Band 
Erster Theil.
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301
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Guarini.

ziemlich gute Falten gelegt und seine Zusammen-setzungen zeigen eine bessere Ordnung. Er malte,Z 65 . in dem großen Rathssaale zu Venedig dasParadies. Michel Savanarola, der Verfassereines Comentars über das Lob der Stadt Padua ,berichtet: Daß an dem Auffarthstag, an welchemzu seinen Zeiten allein dem gemeinen Volke erlaubtwar in den großen Rathssaal zu kommen, sich denganzen Tag eine unzählige Menge Volks eingefun-den,die dieses Gemalt» beschauen »rollten, und sol-ches aus Bewunderung fast nicht verlassen konnten.Dieses Bild ward hernach, » 5 » 8 . durch Tintorererneuert Man siebt wenig mehr von seinen Arbei-ten, weil sie theils mit neuern bedeckt, theils durchdie Lange der Zeit verzehrt sind. /LrÄaHS I. 17.

* Guarini (Cainillus oder Guarino), Thea-tinermönch und Baumeister von Modcna, arbeitetezu Paris , wo er 1666. die Kirche seines Ordensnach des Borromini Manier baute. VerschiedeneKirchen, die er zu Turin nach seinen Zeichnungenaufrichten ließ, sind zuweilen sinnreich, oft aber sehrausschweifend, indem er ein Feind von geraden Li-nien zu seyn schien. Er baute auch die Palläste desPrinzen von Carignan zu Turin und zu Racconigiin Piemont, und st. » 683 . 5 g. I. alt. KHauro/.

*— — (Ioh. Baptist), Maler zu Bologna ,Wird von Ascoso in seinem: ?ss8Lßiere cüsin-ßsnnsto angeführt.

Guarino, Maler von Mailand , arbeitete andem kostbaren Altare der mailändischen Kapelle inder Kirche St. Maria glvrioia zu Venedig ; ein Werk,welches durch MarcLasairi vollendet wurde. §a«-50 !Ü »0 p. 157. b.

— — (Dominicus), Maler zu Neapel , lerntebey Paul de MattciS, erwählte aber des Lucas Gior-dano Manier, nach welcher er sehr fleißig studirteund durch seine Naturgaben dahin gelangte, daß er«in fertiger und erfahrner Künstler wurde, indem erseine historischen Bilder mit leichter Mühe zusam-mensetzte und mit einem frischen Colorit ausarbei-tete. Er lebte noch 1740. Domt-mc» III. Z46.

— — (Franz), Maler von Solofra in demKönigreich Neapel , lernte bey Maximus Skanzioni.Er malte die Decke der Kirche St. Agatha in (einerGeburtsstadt, in welcher er die Thaten und denMartyrtod dieser Heiligen fürkreflich vorstellte. Gua-rino arbeitete einige Zeit für den Herzog von Gra-vina und starb in dieser Stadt i 65 i. 3 g. I. alt. Do-Emci lll. to-j.

*EuariusNr (Lucas), Kupferstecher undKunsthändler, arbeitete nach Raphael, R. Sebe-ran u. s. f. Sanciellim.

Guarriero da s)adoa. S. Guarienri.

Guasc. S. Gase.

Guaspe, Guaspre oder Gaspe; AllesBeynamen von Caspar Dugher.

Guaßi (Niclaus), Maler zu Venedig , arbei-tete in seinem Vaterlande mit einem zierlichen Co-lorit in öffentlichen und Privatgebäuden, zu jeder-manns Vergnügen und Gefallen. 6uarre»tr.

Guastar 0 1 a ( ), ein Geschichtsmaler,

von welchem man ein Bild in der Sammlung desPalastes Zambeccari zu Bologna findet. Lic/rarstII. 1Z0.

