iZ2 Charpeiitier.
zu Harlem. Au Nürnberg 1662; die französi-sche Academie zu Rom 1667; im Haag 1682; zuBerlin 1696; zu Dresden 1697, und wieder er-neuerk 1763; zu Wien 170b, und wieder erneuert1726; zu padua 1718; zu Venedig und zu Tou-louse 1720; zu Genua , anfänglich durch I. D.Paggi, und hernach wieder erneuert 1701; zu Ma-drid 1752; zu Boppenhagen und zu Edimburg1 / 54 ; zu Lyon 1727; zu London 1769. Zu Mai-land brachte dieses Lconhard da Vince, zu Antwer-pen P. P. Rubens, zu Bologna der Graf vonMarsigli zuwege u. s w.
Tharpenrier (Johann), geb. in Brie umden Anfang des XVIII. Jahrhunderts, machte ver-schiedene Veränderungen in dem Hotel von Noaillesin der Straße St. Honorö zu Paris . Er zeigte seineGeschicklichkcit in mechanischen Künsten bey Anle-gung einer Kvrumühle, die er für den Marechal vonNoailles auf seiner Herrschaft Maiutenon mit demdeßten Erfolg ausführte Tbarpenrier zierte auchist. Zimmer des Schlosses de Champs mit neuen Ver-meidungen. vereintere./ruttyarLeIII. iZo.
* — — (P. F.), französischer Kupferstecher,arbeitete um 1760. Man hat von ihm verschiedeneBlätter im Geschmacke getuschter Zeichnungen, nachBerghem, Vanloo, Boucher, Fragonard u. s. w.
* — — (Renat), Bildhauer von Cuille in derPicardie, arbeitete zu Paris , wo er alle Bildhauer-arbeit des Jnnwcndigcn der Kirche St. Roch verfer-tigte , die wegen ihrer Leichtigkeit für eines der schön-sten Werke dieser Stadt «ehalten wird. Ervcrfertigteauch einen Theil von den Verzierung» der Haupt-treppe in dem Hotel von Toulouse ; dann einen En-gel nebst einigen Verzierungen von Bronze in derJesuiterkirche der Straße St Antoine Tdarpeiinervermehrte seinen Ruhm noch durch die Statue Me-leagers, welche er der königl. Academie zu Paris bey seiner Annahme 1710. übergab Dieser Künstlerarbeitete auch einige Zeit zu Berlin , wo er die kleinenLrophccn und andere Verzierungen des königlichenSchloßportalü zu Potsdam verfertigte. Er starb zuParis 172Z. /,(i I. alt Man hat nach ihm einenChrist und eine Kreuzabnchmuug in Kupfer gebracht.
tr/ieiu» y. 107.
— — ( ) Baumeister, warum 1760.Mit-
glied der königl. Academie zu Paris . A.
— — ( ) französischer Kupferstecher, lernte
bey Johann Balechou, und arbeitete um -760. zuParis nach S.Rosa,J. Vernct,Patelu.s.w. La§«n.
* Tharron (Martin), Baumeister und Bild-hauer zu Abbcville, blühete um r6rh. S. FranzAnguyer, semcn Schüler.
Tbartas, Bildhauer von Sparta, ist durch sei-nen Schüler Euchir bekannt. L>. VI.
* Tharrier(Peter), Echmclzmalervon Blois,verfertigte sehr schöne Blumenstöcke in dieser Kunst,und war einer der ersten , welche dieselbe in Aufneh-men bringen halfen. Reliüieu /'rinriz-eL cier vlitr
p-
Tbassel (Carl und sein Sohussohn Franz)waren berühmte Bildhauer in Lothringen . (EE-vi//e III. Gj.
» Tbastillon. S. Tbatillon.
* Tbaeeau (Wilhelm) von Orleans giengnach Rom , wo eine zufällige Bekanntschaft mit demgeschickten Kupferstecher Friedrich Greurhcr bey ihmdie Lust erweckt«, diese Kunst zu lernen. Er verfer-tigte viel schöne Blatter mit dem Grabstichel und derNadel nach N. Pousfin und andern. Der MinisterColbert liebte ihn, und belohnte seine Verdienste.Wilhelm starb zu Paris i68Z. 5 «. I alt. — Einerseiner Söhne wurde in der Miniatur berühmt, dieer ohne Zweifel bey seiner Mutter Anronia Heranlrerlernte. — *Mclaus Tbareall, ein anderer Kup-ferstecher, arbeitete in die Sammlung von Crozat,nach C. Coypel u. a. Er lebte um 17H0. S. denArt. Sebastian Anrenne. i'>/ävocat.
C h a u v e a u.
