungen sind. Seine Gemälde sindsehr wohl ausgearbeitet; die Gewänder sind gut ge-worfen , aber zuweilen allzuflatternd. Seine Zu-sammensetzung ist zwar nicht regelmäßig, aber sinn-reich. Des Barroni Starke bestehet vornehmlichin Bildnissen, die er häufig für Engländer malte.Auch hatte tt die Ehre, dasjenige des Kaiser Jo-sephs II. während seines Aufenthalts in Rom 1769.zu malen, wofür er von der Kaiserin Königin, Mut-ter dieses Prinzen, sehr prächtige Geschenke undeinen Adelsbrief erhielt. Barroni war einer derVorsteher der Academie St. Lucas zu Rom . DieH Familie, eine Zeichnung von Barroni, wardaus Marierre's Cabinet um Z80. Livres verkauft.Man findet Blätter nach seinen Gemälden in derGaleri Gcrini u. s. w. S. den Art. des Herzogenvon Aorrhumberland.

Barr um. S. Barhem.

Banker (Giovannino, d. i. Johann) Ma-ler zu Mantua , der um 1K90. lebte. In der Samm-lung von Malerbriefen findet man einen, der andiesen Künstler gerichtet ist V. 28.

* Baudesson (Niclaus), ein vortreflicher

Früchte- und Blumenmaler in Del- und Fresco-farben, von Lroye in Champagne, arbeitete zuRom und zu Paris . Hier ward er 1670. Mitgliedder königl. Academie, und starb 1680. 82. I. alt. —Sein Sohn Franz, geb. zu Rom 1644, arbeitetemit gleichem Ruhme wie sein Vater, ward 1689. indie Maleracadcmie zu Paris aufgenommen, undstarb daselbst 1710. x. 80. u. 88.

* Bauder (Stephan), ein vortreflicher Kup-

ferstecher von Blois, arbeitete in Italien und zuParis . Er ward Mitglied der königl. Academie,und st. 1671. 72. I. alt. Dieser Künstler arbeiteteVieles nach Pouffin, und wußte die Wirkung undden Charakter seiner Gegenstände wohl auszudrü-cken ; doch findet man in seinen Blättern weder dieRichtigkeit noch das Edle seiner Bilder. Dann gaber auch nach F. Albani die vier Elemente und vierStücke aus der Fabel der Psyche. Adam und Evaaus dem Paradies verjagt, nach Dominiquin, wirdfür sein Meisterstück gehalten. Bey Guerin S. r6o.findet sich eine falsche Angabe von der Lebenszeit die-ses Künstlers. Ln-'äo» II. 2v5.

Baudervvn oder Baudouin (AntonFranz). S Boudervyns.

Bauditz ( ), ein deutscher Maler, war

in Vorstellung wilder Thiere und todter Vogel be-rühmt. S. den Att. Christoph Dauditz.

» Baudouin (P A-), frai z sischer Minia-tur- und Wasserfarbenmaler, fir.ite bey Franz

Banmg artn er.

Boucher und ward 1766. Mitglied der königl Aca-demie zu Paris . Er heyrathete eine Tochter seinesLehrmeisters und starb um 177c,. in der Blüthe seinerJahre. Seine Compositionen sind geistreich undangenehm; sein Colorit ist kräftig und übereinstim-mend , die Ausdrücke fein, die Charakter seiner Köpfewohl gewählt. Die Stellungen und das Geistigeseiner Figuren, die Anordnung der Gruppen, dieKunst, mehr verstehen zu geben als man sieht —dieses Alles unterhält und beschäftigt den Liebhabersehr angenehm in seinen kleinen Bildern. NebenAnderm kennt man von ihm das Leben der H. Jung-frau Maria in verschiedenen Gemälden. Delaunay,Choffard, Morcau, L. Bonnet, Massart u. s. w.haben nach ihm gestochen.

* Baudouin (S.R.), Officier von der fran-zösischen Leibwache, und Kunstliebhaber, etzte eineSammlung von 62. Folioblättern von eigener Er-findung , welche die Kriegsübungen der französischen Fußvölker vorstellen; dann einige Feldschlachtennach C. Parrocel; kleine Landschaften nach Michaut

U. s. W. LSLMr.

Bauer. S. Baur.

* Baugaerren (Martin van den), ließ sichin Frankreich Dejardins nennen. Er war vonBreda gebürtig und kam frühe nach Paris , wo erdie Bildhauerkunst lernte, mit welcher er sich einengroßen Ruhm erwarb. Dieser Künstler arbeitetefür die königl Palläste und Gärtcn> wie man solchesaus Simon Tbomassins Blättern von den Bild-hauerstücken des Schlosses Versailles zum Theil sehenkann. Auf Befehl des Herzogs de la Feuillade ver-fertigte er die Staküe Ludwigs XIV. zu Fuß, welchevon dem Siege gekrönt wird, samt vier Sclavenan dem Fußgestelle; alles ist von verguldetcm Bley,und steht auf dem Place des Victoires . DiesesWerk dessen Guß er selbst mit Beyhilfe von Jo-hann Jacob, besorgte, setzte jedermann in Erstau-nen, indem man bisdahin noch kein Stück von einerso bekrächtlichtn Größe aus einem einzigen Gusse inFrankreich gesehen hatte. Desjardins war Rectorder königl. Academie. Er st. 1694. in den Galeriendes Louvre, wo er seine Wohnung und Werkstattsamt einer Bildhauerschule hatte, 5 -j. I. alt, undhinterließ einen Sohn, der sich in der Malerey undBaukunst hervorthat. (TrmErti p. 262.

Bauger. S. Bochier.

* Baugin (Lubin), genannt der kleine Guido,ein Geschichts- und Landschaftsmaler zu Paris .Man sieht in einer Kapelle der Hauptkirche dieserStadt von ihm die Communion der H. Maria ausEgypten durch den Abt Zosimus . Eines seiner schön-sten Bilder dann ist der Martyrtvd des H. Bartholo-mäus, ein Alkarblatt in der Kapelle dieses Heiligenin gedachter Hauptkirche. In seinen Landschaftenbediente er sich einer eigenen Manier, und zog dabeydie Natur wenig zu Rath; daher er auch nicht unterdie guten Landschaftenmaler gezahlt wird. Er maltegroße Cartons zu Tapezereyen für die Arbeiter derGobelins, und blühete um Eu. M. l'Asue,F. Poilly, Boulanger u. s w. haben nach ihm ge-stochen. ^r/ibie» 1 V. 417.

Baulleri (Hieronymus), französischer Or-namentnialer, arbeitete um 1600 im LouvrezuParisunter Jacob Bunels Aufsicht. Be Oomte 111.16.

*Baumeisrer( ). S C-G-Geißler,

seinen Schüler.

* Baumgarrner (Joh. Wolfgang oderWilhelm), von Kuffstein im Lyrol gebürtig, haltedas meiste seiner Kunst nicht Lehrmeistern, sonderneinem glückliche« Genie zu danken. Anfangs malteer zu Augspurg Landschaften und Prospekte mit schö-ner Archirectur aufGlaS. Er war ein fester Zeichner,glücklich und angenehm in Erfindungen, und zeich-nete viele, damals beliebte Grotesken für Verleger.Endlich fieng er an mil Ocl- und Frescofarben zumalen. Von letzterer Gattung sind in den Gegendenum Augspurg die Kirchen zu Gersthofen und Eggen