2og Dossi.
stern siehet man den Martyrtod des H. Laurentius,ein sehr schätzbares Werk, in der Kapelle Sighizellider Kirche St. Lorenzo di Porta Stiera, und vonBaptist ein Altarblatt in der Kirche St. Maria degliJnnocenti, beyde zu Bologna . Q. Boel hat einenH. Hieronymus nach Dosso für die Galerie des Erz-herzogen Leopolds gestochen. S. den Art. Loren;(Fandolfo. III. 180.
* Dossi (Thomas), Maler von Verona , lerntebey Johann Murari und bey Simon Brentana. Ermalte das Altarblatt in dem Oratorio der P. P. Phi-lippiner und verschiedene historische Tafeln für einigePrivatpersonen seines Vaterlandes, wo er um 1716.blühete. Ph. A. Kilian hat für die churfürstliche Ga-lerie zu Dresden (II. 7.) die vier Kirchenlehrernach ihm gestochen. So s -r 0 ^M't. p. 20.
* D 0 ss, er (Michel), geschickter Kupferstecher,arbeitete zu Paris um 1720. mit dem Grabstichelnach F. de Lroy, Rigaud , Jouvenet, Colombel.Man hat wenige Blätter von ihm, unter welchen diebeßten in des Basans Dictionair angezeiget sind.
* — — ( ), Bildhauer von Mailly, arbei-
tete um den Anfang des XVIII. Jahrhunderts zuParis . Man sieht von ihm in dem königl. Garten zuVersailles die Statue des Feuers. L-wrr-ou-
Dor (R. du), Geschichtsmaler zu Paris , stelltein einem Maygemälde, welches er i 65 g. für die Ca-rhedralkirche dieser Stadt verfertigte, das Absterbender H. Maria vor. le Oomte 1. 238 .
* Dorr oder Dorrt (Franz), geschickter Bau-meister zu Bologna um 1720. Sein Meisterstück istdie prächtige Kirche St. Dominicus. Er baute auchdie Kirche Madonna di St. Lucca. ^co§o.
Dorrant (Joseph), Maler, nach welchemF.Polanzani einen Erzengel Michael geetzt hat.
Dorrt (Joh. Baptist), Maler zu Bologna , wirdin der Se/nurr jvttttüce lil. iZ8. unter die Schülerdes Loren; Pasinelli gezählt.
* Dorro (Vincenz), ein edler Paduaner, ge-schickter Baumeister und erfahrner Erdbeschreiber,blühete um den Anfang des XVII. Jahrhunderts.Er wird von Rosserrt hin und wieder angeführt.
Dou. S. Dourv.
* Doublet ( ), ein französisches Frauen-
zimmer. I. Mariette, der Graf von Caylus, u. s. w.haben Bildnisse nach ihr geetzt.
Doucer (Jacob), Baumeister zu Paris , en-digte die dasige Kirche St. Louis en l'Jsle N. D.welche le Vau angefangen und le Duc fortgesetzt hat-ten. Er starb um den Anfang des XVIII. Jahr-hunderts. ä.
Doudyns (Wilhelm), genannt Dtomedes,Maler in Haag, lernte bey Alexander Petit. Ergieng nach Rom , wo er zwölf Jahre lang die Werkegroßer Meister studirte, woraus er eine Manier an-nahm, die ihn nachmals berühmt machte. Beyseiner Zurückkunft ward er alsbald einer der Vorste-her von der Malergesellschaft, und st. 1697.67. I.alt. Doudyns hatte eine große Manier in der Zu-sammensetzung ; sein Nacktes ist richtig gezeichnetund meisterhaft ausgearbeitet. Seine Gewändersind wohl in Falten gelegt, und sein Colorit ist treftlich. Er besaß ein vorzügliches Talent für Decken-stücke, deren er viele verfertigte; eines seiner beßtenGemälde dieser Art siehet man auf dem Rathhausein Haag. Meist wählte er sich ein mythologische Ge-schichte oder allegorische Figuren zum Gegenstand sei-ner Arbeit. /)s-coor^5 II HZ/;.
Dou er ( ), Formschncider, von welchem
man neben Andern, einen in Helldunkel gearbeitetenHolzschnitt nach A. del Sarto kennt, der die H.Maria mit dem Kindlein vorstellt. Sa/Mo» I. 7,04.
Douffer. S. Dusselt.
Dous (Johann le), vermuthlich französischer
Draghi.
Bildhauer, hielt sich um 1700. zu Rom auf, wo ermit andern Künstlern an den aus Stucco verfertig-ten Basreliefs in der Kirche St. Marco arbeitete,welche die H. H. Apostel vorstellen. Sttr.
