* Beatriccio, Bearricerro oderBau-trizer (Niclaus), Kupferstecher aus Lochringen,arbeitete um die Mitte des XVI. Jahrhunderts zuRom , wo er des Augustin Veneziano Schule be-suchte. Er brachte Fcldschlachten und andere Zeich-nungen nach H. Mutian, M A. Buonarotti, Ti-tian u. s. w. mit einer sehr guten Manier in Kupfer.Der Abt von Marolles rechnet sein Werk auf 112.Blatter.
Beau (le), ein Geschichtsmaler, von welchemman zwey Tafeln in der Kapelle der Gonfalonierszu Lyon sieht. cke /a cke
* — — Kupferstecher, arbeitete um 17/0. zuParis nach Marillicr, de Troy u. s. w.
Beaubrun (Ludwig), Maler von Amboise ,arbeitete zu Paris , wo man auf dem Rathhausesehr schöne Bildnisse von seiner Hand steht. Er blü-het- um 174». und war einer der ersten Vorsteherder Academie- — ^Heinrich und Carl Beaubrun,seine Neffen und Schüler, waren Ludwigs XIII.Kammerdiener und Kleidcrbewahrer. Sie maltenBildnisse, welche dem ganzen Hofe gefielen. Nebeu-dem waren sie in Erfindung allerhand Ergötzlichkei-ten bey konigl. Ballen und Angcbung schöner Klei-dungen bey der Kammer und bey Schauspielen sehrsinnreich. Bey Einrichtung der konigl Maleraka-demie wurden sie zu Schatzmeistern erklärt. Hein-rich st 1677. 7 j-I alt. Nantcuil, Hiiret, P.vanSchuppen, Negnesson, Pittau u. s. w haben nachihnen gearbeitet, IstMic» I V. Z 3 ä.
* Beaufore ( de), ein französischer Ger
schichtsmaler, war um 1760. Mitglied der köuigl,Malerakademie zu Paris . etc.
Beau front. S. Boffrand.
Beauglii. S- Baugin.
Beaulieu (Edmund) zeichnete einige hetru-rische, griechische und römische Alterthümer aus derSammlung dcs W. tzamilton.
* — — (Sebastian de Pontaut Herr von),Ritter des St. Michaelsordene, erster köuigl. Kriegs!baumeistex und Feldmarschall, zeichnete die Belage-rungen , eroberte Städte, Scharmützel, Feldschlachrtcn u. s. w. unter den Regierungen Ludwig Xlli.und XIV., welche durch N. Eochin, F. Eolignon,St. dclla Bella, F. Ertinger, M-Fovart, Loisel rc.gestochen wurden. Erst.-67',. Dieses Werk wardvon seiner Nichte, Madame des Roches, fortge-setzt. /-'errstt/t /7oMM5i//.v5tt'c5äc/)'MrceII, 7 , 5 .
Beaumout (Claudius Franz von), Schülervon Franz Lrevisani, ward erster köuigl. Maler zuTurin , und Ritter des St. Mauriliusordens. Mansieht von ihm sehr viele Gemälde in den köuigl. Pal-lasten, in den Kirchen zu Turin und ili verschiedenenStädten des Piemonts; er machte auch alle Mo-delle für die Tapetenfabrik. Er war ein fruchtbaresGenie; aber seine Färbung ist zu schön, um natür-lich zu seyn. Beauinonr st. »768. 71. I- alt. Erzog einige gute Schüler, als Martini und Berner,Bildhauer; ?>apos, Molinarr und Blancherer,Maler. — Von seinem Sohne Carl Emanuel stehtman in der Kirche Gicsu zu Moncalieri eine H. Mar-garekha von Cortona . Er starb in jungen Jahren.Aarto/i.
* — — ( ) französischer Kupferstecher,
arbeitete um 17^0. zu Paris nach Wouwcrmans undandern Niederländern. Lara».
Beauregard) ) eingeschickter Baumei-ster zu Lyon, lernte bey Thomas Blanchet . Ergab die Zeichnungen zu Erbauung einiger Altäre inder Kirche des Drcyfaltigkeits»Collegii.kio» äs /a
Beaureper (Ludwig) , aus Lanquedoc gebür-tig lernte bey Simon Vouet Er war Geschichksmaslrr und arbeitete um i 65 o. zu Paris . Xc/ibwttltl./,cio.
* Beaufl're Joh. Baptist Augustin), Bau-meister dcs Königs und des Rathhauses zu Paris ,
lebte um 1726. — Sein Sohn war um 17-8 Mit-glied der konigl. Baumeisteracademie zu Paris .
