Band 
Erster Theil.
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262
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262 Gabrieli .

dem Hofe des Bischofs von Aichstadt. Er war da-mals 69. I. alt. S. sein Bildniß.

* Gabrieli (Joh-Camillus), Maler zu Rom ,lernte bey Peter Deretino. Er ist vorzüglich durchseine Schüler Franz und Joseph Maria Milan!bekannt.

— — (Onofrius), Maler von Meffina, ar-beitete lange Zeit zu Padua in dein Pallaste Borro-mei und in dem Landpallaste dieses Hauses zu Ser-meola in Oel und Fresco.

Gabron (Wilhelm), geb. zu Antwerpen um1622 hielt stch lange zu Rom auf, starb aber in sei-nem Datcrlande. Seine Gemälde sind sehr gesucht.In denselben findet man güldene, silberne und Por-cellanen« Geschirre mit so ungemeinem Fleiß undStarke ausgearbeitet, daß öfters das Aug dadurchbetrogen wird. Man hat auch von ihm Fruchte undBlumenstücke, die sehr gerühmt werden. Oe§-cs/ir/'5 II. 268.

n Gabuggiani (Balthasar), florentinischerKupfcretzer, arbeitete um 1720. zu Rom . SeineBlätter bestehen meistens in Architekturen nach F.Fuga u. s. w. Er cvpirre ins Kleine die Holzschnittedes Fußbodens in der Hauptkirche zu Siena , die A.Andreani nach D. Beccafumi's Cartons verfertigt.Dieser Künstler glaubte, die Kupferplatten des P.S- Bartoli nach dem vaticanischen Virgil warenverloren gegangen, und etzte sie aufs neue; da eraber erfuhr, daß jene Platten wieder gefunden wor-den, betrübte er sich über diesen Zeitverlust und an-gewandte Kosten, da des Bartoli Arbeit die seinigeweit übertraf. S. den Art L. Tosarri.

Gabuzzt. S- Galburi.

* Gaddi (Angelus), des Taddaus Sohn,Maler zu Florenz , würde ganz gewiß einer der größ-ten Künstler geworden seyn, wenn er sich nicht aufdie Kaufmannschaft gelegt hätte, durch welche ereinen großen Reichthum erwarb. Gleichwohl arbei-tete er bisweilen noch zu seinem Zeitvenrieb, besserteeinige Musivarbeiten aus, und hielt eine Zeichen-schule. Angelus st. 1287, 65 . I. alt, und ward inder Kirche St. Maria novella zu Florenz bey seinenVoreltern begraben. Seine Gemälde, obwohl un-richtig gezeichnet, wurden doch wegen der Kunst,mit welcher er die Leidenschaften auszudrücken wußte,bewundert. Man bemerkt auch in seinen Compositio-nen viel Genie. S- den Art. A Tast. i l. 192.

----- (Gaddo) zeigte in seiner nach demgriechischen Geschmacke eingerichteten Zeichnung einemehrere Fertigkeit als Andreas Tafi, und eiferte aufGiotto, seinen Mitarbeiter, ob er gleich »och Vie-les von ihm lernte. Gemeinschaftlich verfertigtensie verschiedene Musiv- und Malerarbeit. Gaddoward von Pabst Clemens V. nach Rom berufen, woer die von Jacob da Turrita angefangene Arbeitin den Kirchen St Maria Maggiore und St. St.Petrus und Johannes vollendete. Hiernachst kenntman von ihm kleine historische Gemälde von Musiv-arbcit, die er mit großem Fleiß und ungemeiner Ge-duld aus kleinen Stückaen von gefärbten Eyerschaa-len zusammensetzte. Man sieht »och einige davonin der großherzogl Galerie Dieser Künstler starbi5i2. 72. I- alt. I. m.

* — — (Johann), des Angelus Bruder undSchüler, malte um 128». in dem Klosterzum H. Geistin Florenz . Aber seine Werke sind wegen vielen Ver-änderungen an den Gebäuden zu Grunde gegangen.La/cittmcci 80c. 1l. p. 102.

* — — (Taddäus), des Gaddi Sohn, hieltsich nach seines Vaters Absterben 2 s.J. bey Giotto ,seinem Taufpathen, auf. Als auch dieser gestorbenwar, machte sich Taddaus als ein erfahrner Bau-meister und Maler bekannt. Er bewies solches durchviele Gemälde, in welchen er seinen Lehrmeister inder Reinlichkeit des Colorits und in dem Ausdruckeder Leidenschaften übertraf. Taddaus wird auchunter die Musivarbeiter gezählt. Er baute mit sehrgroßen Unkosten die zwey Brücken St. Lrinica und

Gagini.

