Fiellus.
stadt Oberbofmalcr mit dem Range eines Hofraths.Endlich starb er 1 , 65 . I I. Hayd, B Vogel, G-F. Schmidt u. s. f. haben nach ihm gearbeitet, ll/55.
Fielius (Johann), Maler von Herzogeissusch,l rnte bey Peter Slingelai.d, dessen ausführlicherManier er in Verfertigung wohlgezeichneker und zier-lich gemalter Gelellschaftsstucke folgte. Er lebteum id8o. r/a» 600/ I. » 5 i.
Fierelans. S.denArt. ?sbrahamGenoel,seines Schülers.
fiesen (Thomafa), eine gelehrte Dominr-cancrnoune zu Genua , nahe Anverwandte und Schü-lerin der H. Catherina von Genua, schrieb einigemystische Abhandlungen, und st. ihZs. 87. I. altin dem Kloster St. St. Jacob und Philipp, in wel-chem ste Priorin war. Man zeigt in dem KlosterSt. Sylvester zu Pisa schöne Stickarbeit von ihrerHand, und in obbemeldtem Kloster St Jacob», s.f.einige Gemälde, Finauev verzeichniß gelehr-ter Frauenzimmer, verglichen mit der neuen Aus-gabe des Soprani 1 28. Kot. b.
Fiösdle (Simon da), Bildhauer, arbeiteteim X V. Jahrh, zu Florenz , wo er aus einem g' gros-sen Stücke Marmor eine riesenförmige Statue hauensollte, die aber so schlecht gcrlekh, daß er sie unaus-gearbeitek liegen lassen mußte M. A. Buonarotikaufte diesen Marmor hundert Jahre hernach um400. Thaler, und machte daraus seinen David mitder Schleuder. ^a»r.
— — (da). Diesen Beynamen trugen Jo-hann Angelico, Silvius Losini, Andreas Fer-rucci, Michel Maini, Mino und Vincenz Rossi.
Figadelli (Martius und Vincenz), Vater undSohn, zwey trefiiche Ornamentmalcr zu Venedig um Eo. werden von Boschini S. 5 ^ 5 . angeführt.
* Figino (Ambrostus)' vortreflicher Geschicht-«nd Bildnißmaler zu Mailand , lernte bey I. PaulLomazzo. Er malte eine große Menge Bildnisse,weil er in dieser Kunst sehr berühmt war. Einesdavon, welches er in ganzer Statur und Lebens-größe abgebildet hakte, ward in ciner öffentlichenVersammlung der Maler auf Tausend Thaler ge-schätzt. Der Dichter Marina rühmr in seinen Ver-sen das von Figino gemalte Bildniß des Herzogsvon Savoyeu. Er zeichnete die Handrisse des Mi-chelangelo mit großem Fleiß und Ähnlichkeit nach,und st. 1608. R- Saveler hat einen Leichnam Christiauf dem Schooßc seiner Mutter »ach ihm gestochen.Der berühmte Kunstliebhaber, Joseph Smith , eng-lischer Consul zu Venedig , besaß von Figino emManuscript, welches einige Kunstexpcrimente ent-hielt. /.eitere e» /a /'ittnrcr VI. ZZZ.
. Figtt» (Bompejns), Maler zu Bologna wirdvon Malvasia 11 . 55 ?. unter die Schüler des FranzGessi gezählt.
* Figolinö (Joh, Baptist), Malet von Vk-cenza, arbeitete mit Bartholomö und BenedicktMon-tagna um den Vorzug Er malte in der Kirche St.Bartholomäus die Anbetung der Weisen; das großeAltarblatt der Kirche St Thomas; St. Maria mitvielen Heiligen in der Nonnenkirche St. Franciscus,und die Geburt Christi für die Kirche St. Faustinus.Er lebte um i 5 » 5 . Ki-io//r I. 9Z.
Figonetto; Veyname vonVil. Granello.
Figurino. S. Faenza.
Filandre. S. philander.
^ Filarete (Antvn), Bildhauer zu Florenz ,verfertigte mit Simon Fiorentino, des Donatello Bruder, auf Befehl Pabst Eugenis IV. der i^är.erwählt wurde, die metallne Pforte der St. Peters-kirche zu Rom , mit welcher Arbeit sie zwölf Jahrezubrachten. Dieses Werk ist schlecht und barbarischin Vcrglcichung mit den Pforten der St. Johanns-kirche zu Florenz , ob diese gleich vor jener von Lo-ren; Ghiberci gemacht worden. Eine alte Hand-schrift schreibt des Filarere und seines Gehilfen Ar-beit dem Anron Averolino zu. Filarere gieng
Filippi. 2Z9
hernach nach Mailand , und machte daselbst Zeich-nungen zu einigen öffentlichen Gebäuden. Auchschrieb er ein Buch von der Baukunst, und eignetesolches dem Herzog Pecer von Medicis zu. DieserKünstler.starb zu Rom öo. I alt, und ward in derKirche St. Maria dclla Minerva begraben, /ür-Er II. 3 -jst.
