Band 
Erster Theil.
Seite
110
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HO

Bruneiti.

Architektur und die Verzierungen, so wie Carl pJa-roire die Figuren. Die Brunerri verfertigten auchgleiche Arbeit an den Treppen des Lustschlosses Bel-levue und des Hotel von Soubise, wo die Figuren,Säulen, Masken und andere Aierathen in Oclfar-den so künstlich gemalt sind, daß das Aug dadurchgetauscht wird, da man sie für Basreliefs ansieht.S. Fessard hat gemeldke Kapelle auf 16. Blatter ge-stochen. ör-ice.

Brunettl (FranzBildhauer zu Rom , ver-fertigte einige Arbeit in der Kirche St. Maria dePorta paradisi und an dem Porrico der St. Peters-kirche. S. den Art. Ant. Aligmm. ^iti.

— — (Horaz ). S. Brum.

— — (Sebastian), Maler zu Bologna , lernte

bey Lucius Massari und Guido Reni . Er machtesich durch genaue Nachahmung der Handrisse großerMeister berühmt. Man sieht von seinen öffentlichenGemälden, die er aber blos zu seinem Zeitverkriebeverfertigte, in den Kirchen St. Maria maggiore ,St. Giuseppe und St. Margaretha. Er lebte umi 65 o. I. 56 1.

Bruni (Bruno), malte in der Kirche St. Je-remias zu Venedig ein Aitarblatt, worauf die HH.Johannes, Ieremias und Augustinus vorgestelltsind. LsnnF/ra.

— — (Dominicus), Maler zu Brescia , lerntebey Thomas Sandrini. Von seiner Geschickkichkeitin Verzierungen, Pcrspecliven, Saulenwerken u. s. f.findet man schöne Proben in dem Chöre der Karme-iikerkirche zu Brescia . Er malte dieses Werk i 63 j.«nd st. i 566 .

* — — (Franz), etzte viele Blatter; nebenandern eine große Himmelfahrt Mariä, nach G.Reni .

* — — oder eher Brri nett i (Horaz ), Kup-ferstecher und Formschneidcr von Siena , arbeitetenach A. Lillio, R. Manetti, Fr. Rusticchino, A.Tempcsta, R. Vanni, A. Petrazzi u. s. f. /e Comtelil. 254 - S. auch den Art. P. Brea.

— — (Virgil). S-den Art. Loren; Gan-dslfo.

* Brunn (Franz und Jsaac), Kupferstecher»on Strasburg ; der erste verfertigte um 1620. vieleBildnisse von der kaiserl. Familie u. s. w. Christführt S. 178. und 2Z0. ihre Zeichen an. Don Jsaackennt man Goldschmieds- und Musivarbeiten. ( 7 a,r-fle.Lrri.

Bru nner; dieses soll der eigentliche Familien-name des Perspectivmalcrss).A"dreaepo;;o seyn.

— — (Martin), Stahlschneider von Nürn-berg , lernte bey Jacob Wolrab Er besuchte dar-auf einige vornehme Städte in Deutschland , wo erseine Kunst fleißig übte, so daß er bey seiner Heim-kunft den Ruhm eines geschickten Mannes erlangte.Er st. 1725. 66 . I. alt. Doppelmayr S. 280.

Bruno. S. Giovanni.

— — (Julius), Maler aus Piemont, lerntezu Genua bey Lazarus Lavarone und Joh. BaptistPaggi. Er zeichnete zwar sehr wohl; da er aber zuAusarbeitung seiner Werke keine Geduld und Ge-schicklichkeit besaß, versuchte er es, kleine Tafelnmit einer leichten und flüchtigen Manier, welche dieItaliener Macchia nennen, zu arbeiten, und hattedas Glück, daß diese Arbeit den Kunstverständigengefiel. Als 1626. der Krieg zwischen Savoyen undder Republik ausbrach, ward er gezwungen sich vonGenua weg in sein Vaterland zurück zu begeben, woer auch starb. — Sein Bruder Joh. Baptist arbei-tete in gleichem Geschmacke, .b'opr-am p. 5 ig.

— — (Sylvester). S. Morvtllo.

Brunsino. S. Bronzino.

Brusaserro (HicronymuS), Maler zu Ve-nedig , folgte in seiner Jugend dem Geschmacke seines

' B r y.

