Band 
Erster Theil.
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180
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rgo Courtois.

I. B. Bonacina, I. Wagner und andere nach ihmgearbeitet. — Ll- Courtois, Johanns dritter

Sohn und Schüler, malte H Bilder und trat in denCapuzinerorden.

Courtois ( ) malte um 1770 zu Paris in

Miniatur und Email.

* Courronne )Johann), Baumeister zu Pa-ris , wo das schöne Hotel von Matignon nach seinenZeichnungen erbaut ist. Er starb um den Anfang desXVIII. Jahrhunderts. DiesemKünstler isteineAb-Handlung von der Perspectiv, die 1710. in Folio ge-druckt ist, zuzuschreiben. Er war Professor derkönigl. Baumeisteracademie, in welcher Stelle erdem jüngern Bruant nachfolgte. Jossener folgteCourronne in dieser Bedienung, und aufihn folgteAorist. Almanach lies öeaux-^rts.

* Cousin (Johann), Maler und Bildhauervon Soucy bey Sens, bildete seine Manier nach denWerken des Primaticcio, und brachte die Zeichen-kunst, die er sehr wohl verstand, in gewisse Regeln,die er in ein Buch verfaßte, welches zu verschiedenenMalen mit seiner Geometrie und Perspectiv gedrucktist. Man findet in seinen Werken edle Gedanken,schone Ausdrücke der Köpfe und Figuren; die Stel-lungen derselben sind in Parmesans Geschmacke.Die Fruchtbarkeit seines Geistes kann aus dem letztenGerichte, welches er für die Minoriter zu Vincennes gemalt, oder wenigstens aus dem Blatt, welchesPeter Jode darnach gestochen, genug erkannt werden.Cousin malte auf Glas und auf Luch, und arbeitetezu Paris für König Heinrich II. und seine dreySöhne. Man siehet auch von seiner Dildhanerar-beit das Grabmal des Admiral Chabot in der Coele-stinerkirche zu Paris . Dieser Künstler starb um i 5 go88. I. alt. I. van Jode, L. Gaultier, E.deLoöneu a. haben nach seinen Werken gearbeitet SeinZeichenbuch ist mit von ihm selbst verfertigten Holz-schnitten angefüllt; er hat auch vielen, dem Namen»ach unbekannten, Formschneidern die Zeichnungengeliefert. Fe/eH III. 120.

— — (Ludwig), genannt Gentil. S Primo.

— — (Michel), niederländischer Maler, ahmtedie Werke des Andreas del Sarto nach, und arbei-tete in der Kirche des königl. Klosters Escurial inSpanien . Ma-LL-o/mi x. 2Z7.

* Cousin er (Elisabeth), Kupferstechern! zuParis, arbeitete um 1760. nach I. B. Oudry , I.P. Pannini, I. Vernet, Wouwermans Doucheru. s f. Sie hcyrakhetc den Kupferstecher LudwigI'Empereur. Lsram.

— — ( ) Bildhauer zu Paris um 1720.

war Professor-Adjunctus der Academic von St. Luc.Er arbeitete in Diensten des Prinzen von Condö.

Coussin (H.), Kupferetzer von Aix in Pro-vence , arbeitete nach Pugek, Rembrand u. s. f. —Man findet auch Blatter in Schwarzkunst, die einH. Cousin um 1700 zu Lyon verfertigte, der viel-leicht mit Obigem der gleiche ist.

— — (Ludwig). S- Cossin.

* Coustoux (Niclaus), Bildhauer von Lyon ,lernte bey seinem Vater bticlaus, einem Bildschnitz-ler, bey Anton Coyzevox, seinem Oheime, und zuRom bey dem Ritter Bernini . Er ward einer derbeßten Bildhauer in Frankreich , und behielt den gu-ten Geschmack seiner Lehrmeister. Coustoux arbei-tete für die königl. Palläste und Gärten; besondersist die vornehmste Bildhauerarbeit der Jnvalidenkirsche von seiner Hand. Die Abnehmung vom Kreuzeauf dem Hauptaltar der Cathedralkirche wird auchunter seine beßten Werke gezählt. Er hatte eine Woh-nung im Louvre und starb als Rector der Academie1744 - 75 -I alt. Bey Anlaß der Figur des Saone-flusses, welche zJiclaus zu Verzierung der Ritter-statüe Ludwig XI V. auf dem Platze Bellevüe zu Lyon in Erzt verfertigte, verordnete diese Stadt ihm undseinem Bruder Wilhelm, jedem ein Jahrgeld von5 oo. Pfunden, mit dem Bedinge, daß ein Bruder

Coxie.

dem andern in feinem Antheile folgen sollte. Mangewahrt in des sJiclaus Werken ein erhabenes Ge-nie, klugen und zarten Geschmack, schöne Auswahl,reine Zeichnung, natürliche und edle Stellungen,zierliche und w-iche Gewänder. I. und B Audranhaben gemeldte Etatüe zu Lyon sehr schön gestochen.Dacomüe.

