Band 
Erster Theil.
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176
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i°?6 Corte.

war auch ein großer Kenner der Malereyen, undmachte damit sein Glückz er starb aber frühzeitig ander Pest 1627. Ho/n-nm p. 212.

Carre (Franz della), war ein geschickter Per-spectivmaler. Sein Sohn Gabriel, malte Plusmen, und erlangte in dieser Kunst einen rühmlichenNamen. Er st. in seiner Geburtsstadt Madrid 1694./,6. I. alt. blo, 2uo.

(Johann della), geb. zu Madrid 1587.

malte Feldschlachten und Landschaften mit schönenFiguren. Erarbeitete sehr viel, und schilderte nebenAnderm die Thaten Kaiser Carl V. auf neun grosseTafeln, welche nachher gen Lissabon gebracht wur-den. Es scheint aus seiner Arbeit, daß er nach Tin-toret siudirt habe. Johann lebte um 1660 und wirdvon einigen, wiewohl mit weniger Wahrscheinlichkeit,für Cesars Bruder gehalten, X°. 109.

* (Valerius da), Maler zu Venedig ;lernte bey Titian und legte sich aufdasBildnißma-len. Er arbeitete zu Genua , wo er sich verheyra-thete. Neben obbemeldtem Cesar hinterließ er auchi( 77 arc Anron, einen treflichen Zeichner, valeriusst. um 1280. 20. I. alt. äo/n-am p. 282.

Corte! lino (Hieronymus), treflicher Bild-hauer; arbeitete zu Bologna an dem Grabmale desH. Dominicus, an welchem auch huclaus dell'Arca und Alphons von Ferrara ihre Kunst erwie-sen hatten. ZZumaldi, Masini und vasari kom-men in der chronologischen Ordnung dieser Künst-ler nicht miteinander überein. Luarienti.

(Michel), Maler zu Ferrara , lebteUM i5oo.

*Cortens( ), Abt und Kunstliebhaber;malte eine H. Cäcilia für die Pfarrkirche von An-derlecht in den Gegenden um Brüssel ; ein mittel-mäßiges Gemälde. äe D/LcaM/15.

Corresi. S. Courrois.

*Corronese (Joh. Baptist), Maler, vonwelchem man in einer Kapelle der Kirche S Gio-vanni Collaoita eine Tafel findet, in welcher dieH. Maria nebst zweyen andern Heiligen abgebildetsind. Drtr.

Corronna (Ascan da), Bildhauer, von wel-chem mau zu Siena in den Kirchen G. Niccolo inEasso und S.Raimondo einige Arbeit findet, 7 Vccr.

(Joh. Baptist da), S. A. Tast.

(Urban da). S. den Art. AntonFederighi.

(da), Deyname von Peter Bererino,Dominicus Boccadoro, Peter Paul Gobbo undLucas Sissnorelli.

Corvara (Cesar), Baumeister zu Rom , nachdessen Zeichnung die Kapelle Cimini in der KircheS. Antonio di Padova de Portughest erbaut wurde.Ditr.

* Corvi (Dominicus), vonViterbo, Schülerdes Franz Manzini, malte einige historische Tafelnfür die Kirchen S. Marcello al Corso und S. S.Lrinita zu Rom . Man sieht auch von ihm in derKirche S. Dominicus zu Turin eine Tafel, welchedie Pest vorstellt. 7 -ti.

* Corvina (Magdalena),war, vermög ihresvon Claudius Melan gestochenen Bildnisses, umi6Zo. eine geschickte Miniaturmalers zu Rom .

* Corvinus (Johann August), Kupferstechervon Leipzig ; arbeitete zu Augspurg. Man hat vonihm nach Carl Maria Pozzi's Zeichnungen: ^rris

sculptorise, vul^o Ktuocatoriae Paradigmata,

1708. Dann die sehenswürdigsten Prospccke desKönigreichs Dänemark, nach des C- MarseliusZeichnung, auf 7. großen Blattern 1728; die Aus-sichten der Favorike, eines Churmainzischen Lust-schlosses, auf 20. Blättern nach Salomon Kleiner ;die herzogliche Residenz zu Ludwigsburg nach Fri>

Cosmati.

soni, auf 26. Blättern, und einen großen Theilvon Paul Deckers Baukunst. Alle diese Werke wur-den in dem wölfischen Verlage herausgeben. Cor-vinus war in architectischen und perspektivischenVorstellungen ziemlich stark, aber in Figuren undBildnissen taugt er nichts. Er st 1728. 56 . I. alt.vonErerren Brief IX. Seine Tochter, Chri-,stina Rosina, arbeitete in gleicher Kunst, und hey-rathete den Maler Gabriel Spitzel.

