Band 
Erster Theil.
Seite
166
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r66 Coliglion.

an des S- de Ponraur Werke von den EroberungenLudwig XI V. 6r-cuciem//e. III. i 5 j.

*Tolignon od.Toligny ( ), BildhauerzuParis, verfertigte das indevKapetteS Charles derKirche S. Nicolas de Chardonnet befindliche sehrschöne Grabmal der Mutter des berühmten le Brünnach dieses letztem Erfindung. Toligncm st. 1702.A. de S. Aubin hat nach ihm das Bildniß des Ton-künstlers Lully gestochen. S. den Art. T-Drouin-6rice.

Tolin (Alexander), Bildhauer von Mecheln ,verfertigte das prächtige Grabmal Kayser Maximi-lian!. welches in der Franciscanerkirchezu Jnsvruckaufgerichtet ist. Man sieht auch in der Kunstkam-mcr des Schlosses Ambras , nahe bey dieser Stadt,einen aus Cedernholz geschnitzten Sabinerraub vonseiner vortreflichen Arbeit, und in der Bibliothekdieses Schlosses zeigt man Kupferstiche, welche dieBildhauerarbeit an obgemeldtem Grabmale vorstel-len, und für die einzigen Abdrücke angegeben wer-den. Er blühete um i 565 . Beyßlers ReisenBrief V. VI.

* ( ), französischer Kupferstecher,

arbeitete mit Tbatillon, le Tlerc, Dolivar undMaroran einerSammluug, genannt: Die kleinenEroberungen Ludwig XIV.

( , ), Stahlschneider,verfertigte 1709.eine Schaumünze auf Peter den Großen, wovonman in den Xumiznr. illst. p. 908. einen Kupfer-stich findet.

piemontefischer Bildhauer, arbeitete um

i/ 65 . mit vielem Ruhm zu Rom. ci'mr

Fr-arrfoix en /ta/ie V. 269.

^ Tolins de ldola (Andreas), Bildhauerzu Antwerpen, von welchem man in der Frauenkir-che ein schönes Grabmahl von Alabaster siehet, wel-ches Tolins für sich selbst verfertigte. Es stellt denLeichnam Christi aufdem Schooße seiner Mutter vor.Dieses Werk ist mit vieler Kunst, und insonderheitmit richtiger Zeichnung ansgcfübrt. Er blühete um1620. Man kennt diesen Künstler auch durch seinvon P. Jode nach van Dyck gestochenes Bildniß,welches man in der bekannten Sammlung von hnn-dert Blattern nach diesem letzter» anlrift. (Vr/e/Zecie DsLcnm/iä'.

(Michel). S. Tolxns.

(Richard). S. Tollin.

^ Tollaerr (Adrian und Johann), Vaterund Sohn, niederländische Kupferstecher. Der Va-ter arbeitete von - 52 s. bis Er hat viele Blat-ter mit dem Grabstichel ziemlich sauber gearbeitet;die beßten darunter find Jagden und Fischereyennach Joh, Stradan's Zeichnung, und eine Samm-lung von 42. Stücken, welche die schönsten Pferdevorstellen, nach dem gleichen Meister. SeinSohn * Johann gab die Bildnisse der Herzogevon Braband nach Qctav van Been, und die Er-findung der Künste, die er mit Theodor Galle in20. Blattern »ach gedachtem Stradan gestochen.Er übertraf seinen Vater in der Kunst.

* Tollandon od. Tollaudin ( ), ge-

schickter Landschaftsmaler von Cannes gebürtig,lernte bey Peter Franz Mola, und arbeitete zu Pa-ris um 1670.

Tollanres (Franz), Maler zu Madrid , warin Landschaften und kleinen Figuren vortreflich, vonwelchen man viele in den königl. Pallasten sieht. ZuBuenretiro sindetman einige Trinkgesellschaften nachdem beßten Geschmacke von seiner Arbeit, welchemit den Gemälden der niederländischen Künstlerwetteifern können. Der berühmte Murillo malteFiguren in einige von seinen Landschaften. Tollan-tes st. 1606! 57. I. alt. ivo.

