Band 
Erster Theil.
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75
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Bigle.

Maler, lernte bey seinem Bruder Francia. Nr-ra»i III. 2l8.

Bigio (Nanni), Baccio, eines florentinischenBaumeisters Sohn, lernte die Bildhauerkunst bey^iaphacl da Montelupo und bey Lore»; Lotto, ge-nannt Lorenzctti. Er verfertigte die Starüe PabstElemens VI l. in dem Chöre der Kirche St. Mariaalla Minerva zu Rom , und einen Leichnam Christinaü) dem Modelle des M. A. Bonaroti, für dieKirche St. Maria deli' Anima. In der Baukunst warder durch Anron Ghiberti von St. Gallo unterwiesen.Er baute die Pallaste des Cardinals Monrcpulcianound des Herzogen Salviati alla Lungara, auch dasHaus Mattel nebst verschiedenen andern Gebäuden.Man giebt ihm aber Schuld, daß er, zuwider demRathe des Michel Angelo, bey Ausbesserung derMaricnbrückc zu Rom , unter dem Verwände, die-selbe von der unnützen Last von Quadersteinen zuerleichtern, sie dergestalt geschwächt habe, daß siefünf Jahre hernach r 557 . bey einer Ueberschwem-,nu»g eingestürzt; seither wird sie gemeiniglich diePonre rotto genannt. Eben so wenig Ehre legre Bi-gio bey Säuberung des Meerhafens zu Ancona ,und bey dem Baue der St. Pcterskirche ein, so daßer aufVorstellung des Michel Angelo von der Stelleeines Baumeisters dieser Kirche entsetzt wurde. —Sein Sohii Harinibal lernte die Malerei) bey FranzEalviari, der ihm in seinem Testamente sechszigScudi jährlicher Leibrenten samt r j. Gemälden undallen seinen Zeichnungen verordnete. III. 672.

und 8,jt>.

* Bignon (Franz), ein französischer Malerund Kupferstecher, gab die Bildnisse der Devollmächrtigten auf dem münstcrischcn Friedenscongrcssc auf55 . Blattern. S. den Art. Zacharias Heince. Erarbeitete auch nach N.Poussin u. s.w. L«a«8uppl.

B > g 0 iav 0; Beynamc von Franz Bernardi.

Bigordi; Familienname von DonnnicusGyirlandajo.

^Bihler (Albert, Lorenzund Ludwig), Gebrü-der und geschickte Silbcrlchmiede zu Augspurg, ver-fertigten künstliche Leuchter, große Spiegclrahmcn,Tische u. s. f. nach Dresden ; und in dem churfürstl.Pallaste zuMünchen werden zwey ausnehmend schöneTische von getriebener Arbeit von dem erster» ge-zeigt. Man hat auch einige von seinen Erfindungenrn Kupfer gestochen. Er >k. 1720. 57. I. alt. Lud-wig st. 1702. im Alter von 7V. Jahren. — Joh.Ludwig, dieses letzter» Sehn, war in dieser Kunstvorlrcflich; daher ihm das meiste von dem vielen Sil-bergcrarhe, welches 1701. u. i7ZZ.nach RiedingcrsZeichnungen für den Berlincrhof bestellt war, zu ver-fertige» anvertraut wurde. Er machte auch ein gölrdencs Service für den churbayerschcn Hof, woraufdie Geschichte dieses Hauses abgebildet ist. SemeArbeit war so berühmt, daß sie des Paul van Lia-nen seiner gleich geschätzt wird. Er st 1746. 5 s I.alt. — Sein Bruder Johann war, so wie er, einkünstlicher S überarbeit»!?, und machte Vieles an ob-gcmeldrer berlinischen Bestellung. Hierdurch erwarber sich den Titel eines königl. preußischen Hofjubc-liers, und legte eine scheueSilbcrhaudlung an. Die-ser Künstler st. i7 j 5 . ,g. I. alt. — Joh. JacobBihler gab ein Foi mularbüchlcin für Gold- und Sil-derarbcilcr aus Licht. Von Sterken Brief Vllr.

* Bikham (Georg), ein englischer Kupfer-stecher des XVIII. Jahrhunderts. Unter seine vor-nehmsten Werke zahlt man die Cartons von Rubens ,die er zu Tapezeieyen verfertigt hatte. Sie stellen aufgroßen Blattern den Frieden, den Krieg, das gül-dene und das eiserne Zeitalter in symbolischen Figu-ren und Siegeszeichen vor. Man hak auch von ihmverschiedene Kopien nach Rcmbrand; die Aussichtenu. s. f. von dem Pallaste und den prächtigen Gärtendes Grafen Lemple, Vicomte von Cobham, zuSlvure in der Grasschaft Baksbocning, welche Bik-ham nach M. Chatelains Zeichnungen auf 16. Blät-tcrngab. Vermuthlich ist die Beschreibung derMerk-würdigkeiten zu Kensingron, Hamptoncourt undWindjor von seinem Aufsätze.

