Gobbo.
bey Hannlbal Carracci und bey I. Baptist Viola.Er malle die Früchte so vollkommen und natürlich,daß Menschen und Thiere dadurch betrogen wur-den; dann auch Landschaften, und versuchte esselbst mir Figuren, die er mit Fruchtgehäusen ein-faßte, und sehr gefällig ausarbeitete. Er starb zuRom 6». I. alt um ib(>o. Man hat von ihmeine geetzte Landschaft, worin die Flucht in Egyp-ten vorgestellt ist. S. den Art. Bonzi. La§iimrrx. 229.
Gobbo. Diesen Beynamen trugen auch, wegenihrer höckerigten Leibsgestalt, Dominicus d'Aglio,Anton Carraccio, Baptist Giamberri, Andreasund Christoph Solaris, und Bartholomö Tra-hallesi.
G 0 belyns (Cornelius van), ein Niederländer;malte ovidische Verwandlungen und Landschaften.
* G 0 berr (Peter), berühmterBildnißmaler von
Fontainebleau; arbeitete zu Paris , wo er 1701. zumMikgliede der königlichen Äcademie aufgenommenwurde. Edelink, Drevet, Lhomaffln, u. s. f. ha-ben nach ihm gestochen. p. i 85 .
— — ( ), französischer Baumeister, war
1699. Mitglied der königl. Äcademie von der er-sten Ordnung. B. Picarc hat nach seiner Zeich-nung des le S)run Feldschlacht des Königs Porusauf drey Blätter gestochen.
Gobille (Peter), französischer Kupferstecher;arbeitete nach Franz Chauveau, u. s. f. Man hatvon ihm eine Geschichte unsers Heilandes.
Gobi » vielleicht G 0din ( ), etzte einige
Platten in Monro's Lrackat von der Osteologie,die von S»e ins Französische übersetzt und zu Pa-ris 1769. gedruckt ist.
*Godefroi( ), französischer Kupferste-cher; arbeitete um 1760. nach Vernetu. s. w.
— — S. den Art. Dicauir.
Goderis (Johann). S. den Ärt. CorneliusVerbeek.
* Goders (Anton des), ein Pariser, ward1694. Controleur der königl. Gebäude, ordentlicherkönigl. Baumeister 1699. und Professor, der Aka-demie 1719. Er schrieb verschiedene Bücher; ne-ben Ander»! gab er i68Z. ein Werk in Folio:Klarte des Ldiiloes antiguss »le Ikome, die ersehr genau abgemessen und nach der Natur gezeich-net hatte. Dasselbe ist sehr selten geworden. DieBlatter sind von Edelinck, le Clerc, le Pautre,Eirard, Chatillon, u. s f. Andere Werke hinter-ließ Desgodets in Handschrift, und st. 1728. 76.I. alt. i'^civocat.
Godewyk ( Margaretha ), eine der geschick-ten Personen ihres Geschlechts und Zeitalters.Sie verstand die griechische - lateinische, italieni-sche, französische und englische Sprachen. Siestickte mit der Nadel, und malte in Oel und Was-serfarben Landschaften, Blumen und Seestücke >worin sie von Niclaus Maas unterwiesen wurde.Diese gelehrte Dame war auch in der Dicht- undandern Künsten wohl erfahren. Sie starb in ihrerGeburtsstadt Dortrecht 1677. 5 o. I. alt. ^orr-bralee» I. 026.
* G 0 dfrey (R. D.), englischer Kupferstecher;lebte um 1760. Man hat von ihm verschiedeneBlätter und Landschaften nach Brooking, Cl. Ge-lee, Casanova, Lantara, Fragonard , le Prince,und andern Meistern.
* Godfrid (Johann), englischer Schwarz-kunsistccher; ist durch verschiedene Blätter bekannt.Man hat neben Andern von ihm die Musikantennach Schalken. Er lebte um 1700. Lara».
* Gsdin ( ), französischer Kupferstecher
um 1770. Er arbeitete nach Net scher, Caresme,Grenze u. s. w. S. Gobin.
Godon, Beyname von Genevieve Man-ch or.
Goes. 237
<6 0 dyn (Abraham). S. I. M- Geeraerts,seinen Schüler.