Filgber (Conrad), Maler, arbeitete zu Ve-nedig , und erwarb sich einen großen Ruhm mit sei-nen schönen und angenehmen Landschaften, welcheBoschini in seinen Gedichten sehr rühmt. 6riarie«tz.
Filhet de la ssuree (Johann van), Ritteraus der Provinz Zütphen, ctzte eine Abbildungdes menschlichen Lebens.
Filiberki (Anton), Stcihlschneider um 1680.Man zeigt von ihm eine Medaille mit dem Brust-bilds Pabst Jnnoceu; Xl.; auf der Gegenseite siehtman eine Mater dolorosa, mit der Aufschrift: Vi-stvte ciolor meu. VonMm.
Filidoro (Stephan), malte an dem kleinenGewölbe der Kirche St. Elisabeth« de Fornari zuRom einige Geschichten auf frischen Mörtel. Tfti.
Filiparr. S. Flipart.
* Filipepi (Alexander) ist unter dem NamenFandro Borricelli bekannter. Er war ein Malervon Florenz , und lernte bey Fratec Philipp Lippi.Borricelli ward nach Rom berufen, wo er in derSixtinischen Kapelle des Vakicans arbeitete. Manfindet Vieles von seinen Werke» zu Florenz . Z. D.in,der Kirche St. Maria maggivre eine HimmelfahrtMaria mit sehr vielen Figuren der Erzvater, Pro-pheten, Apostel u. s. f. nebst dem Bildniß des An-gebers; ein sehr schönes Gemalb, welches sich bisauf unsere Zeiten so wohl erhalten hat, daß es scheint,als ob es erst vor einem Jahr verfertigt wäre. EineAnbetung der Weisen dann, die in dem großherzogl.Pallaste aufbehalten wird, nähert sich der Manierdes A Mantegng; die Engel in diesem Gemäldegleiche» Raphaels erster Manier sehr viel. Er warein vortreflicher Zeichner, und seine Bilder, die ermit Fleiß ausgearbeitet, verdienen alles Lob. Manhält ihn für de» ersten der auf Luch gemalt. Auchverfertigte er viel schöne Kirchenfahnen, die beyöffentlichen Processioneii gebraucht werden. Wegenseines unordentlichen Lebens gerieth er in Armuth,st. r 5 i 5 . 78. I. alt, und ward in der Kirche AllerHeiligen begraben. Filipepi unternahm eine Aus-gabe von Dantes Hölle, die i/,8i. zu Florenz inFolio gedruckt ist; sie ist aber unvollkommen, indemer nur einen Theil von den Figuren, mit welchener ste zu zieren vorhatte, in Kupfer gab; die übrigenStellen, welche ebenfalls dafür bestimmt waren,findet man weiß gelassen. Doch ist hierbei) anzu-merken , daß Papillon diese Figuren für Holzschnittehält. Borricelli gab auch um i/chu. Bildnisse derPropheten und Sybillen mit seinem Zeichen, welchesein zusammengebundenes A- und D. ist. Diese Blät-ter hat man bald hernach in Deutschland copirt; siesind aber so schlechtgerathen,daß man daraus schlies-sen kann, die Deutschen seyen nicht die Erfinder desKupferstechens, wie sie behaupten wollen. DiesesistBasans Urtheil; allein es ist kein bündiger Schlußzur Entscheidung der Streitfrage; denn es ist nichtsAußerordentliches, daß Nachahmer in kurzer Zeitden Erfinder übertreffen. S- de» Art. Finiguerra.Baccio Baldini hat Vieles nach Borricelli s Zeich-nung gestochen, /üarai-r ll. 470.
* Fr lippi (Camillus), Maler zu Ferrara ,stellte an der Vorderseite der Kirche Sylvester dasjüngste Gericht vor. Er starb um i 58 ). und wardin der Kirche St. Maria dcl Vado in seinem Vater-lande begraben.
* — — (Sebastian), genanntBaftianello,Maler von Ferrara . lernte in der ftoreininischenSchule, und behielt ihre Manier, nach welcher erin vielen Kirchen seines Vaterlands mit einem gutenColorit und vielem Ruhm arbeitete. Er bluhete zuAnfang des XVI. Jahrhunderts, 6r«arreMi.