Ca stelli.
Lasrell, od. Lasrello (Hannibal), Maler zuBologna , lcrirle bey Perer Facini. Obwohl er DemFehler seines Lehrmeisters in allzustarkem Ausdruckeder Muskel» und Umrisse folgte, wurden doch seinezwey Gemälde in der St. Paulskirche gelobt. Nachherbegab er sich auf das Architektur - und Ornamentma-len auf frischen Mörtel, und verfertigte viele derglei-chen Arbeit um den Anfang des XVII. Jahrhun-derts. -M/Eia I. 568 .
— — (Hieronymus), Bernhards Sohn, malte,wie sein Vater, in Miniatur. Hovrmrr p. r 3 g. —Einen andern Hieronymus Laste!!, s. in dem Art.I. Baprist Bergamasco, seines Vaters.
— — (Joh. Andreas) , Maler zu Bologna ,lernte bey Hieronimus Curti. Er malte Architekturund Verzierungen, wozu Franz Larbone die Figu-ren verfertigte. Sie arbeiteten gemeinschaftlich zuBologna und anderswo in öffentlichen und Privat-gebauden große Werke auf frischen Mörtel. I. An-dreas lebte um i 6 r 5 . S. den Art. Lucas Bar-bier,. Hka/rMra II. 178.
* — — (Joh. Baptist), Bernhards Bruder,ein sehr fleißiger Miniaturmaler von Genua , lerntebey Lucaö Cambiast. Er ward nach Spanien beru-fen, wo er die Chorbücher des Klosters Escurialmit Miniaturen zierte; dann arbeitete er auch fürdie Königin Margarethe, von Ungarn. Lastest,brachte 1606. durch Vorschreiben König Philipp ll.bey dem Rathe zu Genua zuwege, daß feine Kunst-verwandten von den bisherigen Beschwerden frey,und die Malerey andern schönen Künsten gleich ge-halten wurde. Er erlebte das Vergnügen, daß seinSohn Georg, ein Kaufmann, in dem KönigreicheSicilien einFürstenthum erlangte. Johann Bap-tist fuhr in seiner Arbeit bis in das 90. Jahr seinesAlters beständig fort, und st. 16Z7. ä'o/iram p. 155 .Akt. f)arr,no erzalt in seinem Anhange zudesGr-landi Abecedario alle obbeschriebene Lebensumständevon Joh. Baptist Scorza, Sinibalds Bruder,und beruft sich deswegen auf Baldinucci (8ec. 5 .
, 55 .) — Einen andern Joh. Baptist Lastest ,findet man in dem Art. Bergamasco.
— — (Joh. Maria), Bernhards Sohn undSchüler. arbeitete in Miniatur, und erlangte hie-rin ein große Geschicklichkeit. §oz,ram p. 120.
* — — (Joseph Anton), genannt Lastellino,Maler von Monza in dem Herzogthum Mailand ,lernte bey Joh. Maria Mariani das Architektur -und Perspectivmalcn, in welchem er sehr schöne Ar-beit verfertigte. Er war auch in Laubwerk, Früchtenund Blumen unvergleichlich. Dieser Maler bedientesich der Beyhilfe seiner Vettern, Joseph Lastest,und Jacob Lecchini, mit welchen er zu Mailand arbeitete. Er starb um 1700. 6«a» re»ti.
— — oder da Litta d, Lasrello (Mat-thaus), ein berühmter und sinnreicher Baumei-ster zu Rom Von seiner Erfindung sind die Kir-che St. Maria della Scala und die Kapelle Ori-cellai in der Kirche St. Andreas della Valle. Er legteauch die Wasserleitung Felice an, und brachte sieZiemlich weit; aber sie ward erst hernach unter Six-lus V. von Dominien« Fonrana vollendet. Dtr.
— — (Michel). S. den Art. Franz Lastest,,seines Vaters.
— — (Niclaus). S. den Art. Lastello La-stest,, seines Vaters.
*— — (Stephan). S. den Art. Johannrvimbesti.
