D iphilus.
* Dlphilus, ein Lateiner, stellte auf einemEdelstein eine Urne mit zwey Masken an den Seitenund einem liegenden Sphinxe vor. Srosch giebtdavon einen Abriß in dem zweyten Theile seinesWerks von gegrabenen Steinen.
( 7 . st. L. st. Xto5c /r p. 4gc>. — Ein andrer Dipbi-bis, Baumeister, wird i» dem Art. zFxmphodo-rus angeführt.
* DipoenusundScyllis, Bildhauer ausder Jnsul Creta, lebten um die 5 o. Olympiade. Siewerden für des Daedalus Schüler, und von einigenfür seine Söhne gehalten; sie waren auch die ersten,welche in Marmor arbeiteten, und begaben sich nachSycion, wo sie verschiedene Statuen der Götterverfertigten. Bey dem Absterben des Kaysers Theosdosius fand man noch zu Bysanz die Statüe einerMinerva, welche diese Künstler aus einem Smaragdevon vier Ellen verfertigt hatten. Dieses kostbareStück sendete ehedem Sesostris, König in Egypten,dem Könige Cleobulus von Lindus zum Geschenke.Aus der Schule dieser Bildhauer entstanden viele be-rühmte Männer. /Nm'n5 I.. XXXVI. ( 7 . 5 .
Dipram. S. Drepram.
Dircks (Peter), Bildhauer zu Bremen 1574.Uffenbscb II. 2in. gedenkt eines sehr großen Lei-chcnsteins mit drey wohl gemachten Bildern von die-ses Meisters Arbeit, welchen dieser Reisebeschrcibcrauf dem Platze vor dem Rathhause liegend gesehen.
Dlscalzi (Jsabclla), des Guido MazZoni Ehefrau, lernte bey ihrem Manne die Bildhauerkunst,und bildete sehr schöne Figuren aus Ton. Sie lebtezu Modena um lüoo. /Vstr-ra-st p. zz.
^Dl'scepoli (Joh. Baptist«), gcnanntZoppodi Lugano. Derselbe hieng der Manier der Procac-c>ni zu Mailand an, und bildete daraus einen eignenStyl, der wegen seiner freyen Behandlung und vor-trcflicbem Colorit sehr gefällig war. Man siehet vonihm historische Gemälde in den Kirchen St. Anna,St. Marcclliu und St. Victor des Großen zu Mai-land . Dl'scepoil arbeitete auch für andere Städtein Italien , als Luvinv, St. Pictro in tzampagmtu. s. w. Er st. i6bu. 70. 1 . alt. Füßli IV. 20.
Disegna (Anton), Gipsarbeiter zu Neapel ,lernte bey Lorenz Vaccaro. Man siehet noch etwasvon seinen kunstreichen Werken in der erzbischöflichenKirche St. Restituta; das meiste aber gieng durchein Erdbeben zu Grunde. Disegna lebte um 1710.und starb in blühende» Jahren DoM§»rrr III. 476.— Angelus Dlsegiia, Maler zu Bologna , lebteum 1677.— Hl'acpnrbus Disegna, genannt Si-bog«, Maler zu Bologna , lernte bey Guido Ren!;beyde werden von Malvstsia angeführt. Der letz-tere diente seinem Lehrmeister zum Modelle, wenn ertrauernde Weiber - oder Kapuziner-Köpfe malte.
Dtseg „ 0 (del), Beyname von Anchises Ba-ronio.
Disboeke (Jacob van), Stahlschneider. Vonseiner Arbeit siehet man den Frieden von Nimwegen1O7K. wovon der Kupferstich in Bizocll. A09. zusehe» ist. Bey Aoebler VIII. sindet man vonihm das Brustbild des berüchtigen Balthasar Be-ckers. Dishoeke schniltauchi702. eine Schaumünzeauf den Grafen Melchior von Hazfcld, die in den//,5t. p. 2ui. angeführt ist.
Disi (Hieronymus). S. Dies!.
D r st e 1 0 luin; Beniname v. Carivan vogiar.
Ditherick. S. Dietrich
Ditiro (Sanctns). S. Tiri.
Drrmar (Heinrich). S. Dietmar.
— — (Jacob Friedrich), Subrector zu Star-gard, war im Zeichnen und Malen wohl erfahren,und schrieb eine Abhandlung von der Zeichenkunst.Er st. 172Z 26. I. alt.
Ditsch. S- Dietsch.
