Band 
Erster Theil.
Seite
213
JPEG-Download
 

Duval.

wo er für Privatpersonen Abbildungen von Thieren,Landschaften u. s. f. mit einer guten Manier undComposlkion verfertigte. Er st. daselbst um 1680./ÄLL0 p. 190.

Duval. S. val.

* Duvenede (Marc van>, geb. zu Brügge

um 1674. gieng frühzeitig in Italien , und lernte vierJahre bey Carl Maratti, den er nicht eher verließ,bis ihm seine Werke den Namen eines geschicktenMeisters erworben hatten. Er kehrte darauf in seinVaterland zurück, wo er verschiedene Kirchengemäl,de verfertigte, welche Gelegenheit zu noch größer»Werken gaben. Eine reiche Heyrath zog ihn von fer-nerer Uebung seiner Kunst ab. Er st. 1729. DieWerke dieses Malers sind ganz in dem Geschmackeseines Lehrmeisters. Man findet in denselben einegute Zeichnung; breite, leichte und starke Manier.Diejenigen, welche er gleich nach seiner Heimkunft ge-macht hatte, unterscheiden sich gar sehr von denen,welche er während seinen Glücksumfiänden verfer-tigte. IV. 176.

Duvens (Daniel), ein Danzigcr, malte guteBildnisse und Geschichte. Er st. 1629.

Duver (Johann). S. Dauer.

*Duvigeon( ), trcflicher Miniaturma-ler, arbeitete zu Paris , wo er 17)9. starb. Biblisch,d. schön, wissensch. VI. 55 .

Duyno. S- Dopno.

Duyrs (Johann van), Bildnißmaler zu Ant­ werpen um 1666. Er wird von de Bie S. 07»- an-geführt. C. Lauwerts hat nach ihm des BaumeistersArtus Qucllinus Bildniß gestochen.

* Dpck (Abraham van). S.denArt.E.Striep.

* -(Anton van), Maler von Antwerpen ,

lernte die Anfange der Kunst bey seinem Vater,einemgeschickten Glasmaler vonHerzogenbusch, her-nach bey Heinrich van Baelen, und endlich bey P. P.Rubens . Dieser übergab ihm gleich verschiedenegrosse Werke; er selbst aber verbesserte sie. Vandykbekam eine vorzügliche Neigung für das Bildnißma-len, weswegen er auf Rubens Anrathen in Italien gieng, wo Tition und Paul Veronese seine Musterwaren. Zu Genua hielt er sich eine geraume Zeitauf, und arbeitete nach seiner Zurückkunft für ver-schiedene Fürsten. Hernach gieng er für eine kurzeZeit in Frankreich , und darauf in England. KönigCarl I. behielt ihn durch viele Gutthaten in seinenDiensten: Dieser Fürst machte ihn zum Ritter desBades, gab ihm sein mit Diamanten besetztes Bild-lich samt einer göldnen Kette, eine Wohnung, undeine bestimmte ansehnliche Summe für seine Ge-mälde. vandyk heyrathete die Tochter des GrafenvsnGorre; er führte eine sehr prächtige Lebensart,und machte auf viele Weise großen Aufwand, wel-ches ihn nöthigte, seine Kunst fleißig zu üben. DieEilfertigkeit, mit weicherer gegen das Ende seinesLebens arbeitete, machen seine letztem Werke beyweitem nicht so schätzbar als die erstem waren, andie er mehrere Zeit und Sorgfalt gewandt hatte. Erst. iksi. 42. I. alt, und ward in der St. Pauls-kircbebegraben. Dieser große Schüler Rubens über-traf denselben in Bildnissen. Seine Köpfe sind be-zaubernd und so natürlich, daß sie das Aug' in eineangenehme Verwirrung setzen. In den Stellungenwar er ein Meister. Sieht man seine historischenBilder an, so wird ein Kenner urtheilen, daß erzwar in einigen seinem Lehrmeister gleich gekommensey, überhaupt aber weniger Genie und Feuer alsjener gehabt habe. vandpk war dazu geboren, dervortrefiichste Bildnißmaler zu seyn; Coiorit, Kennt-lichkeit, Zeichnung der Köpfe und Hände Alledies muß an ihm bewundert werden. Viele von ihmselbst gectzte Köpfe machen diesem berühmten Künst-ler Ehre; sie sind leicht, aber mit einer meisterhaften.Hand gearbeitet; einige sind nach Titian , die mei-sten aber nach seiner eignen Zeichnung. Altes, wasnach ihm gestochen worden, wird von M Oester-reich auf 55 o. Blätter geschätzt. Sein Werk ward

Eb erlin. riz

aus Marierre s Sammlung in verschiedenen Arti-keln um 255 i. Livres verkauft, worunter die von S.Bolswert gestochene Dornenkrönung allein 323 .Livres galt. Dercam/rL II. 8.