* — — (Valer), Bernhards Sohn, lerntebeyDominicusFiasellaundI.AndreasFerrari. ZuMailand studirte er nach Camillus Procaccini, undzu Parma nach Correggio . Bey seiner Heimkunftwaren alle Kirchen, Gallerien und Palläste für ihngeöffnet und verlangten von seiner Arbeit, wurdenaber durch seinen frühzeitigen Tod ihrer dem An-schein nach festgegründelen Hoffnung beraubt, in-dem er 1669. ö 4 - Ä alt starb. Seine Neigung zog>hn vornehmlich auf das Bataillenmalen, und er
Castiglione. 14,
ward in diesem Theile der Kunst vortrefli'ch. SeinGenie, sein Geschmack, sein Colorit, seine Zeich-nung und seine schöne Zusammensetzung verdienenalles Lob. Der Großherzog zu Florenz besiftt vondiesem Künstler ein großes Gemäld, welches denSabinerraub vorstellt. Es ist mit vielem Feuer zu-sammengesetzt und wohl grnppirk. Die Farbe istfrisch und kräftig, die Schatten stark und röthlich;aber es ist fehlerhaft gezeichnet, und die Hände sindklein. Ueberhaupk ist es im Colorit und Zeichnunggcmaniert. Seine vornehmsten Werke sieht man zuGenua . Man hat auch in England viele Cabinet-siücke von seiner Arbeit, welche hochgeschätzt wer-den. Eine H. Familie von I. Coelemans ist daseinzige Blatt, das nach ihm vorhanden ist.
Ca stell in, (Barlamus). S. Lastest»»,.
*— — (Jacob), Maler von Bologna , lerntebey Franz Gcffi. Man siehet von ihm die Anbetungder Weisen in der Kirche St. St. Trinita di St.Stefano, und den Kindermord in der Kirche St.Maria delle Rondini eine kleine Kopie nach GuidoReni . Ma/Era II. 357.
Lastellino; Veyname von Joseph AnronLastest,.
Lasrello (Avanzino da). S. Aucci.
— — (Johann da). S. Band,,«.
— — (Niclaus da). S. pirogentile.
— — S. die Art. Lastest,.
* Lasrellucc, (Salvius), Maler von Arezzo ,lernte bey Peter Beretini, den er zu Rom in einigenPrivatarbeiten und in seiner Geburtsstadt in öffent-lichen Werken nachzuahmen suchte. Er starb daselbst1672. 64. I. alt. — Sein Sohn * perer, geb. zuArezzo , 653 . gieng, um sich in der Kunst zu befesti-gen, nach Rom , und verfertigte daselbst Gemäldein Ocl und Fresco mit vielem Verstände. 6»arie »ti.
Last ell „s Gallus. S. Wilhelm Lhateau.
Lasrels (Alexander). S. Lastel.
* Casriels (Franz von), Landschaftsmaler,von welchem man in der Galerie von Saltzdahlumvier Bilder zeigt. Eberlein.
Lastiglio. S- Lasti'llo.
Castiglione (Darcholome da) , Maler,lernte bey Julius Pipi, genannt Romano. Er ar-beitete Vieles nach den Cartons seines Lehrmeisters,und man findet nichts von seiner eigenen Erfindung;indessen ist doch zu glauben, er müße ein geschickterMaler gewesen seyn, weil Julius sich seiner Bey-hülfe bediente, III. 329.
* — — (Franz), Joh. Benedicts einigerSohn und Schüler, folgte den rühmlichen Fuß-stapfen seines Vaters, und ward deswegen in seinemVaterlande für einen geschickten Künstler gehalten.Mau zeigt in der churfürstl. Bildergalerie zu Dres-den ein großes Bild von Thieren und Figuren vonfeiner Hand. Dieser Maler starb zu Genua 1716. insehr hohem Alter. 6rmrienti.
— (Joh. Benedict), Gregherro ge-nannt, ist in Frankreich unter den, bloßen NamenBenederro bekannt. Er ward 1616 in Genua geb.und lernte bey Joh. Baptist» Paggi, I AndreasFerrari und Anton van Dyk. Unter ihrer.Anleitungund durch den erstaunenswürdigen Fleiß, den eranwandte, nach den größten Meistern in Rom ,Neapel, Florenz, Parma und Venedigzu studiren,gelangte er in allen Arten der Kunst zur Vollkommen-heit. Er arbeitete in diesen Städten und zuletzt inMantua , wo ihn der Herzog in seine Dienste nahm,ihm einen Wagen unterhielt, und ein beträchtlichesJahrgeld ausmachte. Er starb dasebst 1O70. undward in der Hauptkirche St. Petrus begraben, woman sein Brustbiid in einem Medaillon von Stucco nebst einer Grabschrift, die Cadiol, anführt, sieht.