* Beauvais (Niclaus Dauphin), Kupferste-cher zu Paris , lernte bey Johann Audran. Mankennt von ihm verschiedene schöne Blätter für dieSammlungen von Erozat und der chursürstl. Galeriezu Dresden. Er starb in seiner Gebmtsstadt Paris 1760. 76. I. alt. HaMr.
" — — ( ) Bildhauer zu Paris um 1767.
lernte bey dem jüngern Wilhelm Coustoux.
* Beauvarlee (Jacob), geb. zu Abbeville17Z1, lernte bey Cars und C. Dupuis Er arbeitetezu Paris , wo er ein Mitglied der königl Maleraka-demie wurde. Seine beßten Blatter sind bey Basanangeführt.
Becallini (Johann), geb. zu Florenz i 655 .lernte bey Romulus Panfi. Er malte mic vielemRuhme Blumen und Figuren, und war auch in 'Aus-besserung alter Gemälde geschickt. Einige Zeit arbei-tete er zu Pisa , wo er etliche von den alten Fresco-gemälden des Campo santo wieder herstellte. Seineheftige Neigung zum Zorn bracht' ihn von Sinnen,so daß er sein Leben auf der Halste der Jahre in demSpithalc St. Maria nuooa beschließen mußte.lÄXLi 1. ?. 2. p. 5 .
* Beccafumi (Domiuicus), genannt Me-cheriuo oder Micarino, geb. zu Siena 1',8 s. An-fangs ein armer Schäfer, verwechselte er den Hin-tenstab mit dem Pinsel unter Anführung des I. Amton Verzelli und Peter Pcrugino; hierauf gicng ernach Rom , wo er die Werke Raphaels und desMichel Angelo zu Mustern wählte, denen er bestän-dig folgte. Beccafumi war fruchtbar und seltsamin Erfindungen, in Führung des Pinsels, in Mar-mor- und Gießerarbcit, im Kupferetzen u s. w. Erarbeitete zu Rom, Genua und Sicua, wo er sichdurch die in Marmor gebildete historische Werkedcs Fußbodens in der Hauptkirche einen großenRuhm erwarb. Daselbst starb er i5 jg und wardin dieser Kirche begraben. Der Abt Lstaczueuetrühmt ein Gemälde dieses Künstlers, welches"in demPallasie Dorghese aufbehalten wird, und den Mar-tyrtsd des H Sebastians vorstellt, wegen seines vor-treflichen Ausdrucks. Andreas Andreatius hatobgcdachteu Fußboden im Helldunkel sehr schön inHolz geschnitten. Beccafumi wird auch selbst un-ter die Formschneider dieser Gattung gezählt. Ph.Thomaffi'n und einige andere haben auch nach ihmgearbeitet. Christ führt sein Zeichen S 85 . u. 221.an. S. den Art. Matthäus di Giovanni. Lot-ttrri II. bog. u. diruttu p. 5j.
Beccaruzzi (Franz), Maler von Conegliano in Friaul , folgte der Manier des Joh. Anton Re-gillo, genannt Porveno», für dessen Schüler er ge-haltenwird. Erarbeitete in seinem Vaterland und zuVenedig . Eine Geschichte des H. Franciscus vonAssis, in welcher man einige Bildnisse findet, ist,mit großer Mcisterhaftigkeit und Zärtlichkeit gemalt,in der Kirche zu Eoneglia zu sehen. Er be-eichnetsdieses Gemälde mit den Buchstaben Ist L. I). (stI. 217.
Beccelio (Caspar), ein geschickter Bildhauerzu Venedig , war einer der beßten Schüler dcs JacobSansovino. Mau zeigt von seiner Arbeit ein in Per-lenmuttcr geschnittenes Dildniß des berühmten FraPaolo Sarpi . p. 2. Xot. (Z). Dieser
Künstler hat einige Aehulichkcit mit C. Lecerra.
Bccck-etti (Joseph), Maler zu Bologna ,lernte bey dem jünger» Hercules K-'raziani. Einesseiner ersten öffentlichen Gemälde ist in der KircheSt. Beruhardus zu sehen, und stellt den seligen Bern -hardus Tolouiei vor, wie er den von der Pest be-rührten Kranke» beysteht. Er malte auch die Altar-tafel St. Jgnatius für die Kapelle Zambeccari inder Kirche St. Petronius. Brechern lebte um 1720.
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