Dennecker.
gramma seines Namens ist, und st. zu Paris l 55 g.41 . I- alt. VNichel von Montaigne, du Bet-lay, Murerus, und andere gedenken seiner mitRuhme, örrstckeris.
* Dennecker (Josias). S. den Art. HansDock.
* Denner (Balthasar), Maler von Hamburg ,
lernte bey Ammama, einem Wasserfarbenmaler vonAltona . Er arbeitete anfangs in Miniatur; nach-,her begab er sich, vermittelst des Unterrichts einesDanzigers aufdas Oelfarbenmalen und verfertigtemeistens Brustbilder abgelebter Männer und Frauen,worinn er durch einen daran verwandten ganz außer-ordentlichen Fleiß und eine sehrgenaue Nachahmungder Natur überall berühmt, und seine Arbeit unge-mein theuer bezahlt wurde. Denner arbeitete inso vielen verschiedenen Städten und Höfen, daß mansein Leben eine beständige Reise nenne» mag; endlichmalte er zu Rostock die Herzoglich - Mecklenburg-Schwerinische Familie, starb aber über dieser Arbeiti7lg. 64. I. alt. Man siehet in dem herzoglichenSchlosse zu Gottorp ein großes Gemäld von seinerHand, in welchem die ganze fürstliche Familie miteinigen der vornehmsten Hofbedientcn in 21. Figurenabgebildet ist. Der russische Kaiser Peter I. konntekaum durch vieles Verbitten bewegt werden, diesesStück, welches er nach Petersburg zu senden ge-dachte, zurückzulassen, und Kaiser Carl VI. ließDennern für einen alten Fraucnkopf, der für seinMeisterstückgehalten wird, ,-700. Gulden auszahlen.Wolfgang, Fritsch, J. J. Hayd, Dernigcroth,und andere haben nach ihm gearbeitet. S. deu Art.Abraham Lvogrer. w p. 274.
— — (Sebastian), Kunstgiesscr von Nürnberg ,verfertigte einige kunstreiche und wohl ausgeführteArbeit an verschiedenen Grabmälern auf den Gvttcs-äckern dieser Stadt. Er st. idgi. DoppelrnayrS. ZvZ.
Denke (Hieronymus). S. Dann'.
Denrice (Dominieus), ein Edelmann undDberstervon derReuterey in Neapolitanischen Dien-sten, lernte bey Salvator Rosa , und malte sehr an-genehme kleine Landschaften, in welchen er aber nachund nach von der Manier seines Lehrmeisters abwich.Er lebte um rt)8u. Domeirici 111 . 2bZ.
Dentins, oder Den tone; Beynamen vonHieronyrnus Eurri.
Dentone (Anton), geschickter venetianischerBildhauer, verfertigte die Statüe des Victor Capello,Generals der Republick Venedig, die in der KircheSt. Helena aufgerichtet ist, und das liegende Bildauf dem Grabmale des Orsaro Giustiniano in derKarthäuscrkirche St. Andreas. XEvmiro.
Denys (Jacob), geb. zu Antwerpen i 615 «lernte bey Erasmus Quellinus , und durchreiste ganzItalien . Er arbeitete vornehmlich an den Höfen zuMantua und Florenz , starb aber in seinem Vater-lande. Denys malte Bildnisse und Geschichte« Diemeisten von seinen Werken findet man in Italien , undsolche sind sonst aller Orten, so gar in den Nieder-landen selten. Man siehet von ihm in der Kirche St.Maria bei Melone zu Mantua einen am Kreuzesterbenden Heiland. Seine Zeichnung ist fein undcorrect; seine Farben sind dicht und keck aufgetragen.Man bemerkt in seiner Manier mehr von der römi-schen als von der niederländischen Schule.campr III. 210.
De 11 ysor. S< Denisor.
De 11 zel (Johann und Daniel). S. den Art.David Heschler.
Depster (Lucas). So nennt Baldinucci denL. de Heer, Carls van Mander Lehrmeister.
*Dequoy( ), Maler zu Paris , lebte um> 75 o. Seine Arbeit bestand meistens in modernenFiguren. Er war Mitglied der Academie von St.Luc. — Man findet auch Bildnisse von einem S-Dequoi gemalt, welche S. Lhomaffln, Hadert
Desani. 197
». s. f. in Kupfer gestochen haben, und der folglichälter seyn muß als der obbenannte.
