Band 
Erster Theil.
Seite
91
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Franz Sal-das Bild-ü'niatur bey- und Was->nd Mord-ich- Unterssvßherzogl.ehr reichesk, welcheserschiedeneninen, Gold,sreliefs undist. Mann Bergcry-us Gefäße,ben zu gie-»n Fürsten,Er half ar-igten, und§r st. i6»6.betrauert.

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genanntscianifchenher schöpfteupferstichenin Kirchensters Werkenalden eineLebhaftig-usdruck derui. SeineWerke besus Roma-acke malte,Brescia ,raben. -Lr-

Mailand,gleichsam) zierlicheund Pallä-ie bekrächt-st. 4622.

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nrlstncke, die er meistens bey dem Kerzenlicht vor-teilte, und wegen ihrer Kunst reichlich belohntwurden, van Boonen ward auch an den Hessen -Darnistädtischen Hof eingeladen; seine daselbst ver-fertigten Bildnisse von der fürstlichen Familie wur-den an die vornehmsten Höfe in Europa versandt.Dann arbeitete er noch an verschiedenen deutschen Höfen, und begab sich endlich 1696. nach Amster-dam . Hier sieht man in einem Saale des Spinn-hauses die Bildnisse der Vorsteher auf vier großenTafeln von seiner Arbeit Endlich malte er auch eineunzahliche Menge Bildnisse der vornehmsten Per-sonen, die von Zeit zu Zeit diese Stadt besuchten,und von van Gool weitläuftig angeführt werden.Alle seine Gemälde zeigen in der Anordnung, Colorit,Kraft und Zärtlichkeit, die Manier seines zweytenMeisters an, und er wußte ihn über alle seine Mit-schüler aus glücklich nachzuahmen. Er st. 1729.6c>. I. alt. A. van Haien , P. van Gunst, N. Ver-koste, I. Houbraken und andere Kupferstecher habennach ihm gearbeitet. — Caspar von Boonen, Ar-nolds Bruder und Schüler, malte zu Rotterdam viele Bildnisse, in welchen er die Kenntlichkeit wohlzu treffen wußte. Er starb mit seinem Bruder ingleichem Jahre, 87. 1 . alt. ^»600/1.294. u.-si-p

* Boons (D. und I. van), zwey niederlän-dische Kupferstecher; der erste arbeitete nach M. deV06 u. a. Matham hat nach seinen Zeichnungen dieOvidischen Verwandlungen gestochen. I. arbeitetenach A. Lempesta.

* Boos (Roman), geb. zu Roshaupten ohn-weit Füssen 1/35, lernte bey Anton Sturm , Bild-hauer daselbsi, und arbeitete hernach bey dem chur-fürstl. Hofbildhauer zu München , Johann Sträub.Auch studirke er einige Zeit auf den Academien zuWien und zu Augspurq. Alsdann arbeitete er fürverschiedene Kloster in Bayern , und setzte sich zuMünchen , wo er den Schutz bes chnrfürstl. Hofeserlangte. Aunstzeitung 1770. S. 282.

* Boosbooin (Simon), Bildhauer und Bau-

meister, geb. zu Embden 1814. Arbeiter: mit gros-sem Ruhn« in churfürstl. Brandenburgischen Dienstenzu Berlin . Man hat von ihm eine holländische Ue-bersetzunq von Scamozzi's Werken, die 1688. zuAmsterdam erschien. Eben so eine Beschreibung derV. Ordnungen der Baukunst, von ihm, trat 1879.zu London in Englisch aus Licht. >

R 0 psom ( ), Blumenmaler zu Rom , wird

unter die Schüler des berühmten Mario Nuzzi ge-zählt. Er war der Cakharina du Chemin Lehrmei-ster. /e lll. 187.

* Borbone (Niclaus), Kupferstecher zu Bo-logna , arbeitete nach G. Reni u. s. w.

* Borboni (Jacob). Baldinucci schreibtdiesem zu, was Soprani von J.Bargone meldet.Dieses haben Grlandi und seine zwey Nachfolgerunter beyden Titeln nachgeschrieben

* — — (Mattheus und Dominicus), Gebrü-der, Maler zu Bologna , lernten bey Gabriel Fer-rautiui, Jacob Cavedone, Julius Cesar und MarcAnton Fellini Diese Borboni waren sehr geschickteArchitcckur- und Figureumaler. Sie arbeiteten um16^». zu Avigno», Lyon , und in andern StädtenFrankreichs . Ma/rmrm I. 267.

