C l e a r ch u s.
«W l,. XXXV. V. 5 . — Lleaurdes, einspanischer Künstler und Zeitgenoß des Diego Ve-lasquez, arbeitete zu Rom , wo er Landschaften mitFiguren malle. Er wird von F'elibien IV. 17h.angeführt, man findet aber beyvelasco keine Nach-richt von ihm. Vielleicht ist es nur der Beynameeines Malers-
Clearchus, Bildhauer von Rhegio, lerntebey Euchir. X. VI.
* Eises (Heinrich van), vortreflicher Land-schaftsmaler von Antwerpen, reiste lange in Italien umher. Die Zeichnungen, welche er an verschie-denen Orten verfertigte, dienten ihm zur Zusammen-setzung seiner Gemälde. Oft malte er die Gründezu Franz Floris historischen Bildern. Ein leichterPinsel und eine schöne Harmonie der Farben gebenseiner Arbeit einen großen Werth. Er kam i 5 ZZ. indie Mahlergesellschaft zu Antwerpen , und st. wieman vermuthet um 1689 Ch. Galle und A. Collaerthaben nach seinen Zeichnungen die Ruinen von Rom ,Prospecte und Landschaften gestochen — Sein Bru-der Wilhelm malte mit Ruhm Geschichten im Gro-ßen, starb aber in jungen Jahren. Oercam/nl. roh.
* — — (Ioas oder Joseph van), WilhelmsSohn, Maler zu Antwerpen , hatte eine schöne Ma-nier, und wurde für den beßten Coloristen seiner Zeitgehalten. Er bediente, nach des vasari Bericht,Franz I. König in Frankreich , mit Verfertigung vie-ler Bildnisse von Herren und Damen seines Hofes.Das Airarblatt der Wundärzte, in der Cathcdral-kirche zu Antwerpen , welches die H. H. Cosinus undDamianus vorstellt, ist von seiner Hand. Der Wahn-witz in welchen er verfiel, wird einer allzugroßen Ein-bildung auf seine Kunst zugeschrieben- Er blühete umraäo. und hatte einen Sohn, der ihm in der Kunst,aber nicht in der Thorheit glich. DezcampL I. io/j.
* — — (Johann van), Maler von Denloo,lernte bey Ludwig Primo, und Caspar de Craycr,dessen hinterlassene Werke er vollendete. Er zeich-nete besser als dieser, aber in dem Colorit blieb erhinter ihm zurück. Man hält ihn für den beßten nie-derländischen Maler in Gewändern Fast alle seineBilder bestehen in Altar - und Deckcustücken; ineinigen derselben kömmt er dem Niclaus Poußinziemlich nahe. Man sieht sehr viele Arbeit von die-fer Art in den Kirchen in Flandern und Brabant,besonders aber in Gent . Er st. 1716.70 Jahre alt.
igr.
* — — (Martin van), Heinrichs Bruder,lernte bey Franz Floris . Er malte anfangs große,nachher aber kleine historische Tafel», in welche seinBruder die Landschaften hinzuthat. Viele geschickteLandschaftsmaler bedienten sich seiner Arbeit in Fi-guren; neben andern Egidius Eonixloe. Er st.ho I. alt, und hinterließ vier Söhne: Egidius,welcher wohl im Kleinen malte, ein unordentlichesLeben führte, und frühzeitig starb. — Marti», ar-beitete in Spanien und Indien . — Vliclaus, lebtenoch 1604. und Georg, welcher jung starb. /)§§-ranz» 1. 10g — ssar! von Mander führt aucheinen andern Ioas oder Joseph, und einen Corne-lius van Cleef, beyde Maler, an-
EIeeinan, einer der ersten Formschncider, wirdvon Papilkon l. angeführt.
Elemente (Bartholomö), vortreflicher Bild-hauer von Reggio , dessen vasari in der Lebensbe-schreibung des Victor (Acarpaccio neben vielen an-dern Künstlern Meldung thut.
— — (der Abt von St.). Unter diesem Namenversteht man den Barrholomö della Garra.