*Coustoux (Wilhelm), des obigen Bruder undMitschüler bey Anton Coyzevox, welchem er auch inder Kunst gleich kam, wie aus seiner Arbeit, die erfür den König, den Herzog von Orleans, und ver-schiedene Partikularen verfertigt, zu ersehen ist,worunter man das Grabmal des Cardinals du Boisin der Capitnlkirche St. Honore vornehmlich zahlt.Er starb als Recror und Direcwr der Academie 1746.69. I. alt. — * Wilhelm Coustoux, sein ältesterSohn, geb. 1716, ward Mitglied der Academie1742, Professor-Adjunctus 174a. Professor 1796.Man sieht in einem Saale des Palais Royal vierBasreliefs von seiner Arbeit, welche die Geschichtender Psyche vorstellen. Die Statüen Venus uudMars, die er für den König in Preußen verfertigte,setzten 1769. ganz Paris in Bewunderung. und brach-ten ihm die Ehre zuwege, daß er mit seinem Oheim,Niclaus Coustoux, in gleichen Rang gesetzt wurde.In gleichem Jahr verfertigte Coustoux die Figuren,welche zu dem Grabmale des Dauphins Und derDauphins in der Cathedralkirche der Stadt Sensbestimmt waren. Dem Kaiser Joseph I I., der unterdem Namen eines Grafen von Falkenstein 1777. eineReise in Frankreich that, gefiel dieses KünstlersArbeit in der neuen Kirche St Genevicve zu Paris so wohl, daß er für ihn den St. Michaelsorden aus-wirkte, den er ihm eigenhändig umlegte — * Einzweyter Sohn des alrern Wilhelms übte die Bau-kunst. /.acomüe.

* Couvay (Johann), französischer Kupferste-cher, arbeitete nach seinen eigenen Erfindungen,und nach den beßten italienischen und französischen Maler»; unter diesen befindet sich auch ein LorenzCouvay. Johann lebte vermuthlich 1H60. SeinWerk findet man in des Abts vonMarolkes Cata-log S. 89. beschrieben; es besteht in 170. Blattern.Christ führt S- iß 4 > stin Zeichen an.

Covyn (Regner und Israel ), Gebrüder, vonDortrecht gebürtig. Der erste malte allerhand Gar-tenfrüchte mit Figuren; der zweyte war Anfangs einDildnißmaler; nachher malte er Geschichten, in wel-chen er meist Erzählungen des holländischen Dichters,Jacob Bars, vorstellte. III. 54.

* Coxcie oder Coxis (Michel), Maler vonMecheln , lernte bey Bernharhvan Orley. Er stu-dirtc zu Rom nach den Werken Raphaels. und maltein die alte St. Peterskirche die Auferstehung Christimit Wasserfarben, und einige Tafeln für die KircheSt. Maria dcll' Anima. Man sieht Vieles von sei-ner Arbeit in dem Schlosse Halsenburg unweit Brüs-sel Coxcie wußte seinen weiblichen Figuren, nachRaphaels Manier, große Anmuth zu geben; erwird aber beschuldigt, daß er sich der Werke diesesMeisters allzuoft bedient habe. Dieses entdeckte Hierronymus Cockdurch seine Kupferstiche nach Raphael,welche dem Coxcie viele Verdrießlichkeiten zuzogen.Er st. 1692. 96. I. alt. vasari schreibt ihm die Er-findung der Fabel Psyche, die Marc Antonio undAugustin Veneziano aufo2. Platten gestochen haben,zu. Indessen glaubt man doch insgemein, die Zeich-nungen seyen von Raphael. — Michel hinterließeinen Sohn, Raphael Coxcie, welcher aber mehrdurch seinen Schüler Caspar de Crayer , als durchseine eigene Arbeit bekannt ist. DMUMxn I. 5/.

Coxie (Anron de), Landschaftsmaler, blühetezu Antwerpen um 1680. In dieser Kunst durfte erseinem Landsmann und Zeitgenossen, CorneliusHuysmann, weder in Schönheit der Figuren, nochin der Stärke des Ganzen welchen. Er arbeitete zuOstende , wo er, weben Schulden, die meiste Zeitseines Lebens im Gefängniß zubringen mußte. A«-x. 126.