* Borchr (Heinrich van der), geb. zu Brüsseli 883 . Die Kriegsunruhen bewogen seine» Vater,sich mit seiner Familie in Deutschland zu flüchten,wo Heinrich die Malerey bey Egidiuü von Falken-bürg erlernte. Nach verschiedenen Reisen, die er

von andern Gelehrten öfters zu Rathe gezogen. Derenglische Graf Arundel hielt sehr viel auf ihn. Manhat von ihm einige geetzte Blätter; neben anderneinen Leichnam Christi von Joseph von Arimathea unterstützt, den er nach einer Zeichnung Parmesans

B 0 r d 0 n e.

nach Raphael verfertigte. I. Z27. —

Sein Soh» * Heinrich, geb. zu Frankenthal , giengmit seinem Vater nach Frankfurt . Der Graf vonArundel nahm ihn 16Z6 mit sich nach Wien , undließ ihn eine Reise in Italien thun; nach seiner Zu-rückkauft gieng er in England, und blieb bey seinemHerrn bis an dessen Tod; hernach trat er in Dienstedes Prinzen von Wales. Auch er etzte nach Ra-phael, I. Romano, F. Parmesan, P. Caliari,I. Rottenhammer u. s. w. L8 sie Lie.

* B 0 r ch t (Peter van der), geb. zu Brüssel -628.

war anfänglich Geschichtsmaler. Man weißt nichtob das Studium der Leidenschaften und Zufallen derMenschen, welches einem Künstler unumgänglichnöthig ist, ihm zuwider war — kurz, er legte sichbesonders auf Landschaften. Man findet seine Ar-beit häufig in Flandern , wo sie hochgeschätzt wird.In Johann Dols Geschmack etzte er eine große An-zahl kleiner historischer Landschaften nach seiner eige-nen Erfindung und nach andern Meistern; unter die-sen befinden sich 178. Blätter von Ovids Verwand-lungen. Theodor Galle hat sie 1622. zu Antwerpen herausgegeben. — Noch zählt man unter die Kup-ferstecher dieser Familie einen Andreas und * Ja-cob. Alle Kupferstiche »nd Holzschnitte der Malerdieses Namens befanden sich in dem Cabinette vonLorangere auf 677. Blättern. ll. 366 .

Borckeloo (I. van), ein niederländischerLandschaftenmaler, lebte um den Anfang des X VIII.Jahrhunderts. Man findet ihn in dem winkler-schen Cabinerre S. 11. angeführt.

* Borde (Johann de), französischer Maler,arbeitete zu Rom , wo er das Gewölb der Sakristeyin der Jcsuiter-Noviciatskirche St. Andreas malte.

s -»vife--»«.

Bordenave ( ), Bildhauer aus Lothrin-

gen , ward Professor der Academie. Sr-ensteviKe.

S. den Art. Johann

Bordier (Jacob).

Periror.

Bord ieu (Peter du), ein guter holländischerBildnißmaler, lebte um die Mitte des XVII. Jahr-hunderts. M Natalis, Th. Mattham , L. Vorster-man, vornehmlich aber I. Suydcrdoef haben ver-schiedene schöne Blätter nach ihm gestochen.

B 0 rd 0 n (Sebastian). S. Bourdon.

Bordone (Denedict), ein berühmter Geo-graph«:, Cosmographe und Miniaturmaler zu Pa«dua. Man sieht von ihm mit dergleichen Arbeit ge-zierte Bücher in dem dafigen Kloster St. Justin«,worin man die Manier von Andreas Mantegna ,seinem Zeitgenossen, bemerkt. Er wird für den Vaterdes berühmten Julius Cesar Sraliger gehalten.Sein Grabmal ist in der Pfarrkirche St. Daniel zuPadua zu sehen, /sonetti p. n8.

* — — (Paris ), von einer adelichen Familieaus Trevisa gebürtig, lernte bey Titlan Vecelli.Er gieng 1889. in Frankreich , wo er die BildnisseKönig Franz ll. und des vornehmsten Frauenzim-mers seines Hofs malte. Er starb in seinem Vater-lande / 5 . I. alt, um 1898. und ward in der KircheSt. Marcelilno zu Venedig begraben. Seine Ge-mälde sind sehr reinlich und angenehm, von zier-lichen Gedanken nnd leichten Wendungen. Er klei-dete seine Figuren mit anständigen, meistens seidenenGewändern. Seine Färbung fiel mehr ins Graueund Gelblichte als ins Rothe. Nach der Manier sei-nes Lehrmeisters malte er sehr angenehme Landschaf-

fi rstiche in des Erzherzog Leopolds Galerie. — SeinSohn, dessen Taufname unbekannt ist, malte Da-niel in der Löwengrube; ein Bild, welches man inder Kirche St. Maria formosa zu Venedig findet.

1. 209.

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