* Guay (Jacob), ein Juwelier, von Marseille gebürtig, kam nach Paris und lernte die Zeichen,kunst bey Franz Boucher. Die Sammlung vongeschnittenen Steinen des H. Crozat, die er oftzu sehen Gelegenheit hatte, erweckte in ikm Lust,diese Kunst zu erlernen. Er that eine Reise nachItalien, und kam 1742. nach Florenz , wo er diegeschnittenen Steine der großherzoglichen Samm-lung mit großer Aufmerksamkeit betrachtete. ZuRom theilte er seine Zeit so ein, daß er den einenTheil zu Besuchung der vornehmsten Kunstcabi-uette, und den andern zur Arbeit verwandte. Hier

Guerevrrdinirs. zoi

copirte er einige antike Köpfe, unter welchen derAntinous, den er nach einer Statue des CardinalsAlexander Albani schnitt, vorzüglich bewundertwurde Der König gab diesem Künstler nach sei,ner Zurückkunft in Frankreich die Stelle, welchedurch des Bariers Absterben ledig geworden, undGuay erhielt den Befehl, die Geschichten seinerRegierung in Edelsteine zu graben, wozu er mitdem Siege von Fontenoy, nach einer Zeichnungvon Bouchardon, den Anfang machte Er ward1748 auf einen ausdrücklichen Befehl des Königszu einem Mitglied der Malerakademie aufgenom,men. Die Marquise von Pompadour hat 63 . Blät-ter nach ihm geätzt. 6r«/r'a-rs//r p. 7Z.

Guazzerr 0; Beyname von Loren; rHaldini.

Gubbic» (Franz da). S- Allegrini.

— — S. Gobbio.

Gucci (Lapo», Danni Cinuzzi, Corsino Bo,najuri, Pasquino Cenni, Segna d'Anr'gnano,Bernhard Daddi Jacob di Casenrino, Constg,lio Gberardi und Dominicus pucci, Alles Ma,ler zu Florenz ; thaten sich iZ 5 o. zusammen, rich,teten unter dem Namen und Schutze des H. Lu,cas eine Gesellschaft auf. schrieben sich einige Ge-setze vor, und unterschrieben sie in obiger Ordnung.Aotta,r l. »46.

Guccio-Achtnerri (Marc di^, arbeitete,nebst vielen andern Malern, zu Florenz , nach desGiotto Manier Man sieht in den Registern derOberaufseher über den Bau der Kirche St. Rcpa,rata seine Werke und derselben Bezahlung in demJahre »370. aufgezeichnet. Lu/str»«ccr 8ec. II. 80.

* Gucht (Gerard van der), Kupferstecher,arbeitete zu London , wo er um 1738. den größtenTheil der aus 68 Quartblattern bestehenden Ge-schichte des Don Quichotte nach den Zeichnungendes I. van der Banc gab.

— — (M. van der), Kupferstecher, arbeitet«um 1709. zu London nach Gandy, E. Knight,u. s. w . Er gab auch einige Blätter für ein Buch:^ntropolvAis Nova, welches 1727. zu London gedruckt ist. 6a«äeiÄrr.

* Guckeisen (Jacob), Kupferstecher vonCölln , lebte um 1690 und wird von Christ mitseinem Zeichen S. »94. angeführt.

Gudenus ( . . Freyherr von>, chunnainzi-scher Generalmajor, ein Kunstliebhaber, zeichnetebey seinem Aufenthalt in der Türkey die StadtConstantinopel in einem Prospekte von ungefähr12', der zu Paris unter der Aufsicht des le Basauf drey große Blätter gestochen worden. Manhat auch nach seinen Zeichnungen Kleidertrachtentürkischer Personen von verschiedenen Aemtern,Ständen, u. s. f. nach Art der Skizzen in Kupfergebracht. Bunstzeir. 177«. S. 54 -

* Guelard (B.), Maler und treflichcr Ku-pferstecher, arbeitete um »780 zu Paris mit einersehr angenehmen und meisterhaften Manier nachF. van Bloemen, genannt Orizonte u. s. f. —* I. Guelard, ein anderer Kupferstecher, arbei,tele mit obigem in gleicher Zeit und in gleicherStadt nach I. B- Oudry, Tocquö, J.J.Spoede,u. s. w.

Gueldres (Adrian van). S. Gelder.

Guellinc» (Erasmus). S. tQuellinus.

* Guerard (Niclaus), Kupferstecher zu Pa-ris , lebte um 1700. Man hat von ihm ein arti,ges Werkgen, betitelt: le8Lxsrclces cls IVlsrs etc.Er arbeitete auch nach I. Jouvenet u.s f 6a«cie//rm.

Guerards (Marc). S. Gerard.

Guercino da Cenro; Beyname von I.Franz Barbieri.

Guereverdinus. S. Casp. Reverdinus.