Does. 20z
* Dipon (I.), ein englischer Schwarzkunstsie-cher, arbeitete um 1760. nach F Hals, Falconet,Reynolds, Harris, A. van Ostade, Dance, Zof-fani, Rembrand u. s. w. Ln5Mr.
Diyllus. S. den Art. Amiclaus.
Di? ian i (Caspar), ein Venetianer, lernte beyGregorius Lazarini. Guarienri beschreibt ihn alseinen Künstler, der mir meisterhafter Erfindung undstarkem Colorit Geschichte in Oe! und Fresco gemalthabe. Neuere Nachrichten halten ihn für ziemlichMittelmäßig in seiner Kunst. Die Plafonds in derDomlnicanerkirche zu Bergamo sind von schlechtemColorit nnd harter Behandlung; sie geben keinen gu-ten Begriff von seinen Werken, die sonst berüchtigtsind. Er arbeitete zu Rom und Dresden . Mansiehet auch einige von seinen Gemälden in den Kirchenzu Padua. Diziani lebte noch zu Venedig 1760.
X°. 9.
* Do (Johann), Maler zu Neapel , lernte beyJoseph Ribera, dessen Manier er so vollkommennachahmte, daß viele von seinen Gemälde», beson-ders halbe Figuren, für seines Lehrmeisters Arbeitgehalten werden. Sein vornehmstes Bild befindetsich in der Sakristey der Kirche della Pieta de Tur-chini und stellt die Geburt Christi vor; dasselbe wirdbesonders wegen seiner vortrcflichen Färbung in ho-hem Werthe gehalten. Erst. 1656. DoE»ricrIII.L2.
Dobermann ( ), geschickter deutscher
Bildhauer, von welchem man einige mit Basreliefsgezierte Vasen von Elfenbein in dem Kabinete desLandgrafen von Hessen, in Cassel siehet. Er si. um1750. Beschreib, d. Gradr Cassel S. 1H9-
Dob so 11. S- Dopsom.
D 0 cen 0; Beyname von Christoph Gherardi.
Dodd (D.), englischer Landschaftsmaler, ziertefeine Bilder mit angenehmen Figuren. Er war 1770.Mitglied der königl. Academie zu London . Crotchekhat nach ihm geetzt. B>bi. schön. AAssensch.XIV. 60.
* Does (Anton van der), niederländischer Ku-pferstecher, von welchem Man verschiedene Blatterkennt. So z. B. Ferdinand, Cardinal, Jnfant vonSpanien und Gubernator der Niederlanden zu Pfer-de ; in dem Grunde siehet man die Schlacht bey Nörd-lingen , welche dieser Fürst mit dem König von Un-garn i6Zs. über die Schweden gewonnen, nach Ru-bens , oder vielmehr nach Dieppenbeck; eine M.Magdalena »ach Vandyr; eine Maria mit dem Kind,welches ihre Brust halt, nach Erasmus Ouellinus;eine H. Familie, wo ein Engel die Windeln amFeuer wärmt, nach eben diesem. Auron lebte umdie Mitte des XVII. Jahrhunderts.
* — — (Jacob van der), genannt Tambour,Maler von Amsterdam , lernte beyNiclausMoyaert.Er that eine Reise nach Rom , wo er aus Armuthpäbstliche Kriegsdienste anzunehmen vorhatte, abervon seinen Kunstgenoffcn, welche seine Talente kann-ten , davon abgehalten wurde. Jacob siudirte täg-lich mir der Reisfeder in der Hand nach den Gegen-den dieser Stadt. Des Bamboccio Manier gefielihm besonders wohl, und er kam in seinen Arbeitendiesem großen Meister ziemlich nahe- Bey feinerZurückkunft in Holland , setzte er sich in Haag wo er1B9. Vorsteher der Malergesellschafk ward, und st.daselbst itHZ. I. alt. Man bemerkt in den Wer-ken dieses Meisters die Beschaffenheit seines Charak-ters : Er war schwermüthig, und sein Colorit istbräunlich! und etwas finster. Er malte Landschaf-ten mit kleinen wohlgezeichneten Figuren, und inThieren war er vortrcflich; besonders rühmt manseine Schaafe und Ziegen. Auch radierte er kleineLandschaften mit Thieren von seiner Erfindung Dieschönsten Aussichten von Haag, in Versen beschrie-ben, und von C. Eland in Kupfer geetzt, sind ver-muthlich nach ihm. Dieses Werk ist 1668. m ge-druckt. /)s5c-7---7-5 II. 3 ZZ.— Sein Sohn Jacob,geb. um 163). lernte bey Carl du Jardin und beyGerard Laircsse. Er malte Historien und arbeitete
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