Band 
Erster Theil.
Seite
316
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Jr6 Henriquez.

seine meiste Zeit zubrachte, und Callots und Ste-phans della Best» Stiche in seinem Verlag verkaufte.Er starb zu Paris 1661. Seübre« III. Z82.

* Henrique? (B. L.), französischer Kupfer-

stecher, lernte bey Carl Dupuis. Man hat von ihmeine russische Vorstellung: )oueur äe ls 6a-

1 aX«; viele andre Blätter nach Nattier, dem älternEisen u. s. f. Er lebte um 1760. Sara».

* Hens (Abraham de), Maler von Utrecht ,wo er um i 65 o. geb. ist, lernte bey Christian Striepund setzte sich zu Dortrecht. Seine Gemälde ent-halten schöne Pflanzen, die er mit zierlich gefärbtenSchlangen, Kröten, Fröschen, Schmetterlingenund andern Insekten belebte. Er starb zu Leerdam als Bürgermeister dieser Stadt Von ihm kenntman eine Anzahl kleine Landschaften nach seinen eig-nen Zeichnungen geetzt S^r,r»--»a»» III. iZg.

Hensi. S. den Art. Backers .

Henstenburgh (Hermann), geb. zu Hoornin Nordholland 1667. malte anfänglich ohne Unter-weisung Landschaften und Vögel mit Wasserfarbennach Peter Holsteins Gemälden, in welchen manvielen Geist und Harmonie bemerkt. Im. I. 1H8Z.kam er zu Johann Bronkhorst in die Lehre, derbann diesen seinen Schüler zugleich in der Paste-tenbeckeren unterwies. Henstenburgh, der fürMalerey ein außerordentliches Talent besaß, brach tees bey seinem Lehrmeister so weit, daß er denselbenin dem glühenden Colvrit und in natürlichen Stel-lungen der Vögel übertraf Er malte auch Früchte'und Blumen, wozu er sich mit großer Sorgfalt dieschönsten Farben aussuchte Man will behaup-ten, baß er hierin besondere Entdeckungen gemachthabe; wenigstens ist es gewiß, daß seine Bilderan Glanz und Stärke den Oelgemalden nichts nach-geben. Er arbeitete viel auf Pergament und star-kes Papier, zeichnete auch seine Blumen und Früchteauf braune Gründe, wovon die Beywerke aus Ey-dexen, Schlangen u. s. f. bestehen. Indessen warer mit aller seiner Kunst selbst in seiner Geburts-stadt unbekannt, bis Matthäus Terwesien, als erdaselbst arbeitete, den Liebhabern seine Verdiensteentdeckte. Erst. 1726. Sein Sohn Anron folgteihm sowohl in der Kunst als in dem Handwerk einesPastetenbeckers. ^a» Look I. 2)8.

Her (Hannibal dal). S. Er.

Heraclide«, Baumeister von Tarento , blü-het« st. 6. 55 o. Derselbe versprach dem KönigPhilipp, des Perseus Vater: Er allein wollte dieganze Schiffeflotte der Rhodier in Brand ste-chen; mit was für List er dieses ausgeführt habe,zeigt polyaenus (b. V.) an. Ein andrer He-raclides, Maler in Macedonien, malte anfänglichSchiffe. Er begleitete den gefangnen König Perseus nach Athen , wo er mit dem berühmten Maler Mertrodorus Bekanntschaft machte. S/r»i«L h. XXXV.0 . ii. Ein dritter *HeracIides, Bildhaueraus Phocion, wird von Laerrius (8. V) unterden berühmten Männern dieses Namens angeführt.

Herard. S. Errard.

Heraulk (Antonio), Gattin des StechersWilhelm Chateau, ward zu ihrer Zeit für eine derbeßten Miniaturmalerinnen gehalten. Sie maltefür den König die Familie des Darius nach le Brun;für die Gemahlin des Dauphins zwey Bilder in ihrOratorium, und verschiedene Arbeit für die Made-moiselle de Monrpenster. Diese Künstlerin starbju Paris 1695. /e 60,»te III. is 5 .

(Carl), Landschaftsmaler zu PariS ,lernte bey seinem Vater * Anron Erwarb 1670.Mitglied der königl. Academie und 1681. des Raths.Die Landschaft, welche er bey seiner Annahme die-ser Gesellschaft übergab, ist in der Mannigfaltig-keit ihrer Gegenstände sehr anmuthig. 6«en»p. 7/,.

