Garofalo.
und Schreibtische dienten. Dergleichen verfertigteer für Carl II. König in Spanien , der ihm Zeit-lebens ein starkes Jahrgeld verordnete. Er starb umr/oii. — Andreas vincenti, aus der Provinz Lecce gebürtig, Dominicus perone, Franz della Torreund Dominicus Toscia, alles Schüler des LucasGiordano, arbeiteten auf gleiche Manier wie dieserGarofalo. Domerstcr III. 452.
* Garofalo (P. Joseph), von der Congrergation des Oratorii, etzte das Bildniß des H. Sera-phim von Ascoli , der die H. Maria auf den Wolkensitzend betrachtet, bey Anlaß der Canonisakion die?feS Heiligen (1767.). Oaucke/ü'm.
* Garolr (Peter Franz), Maler und Bau-meister von Turin, arbeitete zu Rom , wo er 1679.zum beständigen Professor der Perspectiv in der Ma-lerakademie St. Lucas verordnet wurde- Er starbdaselbst 1716. 78. I. alt. /'«Lco/r I. 190.
Gar 0 v 0 (Joseph), von Bissone gebürtig, lerntedie Stuccaturarbeit bey Abbondio Stazio und Car-poforo Mazetti Tcnchala. Er war ein schwcrmülhi-ger und seltsamer Kopf, der über den wenigen Ver-dienst verdrüssig ward; daher er um 1750. Venedig verließ, ohne daß man seither einige Nachricht vonihm erfahren konnte. Füstli IV. 1 ic>.
Gaur, (Georg), berühmter Blumenmaler zuNeapel . lernte bey Niclaus Casissa. Er arbeitetenach des Andreas Belvedere Manier, und starb umi? 3 >. — Seine Tochter Eolomba, des ThomasTastellano Ehefrau, malte treflich Blumen, Per-spektive, Fischereyen, Küchenstücke u. s. w. worinsie auch ihre Töchter unterwies. — Johann Garri,Georgs Bruder, malte sehr schöne Seestücke undLandschaften. Oomemer III. 574.
Garscard. S. Gas.ard.
Garrner. S Gaerrner.
Garvey (Edmund), guter englischer Land-schaftsmaler für große Prospekte, blühete um 1770.Man setzt an seiner Arbeit aus, daß er zu vielesSchüttgelb in feinem Colorit brauche. Mrc.
Garzadori ( ). Von einem solchen
siehet man in der Benedictiner-Nonnenkirche St.Marcus zu Padua eine Altartafel, die mit seinemNamen bezeichnet ist.
* Garzi (Ludwig), Maler von Pistoja, lerntebey Salomon Boccali und bey Andreas Sacchi, wel-cher ihn mehr als seine übrigen Schüler liebte - seineWerke ausbesserte, und dieselben in kurzer Zeit ineinen guten Ruf brachte. Garzi besaß auch in derThat verschiedene wichtige Theile in seiner Kunst:Richtige Zeichnung, schöne Composition, angeneh-mes Colorit, leichten Pinsel, wohl angeordnete Grup-pen und Gewänder von gutem Geschmacke sind dieZüge, welche seine Arbeit bezeichnen. Er verstanddie Landschaften, die Architektur und die Perspek-tive sehr wohl Man bewundert vornehmlich seineEngelöchöre. Er zeichnete nach des Carl MarattiManier. Seine meisten und beßlen Werke findetman zu Rom und zu Neapel , unter welchen das Ge-wölb der Kirche belle Stimmate alli Cesariniund der Prophet Joel in der Kirche St. Johann deLateran vorzüglich bemerkt zu werden verdienen.Man findet nur ein einziges Blatt nach ihm, wel-ches den H. Philipp Neri vorstellt, in der Samm-lung von Crozat. Er st. 1721. 83 . 1 alt. — SeinSohn Marius, den er in der Kunst unterwiesenhatte, starb vor dem Vater. Man sieht von seinenoffen clichen Gemälden in den Kirchen St. Maria dell'Orko und della St. Nativita di N. S. degli Agoni-tanlj zu Rom. /'»5co/r II. 235 .
Garzi» (Johann), Schüler des JohannMaü-nozzi, genannt da S. Giovanni, malte in der Klo-sterkirche Allerheiligen zu Florenz eine von den Tha-ten des H. Franciscus. tÄ'üerr.
G.arzoni (Angelus), Maler zu Venedig , vonwelchem man in der Kirche Ct. Bonaventura einBild siehet, welches den leidenden Heiland in demGarten Gechsemane vorstellt.