Binet.

Bilerr. S. Bylerr.

Bitivelri (Anton), von Geburt ei» Deut-scher, lernte die Malerey zu Florenz bey LudwigCardi. Seine Manier ist zart, zierlich und groß;das Colorit ist schön, und die Gewänder sind edel.Man darf nur die Erhöhung Christi am Kreuz in decLheatinerkirche zu Floren; betrachten, um die vor-lrcflichen Talente dieses Künstlers zu erkennen. Erst. 1644 68. I. alt. Man findet unter den Blätternder Galerie Gcrini eine H- Familie nach ihm. 65 m-

p. 66.

— oder B tlivert (Johann), ein Flo-rentiner , malte für die Kirche St. Calixtus zu Rom eine Tafel, aufwelcher der Manyrtod dieses Heiligenabgebildet ist. Er blühete um 1640.

BilIandel ( ), französischer Baumeister,

war um 1769. Mitglied der Academie zu Paris . F)

* Bill, (Jacob), Kupferstecher, vielleichtBelly.

* Billy (Anton und Niclaus), vermuthlichfranzösische Kupferstecher, blühete» gegen das Endedes XVII. Jahrhunderts zu Rom , wo sie einenKunsthandel trieben. Sie arbeiteten nach G. Reni,P. Bcretino, C. Pignvli, P. Mignard, I. D Cer-rini u. s. w. — Ein anderer * hliclaus Billy vonRom arbeitete um 1760. als königl. Kupferstecher zuNeapel an dem Museo Hercnlano. Man findcl auchvon seiner Arbeit in dem Museo Fiorenrino. S. denArt. Joseph AUoja. ( 7 «„ste//mr.

Bimbacci (Athanasius ), florentinischer Ma-ler, den der Großherzog unter Ciro Ferri zu Rom studiren ließ. wetter e /er V. rgo.

* Bl'mbl (Bartholome), geb. zu Florenz i6j8,lernte bey Lorenz Lippi und Angelus Gori, und maltesehr schöne und natürliche Blumen, auch zuweilenandere Bilder. 65 mi-imtt'.

BiINrer ( ), ein holländischer Geschichts,

maler. Von seiner Arbeit sieht man in dem preußi-schen Schlosse Sanssoucy.

Bin. S. Bittn.

Binago (Lorenz), Barnabitermönch und Bau-meister z» Mailand Nach seinen Zeichnungen warddie vortreflich schöne Pfarrkirche St. Alexander iniüu2. zu bauen angefangen. Lair-u-ia.

Bi nascht. S. Beinaschi.

Binar (Heinrich). S. Dinanr.

Bind (Caspar). S- den Art. Renib.

* Binck (Jacob) von Nürnberg oder vonCölln, war einer der besten Kupferstecher seiner Zeit.Er arbeitete zu Rom unter Marc Anton Raymondinach Raphacls -Werken. Man hat auch Blatter vonseiner eigenen Erfindung, die, wegen ihres kleinenFormats, einen Platz unter den Werken der soge-nannten kleinen Meister bekommen. Er wird auchunter die Formschneider gezahlt. Christ hat dessel-ben Zeichen an verschiedenen Stellen seines Buchsangeführt. Er st. um r 56 c>. Doppelmayr S.200.

Bindelli (Hypolitus). S. A-Marescorri.

Binde« (Johann), Maler zu Antwerpen ,ahmte den Rubens in Figuren, und Vandyk in Bild-nissen nach. Er war ein vertrauter Freund des PeterEnaycrs Die meiste Zeit seines Lebens bracht' erin seinem Vaterlande zu, und starb daselbst um 1670.e?«arle-ttr Dieser Künstler wird in der Geschichteder niederländischen Maler nirgends angeführt.

Bindonio (Angcletto) war, nach Fuvierri(Op. VI.), der eigentliche Namen des Giorro, wo-von dieser die in Italien stark geübte Abkürzungseyn soll.

* Bin er (k.), französischer Kupferstecher desXVIll. Jahrhunderts, arbeitete viele Blatter nachVcrnet, Grenze u. s. w. Lasa».

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