* Dyck (Daniel van), aus Frankreich gebürtig,malte Geschichte, Bildnisse und Archirecturstücke inOel und Fresco. Er arbeitete z» Venedig , wo manin einigen Kirchen von seiner Arbeit findet Dortheyrathete er Lucreria Regnier, eine geschickteMalerin, und Vkiclaus eines berühmten MalersTochter. Er ward Oberaufseher der Kunstgalerieund der Gebäude des Herzogen von Mantua umi 658 . Dieser Künstler etzte die Vergötterung Eneas und ein Bacchanale von seiner eignen Erfindung.

-Üo^cüttri.

-(Floris van), geb. zu Harlem um ikcio.

Der Geschichtschreiber Ecrevelius sagt von ihm:Wenn ihr einen Maler sucht, welcher alle ArtenFrüchte nachzuahmen weiß, so geht zu Floris vanDpck. Er kaun die Vogel durch seine Früchte be-kriegen, »nd unsern Gaumen lüstern machen".Dieser Schriftsteller thut van Dpck Unrecht, daß ernichts von seinen historischen Bildern sagt; er wardarinn eben so vortreflich, man steht aber nur sehrwenige dergleichen von ihm. II. 46.

* -(Philipp van), von Amsterdam , lernte

bey Arnold van Boonen. Er Malte Historien undBildnisse im Kleinen; dabey trieb er mit großemVortheil einen starken Handel mit Gemälden, vanDvck arbeitete einige Zeit an dem fürstlichen Hofeju Casscl, wo man schöne Familienstücke und einzelneBildnisse von ihm sieht. Seine Arbeiten sind zart,markige und wohl ausgearbeitet. Zwey auf Kupfervon ihm gemalte historische Stücke, diein des Herrnvon Gaignar Kabinette waren, wurden nach sei-nem Tode um 2402. Livres verkauft. Sie waren einGeschenk, welches die Generalstaaten 171b. demGrafen von Morville, französischen Gesandten inHolland , gemacht hatten. Dieser Künstler wohntezu Middelburg und hernach in Haag, wo er 1755.70. I alt starb. Faber, Tanie, Endelich, J.Hourbraten u. s. w. haben nach ihm gestochen. )?Mz-x. 58 .

E.

* Earlom (R.), englischer Zeichner und Kn-pferetzer, arbeitete um »760. zu London . Man hatvon ihm historische Blatter nach S. Rosa, N-Pous-sin , S. Bourdon u. s. w. Er arbeitete auch inSchwarzkunst. Lara» ä'«/,/,/.

Ebbelaer (Johann). S. den Art. IsaacVl?alravsn, seines Schülers.

Ebell. S. Egell.

Eben hecht (Georg Franz), geschickter Bild-hauer in großen und kleinen Figuren, arbeitete zuPotsdam Vieles für den KönjA von Preussen. Er st.1757. Vlachrichten von Aunftlern I. 58 .

* Eberhard (Joh. Paul), geb. zu Alton« 1725.Als Gräflich - Stoübcrg - Wernigerodischcr Baumei-ster, verfertigte er das Modell zu einem prächtigenSchloß. Aldann ward er 1754 - nach Göklingen be-rufen , »m daselbst die Baukunst nach^Penthern zulehren. Auch schrieb er verschiedene Bücher von derArchltcckur und Geometrie.

(Sebastian), Maler, ist durch ein von

Johann Sadeler i 655 . nach ihm in Kupfer gebrach-tes Bildniß Franz Johann von Praßberg, Bischofsvon Coirstanz, bekannt. Dieser Bischof regierte von16441689.

* Eber! in (C- N.), Bildnißmaler , arbeiteteum 1740. zu Göllingen . I. I. Hayd hat nach ihmin Schwarzkunst gearbeitet.

( ) Bethmeister des Schlosses Salz-

dahlum, kopirte nach den Gemälden der dafigen Ga-lerie, und lebte um 1760. Man hat von ihm eineBeschreibung dieser Galerie. lJachr. v. Bünst-lern ll. 25 .