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ihren Werken eine zierlichere Zeichnung und wenigerEinförmigkeit in Austheilung Schatten und Lichts.
II. 4 ?.
* Franck lSebastians ist nach gemeiner Mei-nung des alten Franzen erster Sohn, geb. um i 5 / 3 .Er lernte bey Adam van Oort. Das Genie diesesKünstlers gieng auf das Feldschlachten- und Pfer-Vemalen; doch war er auch nicht weniger in Land-schaften geschickt. Eine gute Färbung und ein leich-ter Pinkel machen seine Bilder schätzbar. SeineManier wird zwar von vielen nachgeahmt, aberihre Mittelmäßigkeit setzt die Originale außer allenZweifel. In der Karthäuserkirche zu Brüssel siehetman zwey Alkarblätter von ihm, welche im Ge-schmacke des Heinrich van Baien sehr artig gemaltsind. W. Hollar, Matham, Galle u. s. w. habennach ihm gestochen. Von dem ersten hat maneinige Blätter Ruinen von antiken Gebäuden, dieSebastian während seinem Aufenthalte zu Rom gezeichnet hatte. Gandellini behauptet, S. Franckoder vranp habe selbst nach verschiedenen Meisternradirt. DennM/n l. 281.
* — — ( ) arbeitete, als Maler, an dem
Draunschweigischen Hofe.
* Francke (Joh. Heinrich Christian), Schü-ler der Rosina Lisiewsk», war ein geschickter Bild-nißmaler zu Berlin um 1768. Des Königes seineswurde so ähnlich befunden, daß man es vielfältigcopirte. Beschreibung von Berlin S- 585 .
* Franckenberger ( ), Miniaturmaler
von Straßburg , lernte bey Friedrich Brentel. Erarbeitete um die Mitte des XVII. Jahrh, zu Wien .Füßli II. 172.
Franckens. S. Franck.
Franco, Baumeister zu Neapel , von welchemum 1^97. die schöne Kirche St. Maria la nuova er-baut, und mit Marmor und andern Kostbarkeitengeziert wurde. Domenici II. gg.
— — Miniaturmaler zu Bologna , ward unterBenedict lX. nach Rom berufen, um in dem Vati-can zu arbeiten, wo er seinen Lehrmeister Odericoda Gubbio und den Giotto übertraf, und deswegenvon Dante (Op. IX.) sehr gelobt wird Er lebteum iZoo. und war das Haupt der alte» Bolognesi-schen Schule, aus welcher Vitalis, Simon, Jacobda Bologna und andere gute Meister entstanden.Mr/r-Wm I. 14.
* — — (Andreas). Von diesem Kupferstecherhat man eine Hirschcnjagd die er 1694. verfertigte.
* — — (Angelus), Maler zu Neapel , lerntebey Januarius di Cola Er ahmte den Giotto indem Colorire nach, und studirte die Werke des Co-lantonio del Fiore- Franco arbeitete in verschiede-nen Kirchen seiner Geburtöstadt, und starb, demVermuthen nach, i 445 . Man rühmt in seinen Ge-mälden vorzüglich die schönen Gesichtsmienen. Do.E«icr I. 109.
* — — (Baptist), genannt Gemoleö, Ma-ler zu Venedig, studirte und copirte nach Michelan-gelo , besonders aber sein jüngstes Gericht. Er zeich-nete mit vieler Geschicklichkeit die Statuen und an-dere antike Kunstwerke zu Rom . Franco arbeitetemit dem Grabstichel, etzte in Kupser und schnitt inHolz; man hak aber auch von Andern Blätter nachseiner Zeichnung. Sein Werk wird auf 1Z4. Stückegeschätzt. von welchen Basan die vornehmsten an-zeigt. Franco zeichnete sehr gut, und besaß einegründliche Kenntniß der Anatomie; weil er aberweder in der Zusammensetzung noch in dem Coloritgenügsame Erfahrung hatte, auch mit einer rohenund unangenehmen Manier arbeitete, so waren seineGemälde in keiner großen Achtung. Man sieht da-von einige in dem Pallaste von St. Marcus in derKirche St. Francesco della Vigna zu Venedig . Se-moleo verfertigte vortrefliche Zeichnungen, nachwelchen der Herzog von Urbino diejenigen irdenenGefässe, die er zu Castel Durante verfertigen ließ,zu bemalen befahl. Er st. 1261. S- den Art. De-rer Brea. rra» III. 5^4.
Francois.
