Band 
Erster Theil.
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205
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Dorninique.

«igle für die Kapelle des H. Johann Buono, Crzbi-schofsin der dasigen Domkirche, ein Basrelief, wel-ches den Einzug dieses Heiligen zu Bergamo abbil-det. /.atrmäa.

Domlnlque (Johann), genannt der Romer,«in Landschaftsmaler, lernte bey Claudius Gelee,dessen Manier er sehr wohl nachahmte. Er blüheteum 1670. I V. 167.

D 0 mln, qu, n. S. Dominichmo und Zam-

pier«.

Donado (FraterHerman und Adrian), Car-meliter-Barfüssermönch zu Cordua, malte in der Ma-nier des Raphael Sadeler, mit welchem er in ver-trauter Freundschaft lebte. Man siehet seine meistenWerke in dem dasigen Kloster seines Ordens, unterwelchen eine büssende Maria Magdalena von Titian zu seyn scheint. Er st. daselbst in hohem Alter umi6Zo. d!". 87.

* Donarello (DonatdiVettoBardi genannt)ein unvergleichlicher Bildhauer, erfahrner Gipsar-bcitcr, guter Baumeister u.s. f.zuFlorenz, lernte beyLorenz Bicci. Er war in Stellungen, Gewändernund Umrissen der Figuren in Marmor und Bronze,die er zu Rom, Venedig und Florenz verfertigte, sovortrefflich, daß man sie der griechischen und römi-schen Bildhauerarbeik gleich achtete. Man zahlt un-ter seine vornehmsten Werke das prächtige Basreliefin der H. Kreuzkirche zu Florenz , welches die Ver-kündigung vorstellt; ein anderes von der GeschichteJudith; die gegossene Ritterstatüe des KriegsheldenGattamellata, welche die Regierung von Venedig zuPadua aufrichten ließ, vornehmlich aber die gehar-nischte Statue des H. Georg, an welcher man diejugendliche Schönheit des Angesichts, ein herzhaf-tes Ansetzn, eine schreckende Lebhaftigkeit und einebewundernswürdige sehr natürliche Stellung be-merkt, so daß ihr hierin keine von den neuern Sta-tücn beykömmt, und sie in ihrer edeln Einfalt dengriechischen Werken an die Seite gesetzt wird. DerRitter DIeughcls ließ sie auf königlichen Befehl miteinem Kosten von ungefehr 100. Louisd'oc zum Ge-brauche der französischen Malerakademie zu Rom abformen und Franz Bocchi schrieb von dieser vor-ircfliche» Arbeit ein Buch, welches , 585 . zu Florenz in 8°. gedruckt ist. Donatello wandte alle seineKunst darauf, daß seine Werke an den Orten, wosie zu stehen kommen sollten, nichts von ihrer Zier-lichkeit verloren. Man erzählt hiervon, daß als erdie Statüe des Evangelisten Marcus für die KircheOrsanmichele verfertigt, die er auf dem Fußbodender Kirche sehen ließ, sie so sehr getadelt wurde, daßman sich weigerte sie anzunehmen, Donarello ver-spreche dann, daß er sie überarbeiten wollte. In-dessen ließ sie der Künstler an ihren bestimmten Orthinsetzen, und bey vierzehn Tagen hinter einem Vor-hang stehen, ohne etwas daran zu andern; hernachward sie entdeckt und wurde von denen selbst, diediese Arbeit anfänglich getadelt hatten, sehr gelobt;und, da sie den listigen Streich des Künstler erfuh-ren, wurden sie ihrer Unwissenheit überführt. Do-narello st. 1 j66. 85 . I. alt. — Sein Bruder Si-mon ist unter dem Namen Fioremino zu suchen.Dottari I. 27a.

Donari (Bartolus), genannt veneziano,lernte bey Jacobello da Flore. Er malte mit einerangenehmen Manier, guter Zeichnung, Cvlorit undErfindung. Man siehet von seinen Gemälden in denKirchen St. Samuel, St. Marina und St. Helena zu Venedig , wo er um ig 5 o. blühete. ckVo-? 1.19.

* Donars (Bartolome di),Maler zu Florei,z,war um i jii. Mitglied der dasigen Künstlergesell,schaft. Man findet auch seinen Namen in eineröffentlichen Schrift von 1^27. öa/lkümccr I. HZg.

— — (Donar di). E. Andreas Tafi.

— — S. die Art. Donarello und Zeno Donisi.

Dondoli (Jacob), Maler zu Verona , lerntebey I. Baptist Zanoni, Anton Giarola und PeterRicchi. Er malte in der Kirche St. Clara den H.

