Band 
Erster Theil.
Seite
194
JPEG-Download
 

ig 4 Dactaro.

phaels Traum bekannt ist. Die Aufschrift diesesKupferstichs zeigt aber, daß Darr keinen andernTheil daran hatte, als daß er ihn, auf seine Kosten,von G. Ghisi, genannt Mantuano, verfertigen ließ./ 7 . /e Oonrts III. 418 .

Daeearo (Franz). S. pleciafnoco.

* Darre (Franz la), Bildhauer zu Paris , ver-fertigte für die Kirche St. Louis auf der Insel NotreDame daselbst die Bilder der H. Maria und einigerandern HH. in Marmor, und für des Königs Ka-pelle zu Versailles ein Basrelief, welches denMar-tyrtod des H. Philippus vorstellt. Er war Professorder königl. Acadcinie 1742. Dieser Künstler arbeiteteauch zu Turin . Lrice.

* Daerler (Sebastian), Stahlschneider zuDresden um i 65 c>. Man hat von ihm einen schönenMedaillon auf den Westphälischen Frieden und des-sen Vollziehung zu Nürnberg . Lochner flll. Job.giebt davon eine Abbildung , und Röhler eben soXXII. 272. Letzterer noch von einem andern Schau-stücke auf gleichen Anlaß. h>. c. 281.

Dau (Gerard). S- Douw.

Davanzo. S. Avanzi.

Daudet (R>), französischer Kupferetzer, ar-beitete nach der Mitte des X VI I l. Jahrhunderts nachDietrich, Wagner, Poelemburg u. s. w.

Davon (Leo). S. Aven.

Daufrel (Georg). S.den Art.Mclaus Caron.

* David (Carl), Kuferstechcr zu Paris , blüheteuin ikZo. Erarbeitete nach S. Vouet, Ph.de Cham-pagne, P. Brebiette, P. und M. Brill, A. Tem-pesta u. s. W.

— (Claudius), französischer Bildhauer,von welchem man in der Kirche von Carignan zuGenua ein Bild des H. Bartholomaus zeigt. Ai-

I. 120.

— (Cornelius), Kupferstecher, dessenNamen aufzwey Blattern nach A. Bloemaerts Zcich-uungen gefunden wird, welche den Geiz und dieFreygebigkeit vorstellen.

— (Fr.), Kupferstecher zu Paris um 1770.lernte bey I. Philipp lc Bas. Er arbeitete nach C.Nctschcr, A. Ostade, Gi Mezü u. s. w.

— — (Georg). S. Joris;.

— (H^eronymus), Carls Bruder, Kup-ferstecher, arbeitete nach C. Procaccini, J.F.Bar-bicri, genannt Guercino , G Reni, P. Farinato ,A- von Ancona, Cl. Vignon n. s. w. Nach R. Pi-cou etzte er das Wunderwerk des H. Fvanciscus dePaula, der das Meer ohne Schiff durchführt, und10b. Bildnisse der berühmtesten Männer dieses Or-dens; dann Blatter zu einem Buch von Altären, wel-ches I. Baptist Monrani schrieb, und JohannSoria zu Rom mit (,2. Blattern gab. Unter seinenWerken bemerkt man indessen vornehmlich eine Kreuz«tragung, die er auf drey großen Bogen nach H.Grand« von Ferrara gestochen. Die Werke dieserzween Brüder werden anf221. Bl. geschätzt.

* — — (Ludwig), geb. zu Lugano 1648, lerntebey I. Baptist Cairo, Hercules Procaccini und CarlCignani. Er malte Bildnisse, auch geist- und welt-liche Geschichten für Kirchen und Palläste zu Rom .Man findet davon einige Nachrichten in den Maler-briefen III. N". 178. und 179. David schrieb einBuch in drey Theilen : visin^anni stelle prineipaliootixis e ernsti^ioni stegli arti piu nobili stelälsexno. einem derselben liefert er die Lebens-beschreibung des Anton AUegri mit bis dahin unbe-kannten Umständen. Ludwig etzte nach diesem Mei-stereineMadonna in 4? , in welchem Blatt man eingekröntes Herz siehet; dieses soll den Beynamen desAllegri: Oor re^l»5 ausdrücken. — * Anton Da-vid, Ludwigs Sohn, geb. zu Venedig 1698, wardin Bildnissen so berühmt, daß er von seinem zwan-

Decker.

zigsten Jahre an Cartinäle, Fürsten , Gesandte,auch selbst Pabst Clemens XI. nach dem Leben schil-derte. Cl. Drevet, H. Rossi, G. Maffi, B. Fasriat, A. Westerhout u. s. w. haben nach ihm gesto-chen. tTnarientr.

