Band 
Erster Theil.
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62
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62 Benedettk.

des XVHI. Jahrhunderts. Man zeigt von ihr einigeBilder in dem Kloster ihres Ordens, genannt St.Giuseppe alla Fratte; sie werden aber nicht so fastwegen ihrer Güte, als weil sie von einem Frauen-zimmer verfertigt sind, bewundert. Nti.

Benederri (Matthäus), ein geschickter Edel-sieinschneider zu Bologna , wird von Achillini undMafini angeführt. Er st. 122Z. Lftrr/Ee//i p. »6.

(Matthias), von Reggio , lernte beyHoraz Talami. Er malte Architekturen und Perspek-tive, mit welchen er 1701. das Gewölbe der KircheSt. Antonius zu Brescia zierte; in dieser Arbeitsianden ihm Hiacynrb (öarofalino und FranzLar'ro als Figurenmaler bey.

* Benederro (Anton), malte in dem HerzogsPalkaste zu Venedig in fünf Abtheilungen die Deckedes Zimmers der Regolakori alla Scrittura. Aa§-

Baptist di Benederro, Bildhauer zuFlorenz, lcräte bey Bartholome Ammanati . Er ver-fertigte an dem Leichengerüste des M- A Buonarotidie Statüe der Tiber . Aottar/ III. tH»ta p. iZ.hält diesen Künstler für den Baptist Lorenzi, ge-nannt del Eavaliere; folglich könne er auch nichtdes Ammanati, sondern des Bandinclli Schüler ge-wesen seyn. ^a5a» III. 787. Ein anderer Be-nederro, Geschichtsmaler von Genua , lernte beyI. Anton Sogliani. Er arbeitete zu Paris gegenEnde des XVI. Jahrhunderts. Johann Lucasdi Benederro, Maler von Eboli, kopirte die Ver-klärung von Raphael sehr genau und mit vieler Ge-fchicklichkeit. Er arbeitete zu Neapel um lass. Aet-te-'e L» is Aittn/a dl". 86. et 190.

(di); Dcynamen des Johanir Ban-dini und I. Benedicr Castiestione.

Benedirris (Dominicus de), Maler vonAlise inPiemont, lernte bey Fabritius Santa Fcdeund Guido Reni . Von ihm kennt man das Leben derH. Jungfrau an dem Gewölbe der Kirche D. Re-gina zu Neapel , worin man die Manier seines zwey-ten Lehrmeisters deutlich bemerkt. Er starb in seinemVaterland um 1678. 68. I. alt. Aome»rei II. 29Z.

* Benefial (Marc) , geb. zu Rom 168/,.lernte bey Bonaventura Lamberti , und malte im 19.Jahre seines Alters ein Altarblatt, welches bewun-dert wurde und ihm verschiedene andere Arbeit zu-zog. Allein als er sich allzujung verheyrathete, warder zum Behufe seiner anwachsenden Familie genö-thigt, geschwind und im niedrigen Preise zu arbeiten.Er vergesellschaftete sich nacheinander mit FranzGermisoni und Philipp Evangelist,, zwey mit-telmäßigen Malern, die aber durch ihre Bekannt-schaften viele Arbeit bekamen. Benefial mußte dieErfindungen zu diesen Gemälden entwerfen, und,nachdem seine Gesellschafter dieselben untermalt hat-ten , nöthigten sie ihn, sie vollends auszuarbeiten undmit ihren Namen zu bezeichnen. Endlich ward er die-ser niederträchtigen Bedingnisse müde, und da erseine Werke unter einem entlehnten Namen rühmenhört«, verließ er eine so ungleiche Verbindung. Mansieht viele von seinen Arbeiten in den Kirchen zu Rom und in den umliegenden Städten. Er war einer vondenen, welche i7i8.gewahltwurden, die Prophetenfür die Kirche St. Johann von Lateran zu malen;und von ihm war der Prophet Jonas. Seine selte-nen Talente bewogen den König von Sardinien , ihnnach Turin zu berufen, und brachten ihm auch denChristusritterorden zuwege. Dieser Künstler war eingroßer Beobachter der Natur, besonders im Aus-drucke der Gemüthsbewegungen, welche stark undpathetisch sind. Mit aller seiner Geschicklichkeit, undals einer derbeßten Maler seinerzeit, blieb er dochimmer arm, beneidet, und von seinen Kunstgenossenverfolgt. Einige Zeit vor seinem Tode ward er nochblind und st. endlich 1764- Dettei-en«/« V.2.

Benelli (Aurelius). S. Bonelli.

Benesi (Julius) S. Benzi.

