^6 B i n g.
B i n g. C. Bpng.
Binn (Hans), Baumeister zu Nürnberg , warwegen seinen vortreflichen Handrissen berühmt. Erst. i6Z,P Doppelmayr S. 220. — Ein andererHans Binn ist in dem Art. Wolf Brrckner zufinden.
Bino; Beyname des Bernhard,» Sozi.
Bion, ein Milesier, und ein anderer Bion vanElazomene oder Chio; beyde antike Bildhauer.
* Birago (Clemens), Edelsteinschneider vonMailand , arbeitete an dem spanischen Hofe unterder Regierung Philipp II . Er wird für den Erfin-der, in Diamanten zu graben, gehalten, und ver-fertigte in solcher Arbeit das Bilvniß des InfantenDon Carlos , und den Siegelring dieses Prinzen;Werke, die mehr für etwas Seltenes als Vorkref-liches gehalten wurden. Er lebte um die Mitte desXVI. Jahrhunderts. S- den Art. Jacob Trezzo.Tttconche.
* Birckart (Anton), deutscher Kupferstecher,arbeitete zu Prag, und um 17ZU. zu Wien . Mankennt von ihm den Martyrtod von 4 c>. portugiesischenJesuiten , nach Dourguignon u. s. w.
Blrckeninazeer oder Birckheimer. S.Burgnrayr.
Birckner (Wolf), Maler von Bareuth, ar-beitete um 1610. zu Coburg . Er war Johann WeycrsLehrmeister. Um gleiche Zeit lebten auch drey Maler,Namens Johann Binn, Peter Sengelanb undVeit Dnnpel von Heidelberg , welche alle vonChrist S- 2!jZ. angeführt werden.
Bisbinck (Bernhard). S. den Art. Chri-stian Otriep.
* Blscarno (Joh. Andreas), Landschafts-maler zu Genua , zeigte einen ziemlich guten Ge-schmack in seinen Gemälden, die er aber, um vielzu gewinnen, mit einem sehr flüchtigen Pmsel aus-arbeitete. Er starb an der Pest ihH. — Sein Sohn,* Barrholome, lernte bey Valeriuö Castelii.Die Umrisse seiner Figuren, das Feine der Ausar-beitung, und seine geistreiche Manier die Falten derGewänder zu zeichnen, machen, daß seine Gemäldesehr gesucht werden. Man zeigt in der Dresdner-gallerie drey historische Bilder von seiner Arbeit.Mariette zu Paris besaß sechs Zeichnungen von die-sem Meister, die um 2507. Livres verkauft wurden.Dieser Künstler etzte verschiedene Blatter von seinenErfindungen; die meisten bestehen in Devotions-stückeu, unter welchen man eine Geburt Christi, dieAnbetnng der Weisen, die Beschneidung und einBacchanale vorzüglich unterscheidet. Auch diese müs-sen des Marierre Catalog zufolge sehr selten seyn.Er starb ebenfalls 1657. blos 25. I- alt. Joseph Ca-merata hat aus gemeldter Galerie die Geschichte desehebrecherischen Weibes nach ihm gestochen. Xo-jN'ttM p. 201. u. 20Z.
Bischop (Abraham), des Cornelius Sohn,malte allerhand Geflügel mit einer kräftigen undreinlichten Manier, in welcher cr große Bilder ver-fertigte, die meistens in der Provinz Seeland zusehen sind. Er blühete um das Ende des XVll.Jahrhunderts, //^ermtt»« II. 271.
— — (Cornelius), Maler von Dortrecht,lernte bey Ferdinand Bol . Man kennt von ihm Ge-schichte und Bildnisse, in welch letzter» er sich beson-ders hervorthat. DieBegierde, viel zu gewinnen,verleitete ihn, sehr mittelmäßige Arbeit zu verfer-tigen, unter welchen man besonders viele auf Hol;gemalte Figuren zahlt, die man ausschneiden undin Garten und Nischen zu stellen pflegte. Erst. 1674.
I- alt. II. /zZZ.
— — (Jacob), des Cornelius Sohn, lerntebey Augustin Terwesten. Er malte historische Ge,genstande aufTücher und an den Decken der Zimmer,//üs^ermttinr II. 270.
Bissoni.