— — (Dionisius), genannt Gjevaar, Malerin Haag; lernte bey Johann de Baan. Er stu-dirte zu Rom , wo er in einer Kirche die GeburtChristi auf frischen Kalk malte. Er lebte um 1700.van 600/ II. 454.
Goebel (Joh. Emanuel), geb. zu Berlin 172«. lernte bey seinem Vater Carl, einem Kupfer-stecher , und bey Anna Maria Hayd. Er maltein Miniatur und in Schmelzarbeit, und gieng nachWarschau , wo er 1769. starb. p. »47.
Goebourv (Anton), geb. zu Antwerpen um1625. reiste frühe in Italien , wo er sich lange Zeitaufhielt, und daselbst die Werke großer Meistercopirte. Dadurch ward er ein treflicher Geschichts-malcr, guter Zeichner und großer Colorist. Manhat auch einige Stücke von ihm in Ostade's Ge-schmack ; aber in diesen ist sein Coloritetwas schwärz-lich. R. Collin hat 1662. das schöne Bildnißdes geschickten Landschaftmalets Caspar Witte nachihm gestochen. II. 061.
Goedarr (Johann), geb. zu Middelburg inSeeland um 1620. war ein geschickter Maler undNaturforscher. Er malte mit Wasserfarben Vögelund Insekten mit unglaublichem Fleiß und Ge-nauigkeit. Von den Insekten und ihren Verwand-lungen gab er 1662. eine Sammlung mit Kupfernund Schrift heraus, welcher 1667. der zweyte Theilfolgte; der dritte kam erst nach seinem Tod ansLicht. Dieses Werk ward hernach in das Latei-nische und Französische, unter dem Titel: Mets-morpkosis naturalis übersetzt. Goedart st. 1668-DncaMxr II. 268.
* Gc> edeler (Ellas), Maler und Baumeister,ward 1620. auf dem Schlosse Hclfenberg in demLande ob der Ems geboren. Er malte Perspektivein Oel und auf frischen Kalk, und arbeitete zuNürnberg . Unter seiner Aufsicht wurden die fürst-lichen Schlösser zu Bayreuth und Hildburgshau-sen erbaut. Er starb als Oberbaumeister an die-sem letztem Ort 1698. I. Sandra« hat nach ihmgestochen. Doppelmayr S. 249.
G 0 edenw 1 1 , d. i. Gurer N) rlle, Bent-name von Theodor wilkens.
Goedig (Heinrich), Maler nnd Kupferstecherzu Dresden um 1297. Man findet Blätter vonihm, welche die alten sächsischen Geschichten vor-stellen. Christ führt sein Zeichen S. 220. an.
Goekind (Peter), niederländischer Maler-ist bloß durch seinen Schüler Johann Breüghel be-kannt. Gandrare I. 269.
* Goemare (I ), ein niederländischer Land-schaftsmaler, nach welchem Scheide Bolswcrt ge-stochen hat.
* Goeree (Johann), Zeichner und Kupfer-stecher von Middelburg , von welchem man einigeschöne Werke hat, unter andern die jüdischen Al-terthümer des nachfolgenden Wilhelm Goeree.Er lernte bey Gerard Lairesse und arbeitete zu Am-sterdam , wo er 1708. 68. I. alt starb. Vianetthat nach seinen Zeichnungen gestochen.
— — (Wilhelm), gelehrter Buchhändler undKunstliebhaber zu Amsterdam , schrieb eine Anlei-tung zur allgemeinen Malerey; die Kennt-niß des Menschen in Ädfichr auf seine L 4 la-rur und die Malerey; eine allgemeine Bau-kunst. Er st. 1711. Oictionaire ürLtori^ie xo, Mü/.
Go erring (Heinrich). S. RIeine Meister.Er arbeitete gemeiniglich auf überzinnt Eisen-blech.
Goes (Hugo van der), gebürtig von Brügge ;lernte bey Johann van Eyk. Man bewundert anseinen Gemälden eine sinnreiche Zusammensetzung,schöne und angenehme Gesichlözüge, eine vortreftliche Reinlichkeit der Farben, und eine fleißige