G r o p a t l o.
Thier- und Jagdenmaler in ruffisch-kaiserl. Dienstenach Petersburg , wo 1762. ein Verzeichnis; von § 5 .Gemälden im Druck erschienen, welche er auf derKaiserin Elisabeth Befehl für das Lustschloß Sars-koje-Selo gemalt hatte. Diese bestehen sämtlich ausJagd- und Thierstücken. C.M Roth hat nach ihmgestochen. 3 ) * Joh. rJiclaus, geb. 172Z. wardein sehr guter Bilonißmastr. Er arbeitete 1757. zuMünchen , wo er, neben Anderin, zwey große Fa-milienstücke von der churfürstl. Herrschaft verfertigte.Nebendem malte er vortrefliche alte Köpfe. Il^c.
Gropallo (Peter Maria), geb. zu Genua 1610.lernte bey I. Baptist Paggi die Malerey. Er zeich-nete Festungen und Plane von Landern und Gütern;daher er von der Regierung bey verschiedenen An-säßen gebraucht würde. Dann verfertigte er Figu-ren und Bildnisse aus gefärbtem Wachs, erfandauch eine neue Gattung Seherrohre und war nochferner in andern Künsten und Wissenschaften erfah-ren. Er st. 1671. p. 26Z.
Gropelli (Martin). S. den Art. pererBaratt».
Gr 0 ppi (Cesar). S. den Art. zJrclaus Roc-caraglia, seines Schülers.
* Gros (Peter le), Bildhauer von Chartres ,arbeitete zu Paris und ward 1666. Mitglied derkönigl. Akademie, derselben Profcssor-Adjunctns1690-, würklicher Professor 1702. und aber 1706.dieser Stelle entlassen. Er st. 171-;. 66 . I alt. —Man sieht von seiner Arbeit: In dem königl. Gar-te» der Thuilleries die Slalüen des Winters und derFlora nach Antiken; in devJnvalidenkirche ein Bas-relief, worin St. Ludwig, den Armen Speise aus-theilend, abgebildet ist. Neben andern Bildhauern ar-beitete er au derPforteSt. Martin. — Sein Sohn,perer lc Gros , gierig, erst 20. I. alt, auf königl.Unkosten nach Rom . Nachdem seine bestimmtendrey Jahre verflossen waren, blieb er für sich selbstallda "und verfertigte Werke die alles Lob verdienen,als: Die Statüe des H. Dominicns für die St Pe-terskirche; die vortrefliche Gruppe des Sieges derReligion über die Ketzere» auf dem Altare des H.Jgnatius in der I. suirerkirche del Giesu u s. f EineUnpäßlichkeit nöthigte diesen geschickten Künstler insein Vaterland zurückzukehren, wo er einige Probenseiner Talente zeigte. So siehet man z. B. in derSpithalkirche St Jacques des Jncurabels ein Bas-relief von seiner Hand; auch arbeitete er für den H.von Crozat. le Gros kehrte darauf wieder nachRom , wo er 1719 62. I. alt starb, und ward inder Kirche St. Ludwig begraben. Dieser Künstlerwird immer einer der beßten unter den neuern Bild-hauern bleiben. Der Charakter seiner Köpee ist gutund weise, und seine Gewänder waren nicht in deinschlechten Geschmacke der Künstler seines Jahrh.Dennoch scheint er das wahre Schöne des Alter-thums nicht gekannt zu habe», welches etliche idea-lir'che Brustbilder, die der MarcheseRondanini besaß,beweisen können. H. Frezra hat ein Basrelief nachihm in Kupfer gestochen, /'arco/r I 271.— * SeinBruder, ein geschickter Bildnißmaler zu Paris , lerntebey H. Rigaud. Er blühcte um 1720. N. de l'Ar-meßin, N. Dupuis u. s. f. haben nach ihm in Ku-pfer gestochen.
* Gros (Philipp), ein deutscher Banmeister,machte sich durch das Rathhaus zu Nürnberg , wel-ches er im XlV. Jahrh erbaute, berühmt. Manzählt dasselbe noch heut zu Lage unter die schönstenGebäude in dieser Stadt. Marperger S. 3 r 6 .
* Gros mann (Carl August ), ein sehr ge-schickter Gravierer in Gold, war aus Schweden gebürtig. Erarbeitete um 1766 zuAugspurg, woer für die Goldschmiede und Jnwelirer sehr schöneArbeit verfertigte, da er besonders vortreflich zeich-nete, und davon einen guten Gebrauch zu machenwußte, von Storren X. Br.