Benerello (Ludwig), geb zu Padua ivZj.lernte die Maleren und studirre mit so vielem Fleiß

B e n 0 i st.

undVerstande, daß, nach seinen Anfangen zu urthei-len, man mit Zuversicht hoffen durfte, er würde mitder Zeit für sich selbst Lob und Ruhm erlangen, undseinem Geschlecht Ehre machen. Aber alle diese Hoff-nung ward durch seinen frühzeitigen Tod vereitelt,er st. 1222. in der Blüthe seiner Jahre. SeinFreund, I. Baptist Rota. verfertigte sein Grab-mal, welches in der Kirche St. Anna in Padua zusehen ist. Aräo/fi I. 7/,.

Benezer (der Heilige), von Avila bey Avig-non gebürtig, war Anfangs ein Schäfer, und wurdeder kleine Benedrcr genannt. Durch eine himm-lische Eingebung soll er den Bau der Brücke zu Avig-non unternommen haben, welchen er in zwölf Jah-ren zu Ende gebracht. Er st. 117/,. oder iig^j. undward in einer Kapelle auf einem Strebepfeiler dieserBrücke begraben. Da aber derselbe in Gefahr desUmsturzes stand , ward der Körper des Heiligen vonda 167/^. in die Celestinerkirche gebracht, wo er derVerehrung des Volks ausgesetzt ist. Man schreibtihm auch, wiewohl fälschlich, den Bau der H. Gei-stesbrücke z» Lyon zu; denn diese ward 1266. vonJohann de Thianges, Prior des Klosters zumH. Geist, erbaut. Le/iüie».

S. Benasech.

* Benfarro (Ludwig), genannt Vvife da!

Friso, Maler vonVerona, lernte bey seinemOheim,Paul Caüari, und ahmte seine Manier zum Erstau-nen nach Er hatte ein vortrefliches Gedächtniß, da-her Paul seine malerischen Erfindungen vor ihm ver-bergen mußte, damit er ihm in Ausführung derselsselben nicht zuvorkäme. Benfarro arbeitete zwarauch für sich selbst, bediente aber sich bald immer sei-nes Lehrmeisters Werke. Man findet sehr Vieles vonihm in den Kirchen zu Venedig . Eine Geburt der H.Jungfrau in der St. Paulskirche daselbst ist ziemlichschön gepinselt, aber übrigens sehr mittelmäßig.Zanerri sagt, Benfarro habe sich mit dem Altereine leichte und hurtige Manier angewöhnt, die derfehlerhaften Freyheit der gcmauierten Maler seinesZeiraltcrs nahe genug gekommen. Ludwig starb zuVenedig 1611. 60. I. alt. II. 1Z8.

Benincasa ( ), Kunstgießer von Gubbio ,

arbeitete um 167». zu Rom . Von ihm ist das reicheSacramentgehaus des hohen Altars der Kirche St.Maria della Vallicella in Erzt, nach der Zeichnungvon Ciro Ferri . Dfti.

(Johann) undFerranresMaglione,

bauten denalren könjgl. Pallastzu Neapel , nebstvie-len Kirchen und Wohnhäusern. Sie arbeiteten vieleJahre in Gesellschaft, und starben in hohem Alterum 1680. AoE»ici II. roi.

* Be»ring (Simon, und seine Tochter Le-rnn«), Guicciardini nennt ste Lurgens; einigeandere Borghesi. Sie waren von Brüssel gebür-tig , und malten in Miniatur. Unter der RegierungHeinrich Vlll. arbeiteten sie um 12Z0. in England.Levina, welche auch unter dem Namen Lavina diMaestro Simone bekannt ist, ward an einen Edel-mann verheyrathet und stand bey den KöniginnenMaria und Elisabeth in großen Gnaden. Simonhak nach H. Holdem geetzt.

Benning (R-), ein Engländer, etzte um 1760.zwo Aussichten, von der Stadt London , nach ihrerAnsicht in ib/,7.

* Bennini (Loren;), ein Florentiner, undCornelius Suinrus, ein Frankfurter, zweygeschickte Maler, wurden von Ulysses Aidrovandrgebraucht, alle Figuren seinerOrnithologie nach derNatur zu zeichnen, welche Christoph Coriolano her-nach in Hol; schnitt. Sie lebten gegen das Ende desXVI. Jahrhunderts.

* Benoisr (G.), französischer Kupferstecher,arbeitete um 1760 zu London . Man hat von ihmverschiedene Blatter nach Ravhael, F. Hals, High-more und Andern. Auch kennt man von ihm einigeFeldschlachten von eigener Erfindung; aber sei»Grabstichel ist etwas hart. Anr-a» Luppl.