* Douven (Joh. Franz), Maler von Roer-mont im Herzogthum Geldern, lernte bey GabrielLambarkin und Christoph Puytlinck Er studirte nachden beßten Gemälden eines berühmten Kunstkabinets.Douven ward an den churfürstlichcn Hof nach Düs-seldorf berufen, an welchem er sich 28. Jahr aufhielt,und viel schöne Bildnisse auch einige Blumenstückeverfertigte. Dem Churfürsten folgte er auf seinerReise nach Wien , wo er die Kaiserliche Familie undviele Große dieses Hofes abschilderte. Er starb zuDüsseldorf 1727. 71. I. alt. Dieser Künstler besaßden Ruhm, gute und wohlgleichende Bildnisse zumalen. Er hatte die Ehre dr y Kayser, drey Kay-serinnen, fünf Könige, sieben Königinnen, auchverschiedene Fürsten und Fürstinnen nach dem Lebenzu schildern, und war in allen seine» Werken glück-lich. E C- Heiß hat nach ihm gestochen, /Sexe»--ma«» III. 182. - Sein Sohn. Franz Bartho-lome, geb- zu Düsseldorf 1688. ward aufBegehrendes Churfürsten von der Pfalz der Unterweisung desRitters van der Werf anvertraut, durch welche erein ruhmwürdiger Künstler wurde. Seine Werkesind bey den Kennern sehr beliebt und werden theuerbezahlt. Er kam als Hofmaler in Dienste des Chur-fürsten von Cöllir. Er 600/ II. i 36 .
* Dourv (Gerard), vortreflichcr Maler vonLeyden, lernte schon in seinem neunten Jahre dieZeichenkunst bev DartholomöDelendo; bald daraufward Peter Kouwhovrn sei» Lehrer; hernach kam erin Rembrands Schule. Er studirte diesen großenMeister in Ansehung Licht und Schattens und desColorits, wobey ihm aber desselben erste Manierwegen ihrer sorgfältigen Ausarbeitung besser gefielals die letztere; ja Dourv übertrieb es fast in allzu-fleissiger und langsamer Verfertigung seiner Ge-mälde. Dieser in seiner Art vortrcfliche Künstlerwählte meistens Gegenstände aus dem bürgerlichenLeben zu seinen Werken, in welchen man das leb-hafte Colorit, die Neuigkeit in Ansdrückung derkleinsten Umständen und seine genaue Nachahmungder Natur nichtgenug bewundern kann. Den Staubbetrachtete er als ein sehr beschwerliches Uebel, undwar überaus sorgfältig, seine Arbeit davor zu be-wahren. Sein Malcrzimmer hatte die Aussicht ge-gen einem Kanal; er rieb seine Farben auf einemreinen Christall und verschloß sie samt Paletten undPinseln in ein Kistcden. Wenn er in seine Werkstattkam, wartete er eine ziemliche Weile bis sich derStaub gesetzt hatte, und langte sodann erst seine Far-ben mit größter Behutsamkeit hervor. Niemanddurfte in sein Zimmer tretten, er bade denn zuvorseine Schuhe aus- und hingegen eigens hierzu be-stimmte Pantcfeln angezogen. Viele von se-ncn bell-ten Werken befinden sich in dem konigl. Pallaste zuTurin . Mau kann sich von der Achtung reicher Lieb-haber für die Arbeit Vieles Malers einen Begriffdar-aus machen , daß bey Versteigerung des berühmtenKabiuets des Herrn de la Court van der Doort dreyvon seinen Gemälden um i 6 i 5 n. Gulden verkauftworden. Der König von Sardinien hat eines, wel-ches Zuooo. Livres gekostet hat. Dieser Künstler st.um 1680.67. I. alt Sarrabat, van Meurs, Ver-koste , Surugue, Wille u. s. f. haben ungefähr zwan-zig Blatter nach ihm gestochen. DeLcamzn-II. 216.
* Doyen ( ), einer der berühmtesten Ge-
schichtsmaler zn Paris um 1760. Unter seinen öffent-lichen Werken wird eines von 22^. hoch und 12Ü breitin einer Kapelle der Kirche St. Rochus, wegen sei-ner Zusammensetzung, Charakter der Leidenschaf-ten , Schatten und Licht u. s. f. sehr gerühmt.Arx-ontro» etc.
Doyno (Rochus', ein in mathematischen Wis-senschaften sehr erfahrner Baumeister von Venosa gebürtig, arbeitete um 1755. zu Neapel . DoEm'crIII. 716.
- Draghi (Johann), Ritter und Maler von