* Tolle (Raphael dal), Maler von Dorgo St.Sepolcro, lernte bey Raphael und Jul. Romano,welchem er in seinen Werken behülflich war, nach

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seinen Zeichnungen arbeitete, dann aber auch nacheigenen Erfindungen malte. In den obern Galeriendes Vaticaus sieht man von ihm die Sündfluth unddie Verehrung des göldenen Kalbs mit einem stärkernColorit als I. Romano. Er blühete um ihjo. Indes Trozar Sammlung findet man Christus unterden Lehrern nach ihm, von N. lc Sueur in Helldun-kel gearbeitet. IIl. Z29.

Tolle (Simon dal), genannt de Bronzi,Bildhauer und Gießer zu Florenz um 1 so». Er ver-fertigte nebst vielen andern Künstlern ein Modell zuder ehernen Pforte der Kirche St. Johannes zu Flo-renz . S den Art. Loren; Ghiberri vasar, ge-denkt dieses Künstlers in der Biographie des Phi-lipp Bruneleschi.

* Toller (Jnigo und P.), zween Gcschichts-und Carricaturenmaler zu London , lebten um 1770.Jnigo ahmte den Hogarth nach; aber man findetin seinen Werken wenig Natur und viel Uebertrie-bencs; auch sein Colorit ist nicht untadelhaft. Erwar Mitglied der königl. Akademie. Clowes, L.Cook, Moris, Caldwall, Renoldson, Skayner,Grignion, Goldar u. s. w. haben viele Blatter vondrolligten Einfällen nach diesen Meistern geliefert.kJ. Biblioth. schöner Lvissensch XIV. 60.

Tolle tajo (Octavian ), geschickter Bildhauerzu Florenz , lernte bey Zenobius Lastricaki. Er warum chtlo. Mitglied der Küustleracademie seiner Gcburtsstadt.

Tolli (Anton), Architectnr- uyd Perspectiv-malcr zu Rom um -7Z0, war ein Schüler des be-rühmten Jesuiten , Andreas Pozzo. Er malte dieVerzierungen des Hauptalcars in der Kirche St.Pantaleon alle Scnole pie, welche Arbeit sonst sei-nem Lehrmeister fälschlich zugeschrieben wird. 7 Vi.

Tollin (Hiacynth). S. Vermont.

(Johann). S. Toli.

^ (Richard), Kupferstecher von Luxem-burg. Nachdem er sich auf der Academic zu Ant-werpen in der Zeichnung wohl geübt hatte, lernteer das Kupferstechen aus sich selbst und bracht' esdarimie sehr weit, wie man solches in dem Ritter-buch des güldenenvließes und inSa »drarrsAcademie sehen kann. Er arbeitete auch nach Ru-bens , Dieppenbeck, Qnelljmis u. s. f. Er hielt sichum 167«. zu Antwerpen, und um 1680. zu Brüssel auf. Gandrarr I. 383 .

Tollina (Maria), malte verschiedene Altar-blätter für die Kirchen zu Bologna , und lebte um1720. ^co5o.

* Toll ini (Jgnaz und Philipp), Gebrüder,Bildhauerzu Turin. Man siehet von ihnen Statüenund Basreliefs in den kouigl. Pallästcn zu Turin ,Stupiiiigi, zu Aglie, und in der Kirche Superba.Lurto/i I.

Tollst (Peter), französischer Baumeister, nachdeyen Zeichnungen Anton Mercicr ein Buch vonKaminen G 33 . gab. x>. 9).

Tolomba (Joh. Baptist), geb. zu Arcegnoin der Landvogtey Lauis i 838 , ward ein vortreflichecMaler in Del und Fresco. Seine Manier ist starkund wahrhaft, und seine Farbe warm. Er lharetliche Reisen in Deutschland , wo man seine beßteArbeit in dem Kloster St. Florian siehet. Als eingeschickter Baumeister verfertigte er Nisse zu verschie-denen öffentlichen Gebäuden, Kirchen und Altaren.Er war schon bey Jahren, als er in königlich-pol,nische Dienste trat, wo er in hohem Alter starb.FÜßlt IV. 1)2.

(Joh. Baptist« Jnuocent), geb. zuArcegno 1717, lernte bey Lucas Anton Colomba,scincm Oheim. Er that eine Reise nach Deutschland ,arbeitete zu Maynz, Frankfurt am Mayn, Mann-heim, München u. s. w. Zu Stuttgard trat er inhe zog! Dienste, wo er 18. Jahre die Stelle einesBaumeisters und Perspectiv.nalers des Hoftheakers