Franco (Cesar), Baumeister zu Padua , verfertigte den Tabernakel der dasiigen Kirche St. An-tonius; Hieronymus Campagna zierte dieses Werkmit Statuen und Ornamenten von Erzt, und denprächtigen Altar in dem Chor dieser Kirche. LoLLetti.
— (Jacob), Kupferstecher, arbeitete um1600. zu Venedig nach Augustin Carraccio u. s. f.Man hat von ihm einen Theil von den Medaillen derrömischen Kaiser, die Eneas vicus gegeben; dieKleidertrachten, Feste und öffentliche Feyerlichkeitender Stadt Venedig auf 19. Blättern; einen Theilvon der Ausgabe des erlösten Jerusalem von Tassodie i 5 go. nach des B. Castelii Zeichnungen zu Genua gemacht worden (die andern Blatter dieses Werkssind von Augustin Carraccio); verschiedenes Andresnach Baptist Franco. Er wird auch unter die Form-schneider gezählt. S. den Art. Derer Brea. Christhat sein Zeichen 140. u. 248. angeführt.
— — (Joseph und Loren;). S. Franchi.
— — ein neuerer Kupferstecher, arbeitete mitdem Spitzhammer, und hat unter anderm das Bild-niß des Baumeisters Germain Boffrand auf dieseArt verfertigt. Er ist vermuthlich I. C- Francois.
Francois (Claudius) istindemArt Wilhelmvon Marseille zu suchen.
* — — (Claudius^ nahm als Darfüßermönch(Recollet) den Name» Frere Luc an Er war vonAmiens gebürtig und kam in früher Jugcnd nach Pa-ris, wo er bey Simon Vouet die Malerey erlernte.Zu Rom suchte er sich nach dem Geschmacke der beßtenKünstler zu bilden, worin er es so weit brachte, daßer sein Gluck in der Welt hätte machen können; alleiner wählte das Klosterleben; dennoch arbeitete er im-mer mit »»gemeinem Fleiße, wie man solches ausso vielen Gemälden, die er für Kirchen und Klöster sei-nes Ordens verfertigte, sehen kann. Man findetauch einige Tafeln von seiner Arbeit in der Cathedral-kirche zu Amiens . Er st. - 689 . 70. I. alt I. Bou-langer, Edelinck u. s. f. haben nach ihm gestochen.Dache p. 198.
— — ( ), Bildhauer, aus dem Herzogthum
Bar gebürtig, arbeitete um 1700. zu Paris . Er ver-fertigte die Statue der H Monica für die KapelleSt. Augustin in der dasigen Jnvalidenkirche. Di-
Zamo/.
* — — (Joh.Carl), geboren zuNancy 1717.lernte und übte anfangs die Kupferstecherkunst; her-nach brachleer die Manier, Handrisse von roth undschwarzer Kreide in Kupferstiche» nachzuahmen,auf einen sehr hohen Grad der Vollkommenheit,und schrieb hierüber einen Brief an H. Saverien,deram Endedes ersten Theils der Utnlosophesmo-clernes zu lesen ist. In diesem Buche legte Fran-cois an verschiedenen Bildnissen bewundernswür-dige Proben seiner Geschicklichkeit in dieser Art ab.Er bekam die Stelle eines Cabinets-Kupferstechersder königl. Zeichnungen mit einem Geholte von 6ou.Pfunden, und arbeitete zu Paris , wo die Verfolgun-gen , die ihm der Neid zuzog, seinen Tod beförder-ten, der 1769. erfolgte. Um gleiche Zeit und ingleicher Stadt, wie auch in andern Städte», arbei-teten in dieser Kunst Basier, I Baptist Bichard,Ludwig Bonner, Magny, Desmarceaux, allezu Paris . Der berühmte G. F. Schmidt undDaniel Berger zu Berlin ; I. Justin Dreißlerzu Nürnberg; I. Carl Felder zu Dresden ; FranzBarrolozzi zu Venedig . S. den Arr. LNagny. —Francois Ehefrau malte Bildnisse; ihr Gemahletzte nach ihr das Bildniß von Alexander Saverien,Urheber des obgemeldten Buchs, i« Drance /rttLraire.
— — (Lucas) von Mecheln malte vortreflichehistorische Stücke, daneben auch gute Bildnisse, underwarb sich durch seine Arbeit für die Könige vonFrankreich und Spanien großen Reichthum. Mansieht auch von seinen Werken in den Kirchen zuLournay, Mecheln u. s. w. Er starb mit Ehre undallen Glücksgütern überhäuft 1645. 71. 1 . alt. Der-cnm/n I. 282.