Gatt 11. 269
Garzvn» (Joh.), berühmte Mimaturmalerinvon Ascoli , arbeitete in den vornehmsten StädtenItaliens, und hielt sich lange Zeit zu Florenz auf,wo sie sehr schöne Merkmale ihrer Kunst hinterließund einen großen Reichthum erwarb. Der Herzogvon Alcala, Vicekönig von Neapel , berief sie umi 63 o. an seinen Hof. Endlich kam sie nach Rom »wo sie von jedermann hochgeschätzt wurde, und um1670 in hohem Alter starb. Eines ihrer schönstenGemälde ist eine Copie nach Raphaels Madonnadella Sedia; dieses Stück hängt (nebst dem Kopfeeines jungen St. Johannes, welcher von ihrer eig-nen Erfindung, und schlecht gezeichnet ist) in demGroßherzogl. Pallaste Poggio imperiale/ nahe beyFlorenz. Johanna setzte die Maleracademie St.Lucas zum Erben ihres Vermögens und ihrer Samm-lung von Zeichnungen bcrühmtcr Künstler ein; da-her ihr ein Monument, mit ihrem Bildnisse und einerLobschrifk, in dieser Kirche aufgerichtet wurde, /"ar-co/r II. 451.
Gase (Rosina von). S. Lifieuwsky.
* Gascard (Heinrich), geschickter Bildniß-maler von Paris , ward 1680. Mitglied der königl.Academie. Er arbeitete zu Rom , wo er 1701. 66.
I. alt starb. Man siehet von ihm in der KircheSt. Maria de Miracoli eine Tafel, welche das Bild-niß des H. Autonius vorstellt. P. Lombard, I. vander Baue, Roffi u. s f. haben nach ihm gestochen.6»eriu p. 22 s.
Gafpari (Anton), Baumeister, welchem derBau des Pallastes Zenobio, an dem Ufer des Kar-meliterklosters zu Venedig , zugeschrieben wird. Manfindet davon einen Abriß in des L. Carlevariis Samm-lung. /sitr atta cir
Gafparini (Jacob). S- den Art. MichelTastrucci.
Gafpars (Joh. Baptist). S. Baptist.
Gafpe oder Gafpre; Beyname von L.Dugber.
Gaffel (Lucas), von Helmont , einer der be-rühmtesten Landschaftsmaler in Niederlanden , ar-beite,'«: zu Brüssel . Tarl van Mander sagt, erhabe wenig gearbeitet; aber der gelehrte Lampsoniushabe ihn hochgehalten und seiner Freundschaft ge-würdigt Er wird von Papillon unter die altenFormschneider gezählt. Gassel blühete um den An-fang des XVI. Jahrhunderts. S. den Art. Bap-tist Bambi. l. 33 .
Gaffen (Franz), Maler vo» Barcellona , maltein dem Geschmack und in Gesellschaft des Peter Cu-guet. Gassen arbeitete nirgends als in seiner Va-terstadt Daselbst sieht man in der Kirche St. Fran-ciscus de Paula das Leben dieses Heiligen und dieGeschichten des H. Angustins in einem Kloster diesesNamens. Er st. i 658 . ungefähr 6u. I. alt.kaseo XR 102.
* Gastier (Niclaus), vortreflicher Land-schaftsmaler in Miniatur, von Frankfurt ani Mayn,arbeitete für die Höfe von Kopenhagen/ Dresden ,Cassel u s. f. Er malte auch für das kaiserl. Kunst-cabinek die zwölf Monate in sehr schönen Landschaf-ten, worin er alles, was die Natur in den verschie-denen Jahrszeiken hervorbringt, sehr natürlich undkünstlich vorstellte. Dabey war Gastier ein in derTheologie,Philosophie undMedicin erfahrner Mann.Er lebte in seinem Vaterlande um 2670. Gandrarr
II. 8i.
Gast (Michel de), niederländischer Maler, ausdessen Werken man muthinaaßen kann, er habe einigeZeit in Italien studirt- Seine Gemälde bilden dieRuinen des alten Roms ab, und sie sind mit Figu-ren und Thieren siaffirt. Er arbeitete zu Antwer-pen , wo er i 558 . in die Malergesellschaft aufgenom-men wurde. I. 121.
Gar in (P.), vortreflicher Formschneider, derum die Mitte des X V >. Jahrh, biühete. Er verfer-tigte Modelle für die Arbeiter zu broschierten S »of-fen, Damast, Gazen, geknüpften Schnüren u. s. fI. 23 1.