Corybas, anticker Maler; wird unter desNicomachus Schüler gezählt. I.. XXXV.

L. it.

Cosander. S. Essender.

Cosarri (Lelius), von Siena ; ein in vielenschönen Wissenschaften geübter Edelmann, trat inden geistlichen Stand. Er kopirte die selten gewor-denen Holzschnitte des Andreas Ai-drcasi von demFußboden der Domkirche zu Siena , in welchemDominicus Beccafumi einige biblische Geschichtenin Marmor eingegraben hatte. Cosarri bediente sichbey diesen in kleinern Format gebrachten Blatternder Arbeit Balrhasar Gabbuggiani's, eines Flo-rentiners Beyde lebten zu Rom um 1740. Llot-tnrr II. 617. ^Vot. 1 .

Coscen; verderbter Name von Cochin.

Coeci; Beynamr von Johann Balducci.

Coscia (Dominicus). S. den Art. CarlGarofalo.

(Julius). S. den Art A. Alignini.

Cosentino (Jacob). S. den Art. ( 71 . A.bJicorera.

Coserri (Anton), Maler von Modena , vonwelchem man in dem Audienzzimmer des herzoglichenPallastes ein Gemäld findet, welches den H. PetrusMartyr , Dominicanerordens vorstellt.chuir / 4 -uncoi-, rn ^ta/ie l. 53 ,.

Cosiers. S. Coßiers.

Cosimo (Pater), ein Jesuit aus Burgund ;arbeitete zu Rom , wo er alle Oclgemälde in derKapelle der H Maria in der K irche Jesus verfertigte.Er malte auch die Rundungen über den Seitenpor-talen der S- Marcuskirche, welche Feldschlachtcnabbilden. Drti.

(di), Beyname des Andreas Felrrmo,des Cosinus piazza und des Peter Rosselli.

C 0 sini (Silvius), Bildhauer von Fiesole ; über-traf seinen Lehrmeister Andreas Ferrucci. Er ver-fertigte Skatüen, Grabmale und Brustbilder, vor-nehmlich aber seltsame Einfälle von Grotesken, dieer so gut in Marmor arbeitete, daß seine Werke demMichel Angelo wohlgefielen, und er ihn bey verschie-denen Anlaßcn gebrauchte. Es wird von Cosini er-zählt, daß er als Küster der Brüderschaft della Mise-ricordia, welche zu Pisa die zum Tod verurkheilteMissethäter begleite» und begraben, einen solchenwieder ausgegraben, zergliedert, und alle Theilegenau nachgezeichnet habe. Er lebte um 38 . undss (,5. I. alt. /Unr-i III. 267.

Coskpergenn vermuthlich Coksper-gen (Perer), ein Schrcibmeister, Miniaturmalerund Formschneider zu Mainz ; arbeitete mit seinemBruder Jacob Coskpergenn und Thomas Ferka-nach, beyde» Formschneidern, für perer Schoef-fer. einen der ersten Buchdrucker, perer Cosk-pergenn hat die bey der Messe übliche Ceremonienin 22°. in Holz geschnitten; dieses, obgleich gothi-sche, Werkgen ist dennoch ziemlich gut gezeichnetAndreas und Hieronymus Coskpergenn , Va-ter und Sohn, Abkömmlinge der obigen, übten ebendiese Kunst; Hieronymus hielt sich 1727. zu Paris auf. I. 120.

Cosmas (Paul). S. C- Piazza.

Cosmari (Cosinus und Adeodatns) Vaterund Sohn, zwey berühmte Musivarbeiter zu Rom .