— — (Prosper), des Bartholomö Neffe, eingeschickter Bildhauer. Er verfertigte das Grabmaldes Bischofs Rangoni, an welchem mau die lebens-großen Statuen, nebst zwey Genien sehr wohl gear-beitet siehet. Man findet auch in der Domlir-cbe zu Parma das Grabmal des Cardinals undBischofs Bernhard degli Uberti von Florenz vondieses Künstlers Arbeit; es ward 1048. verfertigt,
Llerc.
und wird sehr gerühmt; noch mehr aber das Grab-mal des Hauses Prati, an welchem die Bilder Fleischzu seyn scheinen. Ihre Stellungen sind sehr an-genehm, und die Köpfe haben ungemein rich-tigen und natürliche» Ausdruck. Die Händeund Füße könnten weder von Wachs noch mitdem Pinsel besser gemacht werden. Kurz, diesesWerk darf keinem von den kostbarsten, welche in denvornehmsten Städten Italiens gefunden werden,weichen, III.
* Elemenrina (Johanna Maria), berühmteMiniaturmalerin zu Turin um 1720. bediente sich desMartin von Meytens Unterricht, in der Zeit als er sichin dieser Stadt aufhielt. Man kennt das Bildnißdes Cardinals Ferreri nach ihrem Gemälde gesto-chen. Aeyssler 11. ^2.
Cleme »r 01, e; Beyname von El. Bocciar dr.
Eleochaves, antiker Bildhauer u. Gießer, ver-fertigte die Statue des Jsocrates in Bronze. Einigehalten ihn für denLeochares. /Notm; Voll. 260.
Cleodamus, Baumeister von Bysanz; blü-hete ungefähr unter der Regierung des Kaisers Varlerian. Fe/ibie» V. 1)8.
Eleoerhas, Sohn und Schüler des Ari'fto-cles. Man hat von ihm die Statüe eines mit demHelme bedeckten Mannes von Bronze, woran dieFingernägel von Silber sind. l^. 1 . u. V.
Eleomenes, baute die Stadt Alexandria IVI. Z6Z8. V. iZ. — Eleomenes, ein
Bildhauer, von welchem Asinius Pollio zu Rom et-was in seiner Sammlung besaß. .Man halt auchdie Statüe des Germanicus in dem königl. Gartenzu Versailles für seine Arbeit; sie verdient unterdie schönsten Ueberbleibsel des Alterthums gezählt zuwerden. I>. XXXVI. L. 5 . — Eieome«
»es, des Apollodorus Sohn,Bildhauer, verfertigtedie berühmte Statüe der Venus von Medicis ; manfindet seinen Namen daran eingegraben. Markerrehält diese Schrift für zweifelhaft; aber Winkel-inann findet seine Gründe dawider für unzulänglich.
Eke 0 n, Bildhauer von Sycion, lernte bey An-tiphanes. pausanias gedenkt verschiedener Sta-chen von seiner Arbeit. Er war besonders glücklichin Abbildung der Weltweisen. Mmri§D. XXXIV.L. 8. — Eleo», antiker Maler, machte sich vor-nehmlich durch die Schönheit eines Cadmus be-rühmt. — I.. XXX V.
*Eleopbanrus, einer der ersten Maler zuCorinth. Er arbeitete nach seiner eigenen Erfindungmit Farben von zerriebenen Scherben — Dieser,oder vielleicht ein andrer Cleophairtus, gieng mitDemaratus in Italien über, um den Verfolgungendes Tyrannen Cypsellus von Corinth zu entfliehen,wlnkelmanii sagt, diese Flucht sey mit TarquiniusPriscus vor der XD.Olympiade geschehe».
I.. XXXV. c. 3 .
Llerc (Cornelius van). S. Eleve.
* -(David le),geb. zuBern in dcrSchweiz,
1680. lernte bey Joseph Werner . In seinem acht-zehnten Jahre gieng er nach Frankfurt am Mayn,wo er sich durch seine Arbeit in Oel, Miniatur undEmail einen solchen Ruhm erwarb, daß er an denDarmstädtischen Hof berufen wurde. Hier malteer das Bildniß des Landgrafen Ernst Ludwig inMiniatur zu Pferde; dieses Stück, welches 2^ hochund I?/ breit war, wurde ihm mit hundert Dupplo-ncn bezahlt. Von da trat er in Dienste des Land-grafen Carls zu Cassel, in welchen er ön Jahre stand.Sein Herr erlaubte ihm dann, eine Reise nach Paris zuthun, wo er sich anRigauds Manier hielt. Nachseiner Zurückkunft arbeitete er einige Jahre zuFrankfurt , und gieng 171h- in England, wo erzwey Jahre blieb ; endlich setzte er sich in gedachtemFrankfurt haushablich nieder, und st. daselbst 17Z8.Seine Werke sind meistens Bildnisse in Oel und Mi-niatur, die er in großer Anzahl nach den meisten Fnr-
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