* Bisch 0 p (Johann) von Amsterdam , zeichnetesehr wohl auf weißes Papicr, und wußte die Ma-nieren der größten Künstler in Wasserfarben nach-zuahmen. Er etzte auch ein gutes und nützliches Zei-chenbuch von 07. Blättern, welches er mit gelehrtenAnmerkungen bereicherte, und darin den guten Ge-schmack und das Feine der beßten römischen Model-len anzeigte. Aber ein Theil seines Vorhabens wurdedurch seinen frühzeitigen Tod unterbrochen. SeineBlätter haben etwas sehr Angenehmes, eine leichtefreye Manier, die gleichwohl kräftig und reich inder Ausführung ist. Unter seinen Statuen sind guteFiguren; er fehlt zuweilen in der Zeichnung, aber.seine schöne Manier ersetzt allen diesen Mangel. Die-ser Künstler war auch ein geschickter Sachwalter beydem Hofe von Holland , und es ist in der That zubewundern, daß ein Mann von zwey so verschiede-nen Beschäftigungen in beyden so vollkommen hatwerden können. Er st. 1686. 40. I. alt. //Vz/rr-»miur III. 47.
Btscia (Georg) und Hiacpnrh Tana, Kunst-gießer zu Rom , verfertigten die gestreiften und mitLapislazzuli gezierten Säulen, samt ihren Fußge-fiellcn und Kapitellen von vergoldetem Erzt, an demAltar der sehr prächtigen Kapelle des H. Jgnatiusder Kirche Jesu, nach Modellen von Andreas Ber-toni. /(oma untt'ca e mach-»rn.
* Biser (Carl Emanuel), geb. zu Mecheln
-6ZZ, malte Tanze, Spiel- und andere Gesellschaf-ten. Seine Zusammensetzungen sind fruchtbar undgeistreich, zuweilen aber ziemlich anstößig. SeineZeichnung ist richtig, sein Pinsel fließend und seinColorit gut, wiewohl etwas grau; es hat viele Achn-lichkcit mit des Ostade. Er arbeitete zu Paris , zuAntwerpen , wo er 1H7H Director der Academiewar,und zu Breda , wo er gestorben ist. Das vornehmsteBild dieses Künstlers sieht man in dem Saale derSchützengesellschaft zu Antwerpen ; es stellt die Ge-schichte des Wilhelm Tell vor. Die Architektur die-ses schönen Stücks ist von Hardenbergh und die Land-schaft von Himmelracth. — Johann Baptist Bi-ser, Carl Emanuels Sohn, malte Geschichte undBildnisse. II. 46g.
* Bl'si (Donaventura), Minorit von Bologna ,lernte bey Lucius Massari. Er malte in Miniaturnach Guido Reui und andern. Die Zierlichkeit undAnnehmlichkeit, mit welcher er seine Bilder verfer-tigte, haben ihm den Beynamcn padre pitrorinoerworben. Erarbeitete für viele Staiidespersonen,insonderheit für den Herzog von Mvdena. Diesergeschickte Künstler etzte auch einige Blatter nach FranzParmesan, Guido Reni u. s. f. Erst. 1662. ss-Ich-
I. 5 üc>.
Bisogni (Andreas, Camillus und Paulus),Gebrüder, Bildhauer zu Mvdena, die in Figuren,Laubwerk, Einfassungen u. s. f. schöne Merkmaleihrer Kunst in verschiedenen Städten hinterließen.Sie blüheten um den Anfang des XVll. Jahrhun-derts. /-(schütt«! p. I IS>.
Bl'sschop. S- Bischop.
Bissolo oder Bissuola (Franz), einVe-netianer, malte in der Kirche St. Petrus Martyr zuMurano den Heiland, wie er der H. Catharina mitder einen Hand eine Krone von Dornen, mit der an-dern eine von Gold zeigt: Ein Bild, welches inBetrachtung seines Zeitalters bewundernswürdig ist,indem er sich darin einer angenehmen Manier, wel-che der neuern nahe kam, bediente. Dieser Künstlerblühete um 1200. I. HZ.
Bissoni (Dominicus), Bildhauer von Vene-dig , arbeitete zu Genua , wo er gemeiniglich der ve-nerianer genannt wurde. Er verfertigte aus Holzund Elfenbein so vortrefliche Kruzifixe und andereBilder, daß Fürsten , Kirchen, Bethäuser und Durch'reisende von seiner Arbeit verlangten. Er st. ibög.Xox>»-a»i x. 029.
* — — (Joh. Baptist), ebenfalls genannt dervenerianer, lernte bey seinem Vater Dominicus.