Ponte Vecchio , welche 1222. durch eine der StadtFlorenz sehr schädliche Ueberschwemmung des FlussesArno zugrundgerichtct waren. Der Bau dieser Drü-cken wird von andern Schriftstellern mit ziemlicherWahrscheinlichkeit dem damaligen StadtbaumeisterzJeri Lioravanti zugeschrieben. Dem sey wie ihmwill, so baute Taddaus den Glockenthurm der Kir-che St. Maria dei Fiore, und übermalte eine langeWand in der Kirche St. Maria novella . Aus seinerFamilie entstanden Cardinäle» Bischöfe und anderevornehme Männer, welche jederzeit große Gönnerder Künstler waren. Taddaus starb nach 1262.und ward in der Kirche zum H. Kreuz begraben.Lottarr I. 107.

Gadi (Franz), desVictoriusBigariSchüler,malte um 1720. die Bildnisse der berühmtesten Bo-logneser des Servitenordens, welche in der Biblio-thek ihres Klosters zu sehen sind. Dann für die Ka-pelle Canobi in der Kirche dell Annunziata das Bilddes H. Petrus Regolato. ^Lcoro.

Gadsdon (Jfaac). S- den Ant. BarryLanglep.

Gaebou (Anton)., s. Goebourv.

* Gaelen (Alexander van), geb. zu Amsterdam um 1670. lernte bey Johann van Hugtenburg. Erarbeitete auf seinen Reisen an verschiedene» deutschen Höfen, besonders an des Churfürsten von Cülln, woer Feldschlachren, Jagden und Thiere malte. Nacheiniger Zeit gieng er in England; hier stellte er ineinem Bilde die Ceremonie vor, wie die Könige insParlement fahren; für diese und andere Arbeit warder reichlich belohnt, 600/1. 5 so.

Gaerrner (Andreas), chursächsischer Hof-Modellmeister und Mechanicus zu Dresden , warbesonders in der Baukunst einer der größten Meisterin Deutschland . V/Iarperger erzählt in vielen Ar-tikeln seine sinnreiche Erfindungen S. u. s. f.Er lebte um 17^0. — Georg Gaerrner wird alsein guter Wasserfarbcnmaler gerühmt. Er starb inseiner Geburtsstadt Nürnberg nach 1640. — SeinSohn Georg zeigte seine Geschicklichkeit in trefli-chen Copien nach Albrecht Dürers Gemälden- Erst. 1624. — Hieronymus Gaerrner von Nürn-berg schnitzte sehr kleine Sachen aus Holz; er warauch in der Baukunst und in Wasserleitungen wohlerfahren, wovon der schöne laufende Brunn aufdemchurmaynz.'schen Schlosse Aschaffenburg , den er an-geordnet, zeugen kann. Erst. i2^c». Doppelmayr.— Marrhaus Gaerrner war um den Anfang desXVili. Jahrh. chursachsischerOber-Landbaumeister.

Gaera (Ludwig), Baumeister zu Rom , wurdeschon in früher Jugend von M. A. Buonaroti zumAufseher über die Arbeiter bey dem St. Peterskirchen-bau bestellt,

Gaerani; Beyname von Scipio Dulzone.

Gaerano (Franz), ein Edelmann zu Neapel ,lernte bey Maximus Stanzioni. Er ward in derMalerey ein guter Künstler, wie man solches anzwey Altarblättern in der kleinen Kirche St. Nicolausbey Pistaso zu Neapel sehen kann. Er lebte um dieMitte des XVII Jahrhunderts. Oomeurci III. 67.

— — (Ludwig), arbeitete um den Anfang desX VII. Jahrh, in der St. Marcuskirche zu Venedig in Musiv nach den Cartons von Dominicus Robusti,Anton Vaßilacchi u. s. w. ^auettr p. 685 .

* Gaeus; Name eines antiken Edelsteinschnei-bers, welcher auf dem Halsband eines in einen Gra-natstein geschnittenen Hundskopfs gefunden wird.IVntter X". 16.

Gafar (Melchior). S- Taffa.

* Gager (Franz). S. den Art. NuinrinVarin, seines Lehrmeisters.

Gagini. Aus dieser zu Palermo seßhaftenFamilie zählt man verschiedene berühmte Zeichnerund Bildhauer, als: Dominicus; *Anron,dessen Sohn, lebte i 5 »Z. Dieser hatte dreySöhne.- vincenz, Jacob und vacio. Als M. A.