* (I.), malte 1710. das Bildniß desMalers Franz Sylvestre, welches hernach L. Des-places gestochen hat.

H e r m a n.

Heraulr (Magdalena), Antons Tochter undSchülerin, machte sich durch eine genaue und ge-schickte Nachahmung der Gemälde großer Künstlerberühmt; sie war im Bildnißnialen glücklich, hey-rathete 1660. den Maler Natalis Coypel und starb1692. ^ciuocat.

(Maria Catherina), lernte bey ihremVater Carl, verlobte sich mit dem GeschichtsmalerLudwig Silvestre, mit welchem sie nach Dresden gieng und daselbst Bildnisse lieferte, und blühet« um1720. Tat). Zg.

Herbe (Lucas Faid). S. Faid Herbe.

* Herbe! (Carl), geschickter Feldschlachtem

maler aus Lothringen Don ihm kennt man 18. der-gleichen, worin er die Thaten seines Landesherrn,Herzog Carl V vorstellte; in diesen bemerkt maneine sehr richtige und genaue Nachahmung der Na-tur. Herbe! arbeitete viele Zeit zu Wien für Kai-ser Leopold I. und blühete um 1680. E. Hainzei-mann hat nach ihm gestochen. III. 1H4.

Herbst (Joh.Dartholomö); berühmter Gold-arbeiter von Augspurg, hielt sich zu Anfang desX Vlll. Jahrh, in London auf, wo er Degengefäffe,Tabatieren u. s. f. mit erhabnen Figuren verfertigte.Er gab auch einige von ihm erfundene und geetzteGoldschmiedszierathen aus Licht- Uffenbach ll. 5 LH.

Herbster (Hans), Maler zu Basel , ist alsVater des berühmten Buchdruckers Dporinus be-kannt. Herbster befand sich i5i2. in der Schlachtbey Pavia . Sein Name ist in dem Zunstbuche zumHimmel aufgezeichnet ^c.

Herdenberg. S. den Art. L E- Biser.

Herder( ), Maler von Gröningen undZeitgenosse des Carl van Mander, der ihn zu Rom kennen lernte und seine Arbeit sehr rühmt Herderkam in sein Vaterland zurück, wo er auch gestorbenist. Er blühete um 1080. Denan/xr 1. 216.

* Herö ( ), erster Baumeister des KönigsStanislaus, gab zu Nancy eine Sammlung vonPlänen, Aufrissen und perspektivischen Vorstellun-gen der königl. Palläste, Gärten u. s f. des Herzog-thums Lothringen in zwey Foliobänden.

Heremyr, d i. Einsiedler; Beyname vonHermann Gchrvanevelt.

Heres. S. ctibo.

* Herfort. S. den Art. Backers .

Hering (Joh. Georg), Maler von Braun­ schweig , reiste in Italien . Zu St. Ealvator aufder Altstatt zu Prag sieht mau von ihm eine sehr gutcopirte Verklärung Christi nach Raphael, und eben-daselbst, wo er sich vermuthlich haushablich nieder-ließ, noch zwey öffentliche Gemälde von 1620. unditi2i. Wie nahe der von Sandra« angeführteLudrvig HaerinA diesen angehe, kann ohne an-derweitige Nachrichten nicht entschieden werden.Vl Bibl. schön. LVissensch. XIX. Z20.

* Herisset (A.), französischer Kupferstecher,von welchem man einige Blätter nach I. F. de Troyund andern Meistern hat. Er blühete um 1720. He-risset arbeitete auch an den Blattern zu Blonde!--Irckltecture krao^oise. S. den Art. SebastianAntoine. Sara».

* Herman (Joseph) von Freyburg im Dreis -gäu, ward ohne Anleitung und gegen den Willenseines Vaters, eines Schusters, der ihn studirenließ, zum Maler, nachdem er Philosophie und einJahr Theologie siudirt hatte. Er ahmte die Malermittlerer Zeiten, die ihm zu Gesicht gekommen, alsBaldung-Gnen, Holdem, Abel Stimmer u. s. w.mit vielem Glück und Geschicklichkeit nach. Her-man malte, wie sie, auf Kreidengrund, und wußtebesonders die weiße Farbe gut zu behandeln. Nach-her studirte er nach Carl Maratti. Er malte schöneKöpfe und zeigte in Seestürmen viele Geschicklich-keit. Dieser Künstler blühete um 1760. Ei» g»ter Geschichtsmaler in Oei und auf frischen Kalk,