Tb a rel (Franz du), von Brüssel gebürtig, einerfindungsreicher Künstler und Schüler des jüngernDavid Tenier. Gleich seinem Lehrmeister, malte erTabaks- und Weingesellschaften, Balle, Märkteund Bildnisse von ganzen Familien auf einer einzel-nen Tafel. Im Colorit, im Helldunkel und in fleisrsiger Ausarbeitung seiner Werke war er sehr gesch ickt,wobey er auch die Perspectiv wohl verstand. SeineFiguren sind meistens nur einen Fuß hoch, und nachder Mode gekleidet Eines seiner vornehmsten Ge-mälde ist die Beschwörung des Eids der Treue derbrabandischcn und flandrischen Stande. Dieses Bildist i/P hoch und 2lV breit, und wird in dem Ritter-saale des Rathhauscs zu Gent aufbehalten. DasColorit, die Zeichnung und die Zusammensetzungsind in diesem vortreflichen Werke zu bewundern";man zählt mehr als louo. Figuren darin Dieser ge-schickte Künstler blühete um 1670. R. Nanteuil,R. Colliu u. s. f. haben nach ihm gestochen.cam/n II. 070. — Du Tbarel, eine holländischeMiniaturmalern!, lernte bey ihrem Vater, und ar-beitete zu Amsterdam , wo sie den berühmten Eglonvan der Neer heyrathete. Bsb. Zj.
* Tbare latn (Joh. Baptist Claudius), fran-zösischer Kupferstecher um 1760. Man hat von ihmBlätter nach Janet, de la Tour, H. Robert, C.N. Cochin, W. Bcllers u. s. w.
* — — (M.), englischer Maler und Kupfer-stecher, arbeitete an der Sammlung von Landschaf-ten, die um 17^0. zu London nach Cl Lorrain, C.Poufsin u. a. großen Meistern geliefert wurden. R-Houston hat nach ihm eine Landschaft mit Figurengeetzt. Dieser oder ei» anderer Landschaftenmalerdieses Namens war um 17ÖU Aufseher in der Tape-tcumanufactur aux Gobelins zu Paris . S. den Arr.G- Bikhaiii üai>a,/.
^ Tbarillon (Ludwig), von Phalzburg (Bar-don sagt von S. Menou in Champagne) gebürtig,malte emaillirke Bildliche für den französischen Hof.Einen gleichen Ruhm erlangte er im Kupferstcchen.In dieser letzter» Kunst arbeitete er nach Poussin ,Dominiquin, den Carraches, Rubens , S. le Clerc». s. f. Er war bestellter Zeichner der königl. Acade-mie der Wissenschaften. Dieser Künstler starb zu Pa-ris 17ZP 9b. I alt. Damire II. 219.
* Tbavannes (Peter), Landschaftsmaler zuParis , ward 1709. Mitglied der königl. Academie.Derselbe arbeitete noch um i7öc>. für die Tapezerey-manufackur aux Gobelins. Er gab die Zeichnungenzu den sechs Engeln, welche die Instrumente zurKreuzigung tragen, und in dem Chöre der Cathe-dralkirche zu sehen sind. Hurtrel, van Eleve, Poi-ricr und Magnierc haben dieselben geformt und inErzt gegossen. (Ei » p. 2',8.
Tbauffard. S. Tbossard.
Tbaufouriev (Johann), geschickter franzö-sischer Landschaftsmaler, ist durch seine Zeichnungen,die in den Sammlungen der Kunstliebhaber aufbe-halten werden, bekannt.
* TbaIIvcau (Franz), Maler und Kupferetzerzu Paris , lernte bey Loren; de la Hire, den er fastvöllig nachahmte, und etliche angenehme kleine Ge-mälde verfertigte; hierauf fieng er au mit dem Grab-stichel zu arbeiten, und brachte einige Werke seinesLehrmeisters in Kupfer, vertauschte aber diesen audie Radirnadcl, mit welcher er seine eigenen Erfin-dungen, in großer Menge geetzt, geliefert. Man fin-det zwar in seinen Werken nicht das Zarte und An-genehme , welches die Arbeit anderer Künstler beliebtmacht; aber niemand übertrafihn in dem Feuer, derStärke, der Verschiedenheit lind dem künstlichenSchwünge, den er seinen Zusammensetzungen zu ge-be» wußte. Wenn jemand eine Zeichnung von ihmverlangte, machte er verschiedene Entwürfe mit demGriffel auf eine Schrciblafel, und überließ dem An-geber die Auswahl. Thaiiveau arbeitete auch nachTirian, Dominiquin , le Sucur, le Brun u. s. f.Papülon zählt ihn auch wegen einigen Vignetten