Lehrmeisters Niclaus Bambini. Er arbeitete mitwunderbarer Fertigkeit, und zierte mit seinen Ge-mälden Kirchen und Palläste; viele derselben wür-gen hin und wieder in Europa versandt. In der gros-sen Schule St. Theodorus malte er die EnthauptungSt. Johann des Täufers; in der Kirche St Mosesdiesen Propheten auf dem Berge Sinai, und dasGewölb der Kapelle des großen Altars. Seine Ma-nier ist gut und von großen Parthien in Licht undSchatten, aber ein wenig zu schwach im Colorit. Erblühete um 17Z0. LanaZ-üa.

Brusasorci; Beyname von DominicusRicci.

Brusca (Jacob). S. Breuck.

B rus co; Beyname, den Corneliuspoelem-burg von der niederländischen Malergesellschaft zuRom bekam; einige nennen ihn Sariro. Unterdem ersten Namen wird er von Donienici II. 2Z2.angezogen, wettere LN /a II. 67.

Bruservind (G- F.) wird von Uffenbach II.56 . als ein kunstreicher Meister in Schnitzarbeit an-geführt. Er verfertigte die Kanzel der Marienkirchein Lübek.

Brüssel (Johann von). Sie M. Rodrigo.

— — (von'!, Beyname von Bernhard vanGrleze und Roger van der LVyde.

Brusrolon. S> Brostolon.

* Bruyn(de). Unter diesem Geschlechtsnamen

sind verschiedene Künstler bekannt. Als i) * Abra-ham , Kupferstecher und Formschneider zu Cvllni 5 ,u Man hat von ihm verschiedene, mit einemsehr trockenen und harten Grabstichel gestochene Blät-ter. Seine bcßte Arbeit besteht in Köpfen und Bild-nissen. Unter seinen Blättern befindet sich ein Buch,betitelt: Olversarurn Pentium armatura egnes-tris, zu Cölln 1677. in 4 °> gedruckt 2) Alexan-der, Baumeister zu Rotterdam 171.0. 3 ) *AnnaFrancrsca matte ihres Lehrmeisters Jacob FraucartsBiidniß, welches Wenzel Hollar in Kupfer geetzt.Sie war des Ritters Bullarr, der durch seine Aka-demie der Wissenschaften und Künste bekannt ist,Mutter. 4 ) Augustm. S. Brun. 5 ) * Corne-lius, genannt Adonis , geb. in Haag 1662, übtesich im Zeichnen und Malen von Prospecten nachder Natur. Er gieng nach Rom und Neapel , woer alle schönen Gebäude und Aussichten zeichnete.Dieser Künstler that in den Jahren 1678. und 1700.weitläufige Reisen in die Türkey, Moskau , Persienu. s. f die er beschrieben und mit vielen Kupferstichenherausgegeben. III. 297. 6) * Georg

gab mit Franz Hogenbcrg die Platten zu dem Nkes-rro Orbium Lr Livitatum Orbis terrarnm, wel-ches zu Cölln von 1572—1618. in sechs Foliobändenerschien. 7) *rIic!aus, Abrahams Sohn; mansieht in seinen Werken viele Blätter von sehr müh-samer und fleißiger Arbeit. Der Abt von Marolleszählte in seiner Sammlung igo. Seine Zeichnung istüberall in gothischem Geschmacke, und seine Maniermager und trocken; aller dieser Fehler ungeachtethaben sie ihre Verdienste, und die beßten unter den-selben, wovon man ein Verzeichniß inBasansDic-tionair findet, sind noch heut zu Tage von den Lieb-habern stark gesucht. Er arbeitete nach A. Bloe-maert, D Vingboons und nach seinen eigenen Zeich-nungen um 1610. 8) Theodor, geb. zu Amster-dam 1726, lernte bey Johann Engelbrecht. Er malteFiguren und Landschaften. Dieser Künstler arbei-tete zu Antwerpen und Paris . Lem-/ p. 77.

* Bry (Theodor de), Zeichner und Kupferstechervon Lüttich , war besonders in kleinen Blättern be-rühmt. Er setzte sich um 1570. zu Frankfurt amMayn. Seine Arbeit besteht in Geschichten undZierathen. Die Blätter, die er nach andern Kup-ferstichen ins Kleine gebracht, werden oft höher ge-achtet als die Originale selbst; sie sind sehr reinlichund zierlich, zuweilen aber ein wenig trocken. DieLiebhaber haben Ursche, dieselben zn suchen. Man