Donner. 205

Carl Borromäus , in der Kirche St. Akexius denTod dieses Heiligen u. s. f — Seine Ehefrau undTochter übten sich ebenfalls in der Malerey. Sieblüheten um das Ende des XVII. Jahrhunderts./ÄLL0 Uo. 117. und p. i 5 .

* Donducci (Joh. Andreas), genanntes-sielkerra, weil sein Vater ernBölticher war; wardi575. zu Bologna geboren. Er lernte bey den Car-racci und studirte einige Zeit nach des ParmesansWerken; man kann aber doch nicht sagen, daß ernach dem Geschmacke dieser großen Künstler gear-beitet habe. Seine Lehrmeister selbst bewundertengleich anfangs seine Fertigkeit in Erfindungen undsein täuschendes Colorit, da er alles in starke Schat-ten setzte, um damit das Schwierige in der Zeich-nung zu verbergen; in Landschaften hingegen be-diente er sich einer hellen, glänzenden und ange-nehmen Manier, und brachte in denselben geistreichekleine Figuren von Tänzen, Jahrmärkten u. s. f. an.Viele von seinen historischen Bildern zieren die Kir-chen seiner Geburtöstadt. Er war eines schwermü-thigen Temperaments, und schwächte seinen Ver-stand durch Sorgen. Endlich gierig er in ein Klo-ster, und starb in hohem Alter. Ma/Eia II. 90.

* D 0 tii (AdoniM, von Ascesi oder Aßisi gebür-tig, ein trefflicher und wohlgeübter Maler; arbeitetein Gesellschaft mit Raphael dal Cotte, LactantiusMarchegiano und Christoph Gherardo genanntDo-ceno. Man findet von seinen Werken zu Perugia ,in ganz Umbrien , und vornehmlich zu Fuligno; aberseine besten Bilder werden in dem Kloster und inder Kirche St. Maria degli Angel! seiner Geburts-stadt gezeigt. Er blühete um i 5 ^ 5 . /^»arrHI. H 65 .

D 0 ninl (Hieronymus), Maler von Correggio ,lernte bey I. Joseph dal Sole und Carl Cignani.Er malte zu Bologna , wo er sich beständig aufhielt,verschiedene Werke, die wegen ihrem schönen Colorit,edeln Erfindung und lieblichen Manier in der Aus-arbeitung sehr gerühmt und gesucht werden Mansiehet von ihm Altarblätter in den Kirchen St. An-nunziata und Corpus Domini zu Turin . Er starb,7/jZ. 62. I. alt. p. 60.

Donino (Angelus di). S. Donm'no.

— — (derRitter), BeynamedesDionysiusManrnano.

Donise (Zeno), Maler von Verona , lerntebey Felix Ricci. Er verfertigte einige Altarblatterfür die Kirchen seiner Geburtsstadt und lebte um16Z». /'02L0 85 .

Donkers (Johann und Peter), zwey naheVerwandte, Maler zu Gouda . Johann starb inder Blüthe (einer Jahre. Man kaun seine Geschick-lichkeitinBildnissenaus der Tafel abnehmen, welchedie Vorsteher des dasigen Zuchthauses vorstellt, undvon den Kennern für ein Meisterstück gehalten wird.perer war des Jacob Jordaens Schüler. Ermalte Bildnisse verschiedener Fürsten und Herren,welche bey der Wahl Kaiser Leopolds 1 . in Frank-furt versammelt waren. Im Jahr darauf gieng ernach Paris , wo der Herzog von Crequi ihn beredte,mit ihm nach Rom zu geben. Er blieb siebe» Jahrein dieser Hauptstadt, nach welchen er in sein Vater-land zurückkehrte, und , 608 . daselbst starb. Oer-cMNVL II. IÜ2.

Donna maria (Antou). S- den Art. Jo-seph Marita.

Donnauer (Hans), Maler zu München , warRottenhammers Lehrmeister. Sandrarr sagt inder Vorrede seiner Künstler - Lebensbeschreibungen :Er habe in seiner Jugend Vieles von ihm, und von.Hansverrer, einem Maler zu Frankfurt , die al-te» deutsche» Maler betreffend, in Erfahrung ge-bracht. Dormauer starb sehr alt um 1880.— Don

einem andern Maler dieses Namens s. den Art.Danhauer.

* Donner (Georg Raphael), berühmter Bild-hauer von Esling, einem Dorfe in Niederösterreich ,lernte bey Brenner und Johann Giuliani. Man