*Grosnier( ), Kupferstechern; zu Paris um 1760. Man hat von ihr einige Blätter nach ver-schiedenen Meistern verfertigt. Lara» 8uppl.
Trotti. 299
Gro schupp (Leonhard) 1691. HieronyMusLreß 1692. Johann Fischer oder vischer 1692.Johann L iebmannn 1602 und Jonas Silber -Alles Kupferstecher von Culmbach; dieser letztrearbeitete außer seinem Vaterlande. Murrs tskürn-berg. Bunftgesch. S- 210.
Groskurr ( ), Stahlschneider in Dien-
sten des Churfürsten von Sachsen , verfertigte eineSchaumünze auf die Einführung Georg Ludwig,Herzogs von Hannover , in das churfüstl Collegium.Lochner giebt davon eine Abbildung III. 401.
Groß (I. und G.), Zeichner und Kupferste-cher zu Prag , blühete im X VII. Jahrh. N. B-bl.schön w-ssensch. X VIII. 249.
Große oder Grosso (Ambrosins), Kunst-gießer zu Mailand , verfertigte, nach dem Modelledes Bildhauers Diouysius Bussola, den Kopf unddie Hände der riesenformigen Sra:üe des H. Caro-lus Bvrromaus auf dem Platze Corduce; die Klei-dung schmiedete Alberr Guerra aus Kupferblech.Großi arbeitete auch an den Verzierungen des Ge-länders von dem Hochaltar in der Kirche der berühm-ten Carkhause zu Pavia . Latnaria.
— — (Jacob) von Bologna , malte die Ver-zierungen der Decken in zwey Kapellen der KircheSt. Euphemia dclla Guidecca ;» Venedig , zu wel-chen August Lltrerini die Figuren malte. Er lebteum 1680.
— — (Johann), ein Römer, verfertiate alle
Stliccoarbeik m der dasigen kleinen Kirche St Nicolode Lorenest. Er arbeitete auch an dem Brunnen Trcviund in dem OratorioSt Maria del Carmine umi7hn.Dtr.
— — (Paul). S. Graßi.
Grosso (Cesar), Maler zu Bologna , wirdvon Malvasia l. 58 i. unter den Schülern der Car-racci angeführt.
— — (Dominions), Maler zu Neapel , lernte
bey J. Baptist duBnisson und bey Onophrius Loch.Er malte Blumen, Pflanzen, Geflügel u s. f. wo-bey er sich imnier der Natur bediente. Seine Arbeitwar sehr beliebt und berühmt. Er blühete »>«'1720.Domemci III. Zoo.
— — (Nanni), Bildhauer zu Florenz , lernte
bey Andreas Verrochio Er war ein seltsamer, demTrunke ergebner Mann, der weder in Klöstern nochin Pallästen arbeiten wollte, wo er nicht immer dieKellerchüre offen fand, damit er nach eignem Be-lieben, auch ohne des Kellermeisters Vorwissen,seinen Durst stillen konnte. Als er auf dem Tod-bette lag und ihm ei» schlechtes Kruzifix furgehaltenwurde bat er, man nwgte dieses wegnehmen undeines von Donatcllo's Arbeit holen lasse». Er lebteum iHoo. II. H84.
— — (Niclaus), genannt Caparra, ein sehrgeschickter Eisenschmied zu Florenz , dessen vasariin des ssronoca Lebensbeschreibung gedenkt. AllesEisenwerk des Pallafles Strozzi ist von seiner Ar-beit und entspricht der in demselben angebrachtenschönen Architektur vollkommen. Er war ein selt-samer eigensinniger Mann, der keine Arbeit anneh-men wollte, wen» ihm die eine Hälfte des bedun,genen Lohns nicht voraus, uud die andere bey Aus-lieferung derselbe» bezahlt wurde; daher er obge-dachtcn Beynamen bekam. Grosso lebte um 1,460.
Grotte (belle); Beyname von BernhardinBarbatelli.
Grorresche (belle); Beyname von AndreasFelrvlno und Prosper Orst
Grorri (Franz), Edelmann von Perugia , warin vielen Künsten und Wissenschaften erfahren, wor-unter die Baukunst nicht die geringste ist. Er zeich-nete eine Menge vortreflicher Risse zu öffentlichenund Privakgebäuden. Derjenige, den er für den Jn-quisitionspallast „ Perugia entworfen hatte, wardunter seiner Aufsicht ausgeführt. Viele Edelleute inder Romanei beriefen ihn und bedienten sich seinesPp 2