Derbusch (Frau). S- A-D. Lisreurvsky,
* Derich (Sophonias de), Maler aus'Schwe-den, naher Anverwandter und Schüler des Martinvon Meytens, bey welchem er sich lange aufhielt.Er arbeitete auch einige Zeit in Berlin , und erlangtedurch historische Gemälde sowohl als durch Bildnisseeinen großen Ruhm. Derich gieng nachher nachAugspurg, und endlich 1772. mit Gregor Guglielminach Petersburg , wo beyde an einem bösartigenFieber 1772. auf Einen Tag starben. I. Ph« Haydhat nach ihm in Schwgrzkunst gearbeitet, vonHrerren Brief X.
Deriksen (Philipp), niederländischer Maler,lernte vermuthlich in Rubens Schule. Er arbeitetein Spanien , wo man in verschiedenen Gegenden die-ses Königreichs von seinen Werken findet. NebenAndern! sieht man in der Sakristei) der Baarfüsser-Carmcliter-Nonnenkirche zu Toledo ei» Bild mit Fi-guren in Lebensgröße, worauf St. Jacob und eineNonne knieend vorgestellt, und welches mir de»Worten: fsc-ic kst en Dlsüriü
ib/,2. bezeichnet ist. p A- de ia Puenre I. i 36 .
Deriset (Anton), Baumeister von Lyon , ar-beitete um 1728. zu Rom , wo die Kirchen del Nomedi Maria, St. Luigi de Francesi und St. Claudiade Borgognoni nach seinen Zeichnungen erneuertwurden. Dti.
Deristo ( ), Bildhauer von Ast! in Pie-
mont, verfertigte für die dasige Barnabirenkirche St.Markinus die Statüe dieses Heiligen aus Marmor.Farto/r I.
* Derouer oderDerver (Claudius), Ma-ler und Kupferstecher von Bologna , lernte bey Clau-dius Heuriet. Er arbeitete vermuthlich zu Rom ,wo er den Christusorden erhielt, und nachher an demherzog!. Hofe z» Nanc». Ph. Thomaffin, M. Greu-khcr und Jacob Callot haben Nach ihm gearbeitet.Dieser leklcrc brachte 1(22. sein Bildniß in Kupfer,und eignete es ihm als seinem Freunde zu. Manfindet auch Blätter von Derver nach Callot . Lo-
* Derrand (Franz), Jesuit und Baumeisteraus Lothringen , verfertigte mit Martelange, einemBruder dieses Ordens, Risse zur Erbauung der Vor-derseite an der Jcfiürerkirche in der Straße St. An-loine zu Paus. Da aber Derrand ein Pater war,erhielt er in diesem Wettstreite die Oberhany überden Frater, zu großem Vcrdrusse der Kunstverstän-digen ; wie denn dieses in der That eine seltsame Ma-nier ist, Künste und Wissenschaften zu beurtheilen.E. Moreau hat den Plan rc. dieser Kirche, auf 1^,.Platten geetzr, herausgegeben. Derrand starb zuAgde i66i- 72. I. alt. /)'§a»ro/.
Derick (Peter Cornelius). S. Ryck.
— — (Wilhelm), Geschichtsmaler von Ant-werven, sollte zuerst ein Juwelirer werden; alleiner folgte seiner Neigung, was ihm ziemlich gut ge-lang. Die Manier seiner Zeichnung hat übrigenseben nichts Ausserorventliches. Seine Compositio-nen bestehen aus lebensgroßen Figuren. die er miteiner breiten Manier und kühnem Pinsel ausführte.Ungeachtet er in einigenbesondern Theilen Verdienstezu haben scheint, so find doch seine Umrisse incor-rcct, auch in der Anmuth und in dem Reitze derVerschiedenheit sehr mangelhaft. Er starb 1697.
*Desanqives( vortrcflicher Glasma-ler zu Paris . Von seiner Arbeit sind die Fenster derCominunionskapelle in der dasigen St Paulskirche,welche sehr geschätzt werden, öiice.
* Desani (PcterH Maler zu Bologna , lerntebey Leone! Spada, dem er in feiner Arbeit zu Reg-gio behilflich war. Obgleich seine Gemälde etwashart scheinen, so findet man doch in denselben einekecke Zeichnung und eineprächtigeZusammensetzuug.