David (Maitre); Bcynamc vonD.GHl'rlan-dajo.

— — (Marc) baute 1762. die Kirche St. Lucia zu Rom . Drti.

— — ( ) Landschaftsmaler, lebte um 1760.

zu Marseille .

* Daviler (Augustin Carl), geschickter Bau-meister von Paris , verreiste als königl. Pensionnairauf Rom , ward aber unterwegs von den Seeräu-bern gefangen und nach Tunis geführt, wo er 16.Monat aushalten mußte; in dieser Zeit verfertigte erdie Zeichnungen zu einer schönen Moschee und eini-gen andern großen Gebäuden ; nachher studirw er zuRom. Bey seiner Zurücklunft in Frankreich zierte erdie Städte Beziers, Carcassone, Nismes, Mont-pellier und Toulouse mit Gebäuden. Die Ständevon Languedoc bestellten ihn zum Baumeister ihrerProvinz, und verordneten ihm ein jährliches Gehalt.Er starb zu Montpellier 1700. 47. I- alt Man hatvon ihm eine Anleitung und ein Wörterbuch von derBaukunst, welche sehr hochgeschätzt sind. A. lePautre hat die Blätter zum erstem dieser Werke ge-macht. Aacombe.

Davi ney (Ludwig); falscher Name von Leon-hard da vince.

Daulceur (Louise). S. dcnArt Monrigny.

* Daulle (Johann), Kupferstecher, vonÄb-beville in der Picardie gebürtig, lernte bey R. Hec-quet, und ward 1742. Mitglied der kvnigl. Acadciniezu Paris . Er starb daselbst 1782. 80. 1 . alt. Daullewar ««gemein fleißig, und brachte es in seiner Kunstsehr weit. Man hat von ihm Bildnisse und Geschicht-liches , wovon Basan i» seinem Dictionnair dasVornehmste anzeigt. Sein Werk besteht in 84. Blät-tern. Blblioth. schöner wissenfch. X. 219.

Dauphin (Carl). S Gffin.

— — (Niclaus). S. Beauvais.

Daurhe( ), Kupferstecher zu Leipzig ward1774. zum Mitglied der dasigen Künstleracademieangenommen. Er erfand die getuschte Manier desle Prince, und arbeitete nach B- Breenberg u. s w'n Bibliorh. schöner wissenfch. u. s. f. X. 222.

* Debarrö ( ), MalerznParis, wirdvon

d'Argensville unter den Schülern des ClaudiusGuido Hallo angeführt.

Decio (Augustin und Ferrantes), Miniatur-maler von Mailand, arbeiteten zu Turin an demHofe des Herzogs Emannels von Savoyen. Wie-wohl diese Künstler nicht mit Don Julius Clovio zuvergleichen sind, findet man doch von ihnen ziemlichschöne und wohl ausgearbeitete Stücke in der be-rühmten Ambrosianischen Bibliothek zu Mailand und in der Sakristei) des CarthauserkostcrszuPavia.Sie blühetcn um 1280. p. 487.

Dectus, antiker Bildhauer, von welchem manerzählt: Der römische Bürgermeister P. Lentulushabe zwey Brustbilder, eines von des Chares, dasandere von dieses Decius Arbeit in das Capitolsetzen lassen; aber in Vergleichung dieser beydenStücke übertraf der erste den letztem so weit, daßDecius, gegen jenen zu rechnen, für einen schlechtenMeister gehalten wurde. b,. XXXIV. L. 7.

Decker (C.), Kupferstecher von Nürnberg ,arbeitete um den Anfang des XVIII. Jahrhundertsan dem ckliestro pestemontii et 8abanstlL. Christführt sein Zeichen S. 128. an.

— — (Johann), Bildhauer zu Nürnberg umi 'i jst. Man schreibt seiner Arbeit das GrabmalChristi in der Kapelle St. Wolfgang der Kirche St.Egidius und die Figur St. Christophs in St Sebald zu. M urr iJürnbergische Dunstgesch. II. ,8.