Band 
Erster Theil.
Seite
317
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Hermandez.

Namens * Herman ^arbeitete um gleiche Zeit zuKempten mit zween Söhnen von gleicher Kunst.

Hermandez (Franz), Maler von Toledo ,unter Philipp II. der ihm auftrug, die Gewächseund Thiere seiner amerikanischen Lander nach derNatur zu zeichnen und zu malen, wovon Herman-dez ein Buch verfertigte, welches in der Bibliothekdes Escurials zu sehen ist. Barern Br. XIII.

Hermann (Egidius), geb. zu Antwerpen 1734.lernte bey Christian van Meiren und Martin JosephGeeraerts . Er verfertigte kleine historische Stoffe«leygemälde u. s. f. Kem- p. 77.

— — (Anton Franz), deutscher Baumeisterum 1760. wird von I. Anrenne angeführt.

— — (Johann) von Leewaerden, etzte dieBegräbnißfeyerlichkeiten Ernest Caflmir, Prinzenvon Nassau, der , 632 . starb, auf 20 Blätter.Bibl. schön. Wissensch. XVIII. - 5 o.

— — (Stephan), Goldschmied, etzte i582.Zierathen u. s. w. Er arbeitete zu Culmbach.

L'bl. schön. Wissensch. X VIII. - 5 o.

Hermann, Formschneider. S Hugo.Hermans. S. H. Schrvanefeld.

Hermirais (l'), französischer Theatermaler,nach welchem Moreau um 1745. die Verzierung einerSchaubühne für das Collegium der Jeiuiter zu Ren-nes geetzt. Der jüngere C N.Co chin hat dieses Blattmit Figuren staffirt.

Hermocles, Bildformer von Rhodus , ver,fertigte die Statüe des Comdadus, eines durch seineSchönheit berühmten JünglingS. Er arbeitete andem Hofe der ersten Könige aus dem Stamme derSeleuciden. K«cra««i.

Hermodorus oder Hermodus, Bau«meister von Salamine, führte des Mars Tempel indem flaminischen Circus zu Rom auf. Er bluhekeungefähr 10g. Jahre a. a. L. IVe/,or.

Hermogenes, Baumeister von Alabanda ,einer Stadt in Carien, baute einen Tempel derGöttin Diana zu Magnesia, und einen dem Bacchuszu Tros. Virruvius ( 1 ^. VII.) schreibt ihm Alleszu, was Schönes iu der antiken Baukunst gefundenwird. Er schrieb auch ein Buch von seiner Kunst,welches aber verloren ist. — Ein anderer Hermo-genes, Maler aus Afrika , verließ diese Kunst undbegab sich unter die Stoiker. — Ein

dritter Hermogenes, Bildhauer von Cythera .Von ihm sind die Statüen des Apollo, genannt Cla-ims, und der Venus, aus Erzt, die beyde zu Corinthgesehen wurden. Kau-ama- I.. II.

Hermo laus. S. den Art. Aphrodisius .

Hermon, Bildschnitzler von Troczen, verfer-tigte die Statüen des Castor und Polluz.- aus Holz.Kau-a»-)» I.. II. — Ein anderer Hermon, s. denArt pyrrhus.

* Hermosilla (D. Joseph), ein Spanier,gab die Zeichnungen zu der Stuccaturarbeit und denVerzierungen der Altare in derDreyfaltigkeitskirchezu Rom . Koma antr'ca e mosenia.

Hernandez (Gregorius), Bildhauer ausdem Königreiche Gallicien, arbeitete zu Valladolidund ward durch seine Werke sehr berühmt. Er starbum 1614. 60. I. alt. Ke/arco 8°. 52 .

— — (HiLronymus), Bildhauer und Bau-meister zu Sevilla , zeichnete mit einer ungemeinenLeichtigkeit. In der Hauptkirche seiner Vaterstadtsieht man verschiedene von seinen Statüen, und inder St. Paulskirche die Auferstehung Christi vonseiner Arbeit. Er st. 1646. ungefähr 60. I. alt.Ke/mco X°. 8Z.

Hers. S. Herault.

Herodoeus, Bildhauer von Olynthus , ver-fertigte die Statüen der Phryne und der Glycera,zweyer berüchtigter Metzen. TÄt-'a»«-.

Herrera. Z17

Herold (Dalthasar), geschickter Kunstgießervon Nürnberg, arbeitete zu Wien , wo er die großeSäule der unbefleckten Empfängnis Maria und dasGrabmal der Kaiserin Claudia Felicitas in Erzt ver-fertigte. Er starb daselbst 168Z. 58 . I. alt. Dop,pelmayr S. 3 oi.

— — (Johanna Helena). S. den Art. An-dreas Graf , ihres Vaters.

— — (WolfHieronymus), Balrhasars Bru-der, goß 1660. die Figuren zu dem großen Brunnenzu Nürnberg, welche Christoph Wirrer und GeorgSchweigger in Bilbhauerarbeit verfertigt hatten,wie auch die Statüe des H. Johann von Nepomucfür die große Brücke zu Prag . Er starb in seinerVaterstadt 1693. 66. 1 . alt. Doppelmayr S. 3 vZ.

* Herp, vielleicht charp (G. V.), ein langeZeit unbekannter niederländischer Maler, welchersogenannte Dambocciaden nach Rubens Maniermit wunderbar schöner Zeichnung und Colorit ver-fertigte. Guartenri, der ihn S. 262. anfühlt,hat zu Lissabon vier Gemälde in so viel berühmtenKunstcabinetten von diesem Meister gesehen. SeineArbeit scheint auch in England bekannt zu seyn;denn I. Greenwood, I. Taylor, G. Walker u.s.f.haben nach ihm in Kupfer gearbeitet. In der Augu-stinerkirche zu Antwerpen findet man zwey historischeGemälde, welche diesem Meister zugeschrieben wer-den. Kai/aF- üe De-camp-.

Herpin (Jacob), Bildhauer zu Paris um170». Man steht von der Hand dieses Künstlers inden königl Garten zu Versailles drey mit Blumengezierte marmorne Vasen. L»wr>o»5 ste Kar».

Herporr (Albert), Maler von Bern in derSchweiz , lernte bey Albert Kauw. Er that einezehnjährige Reise in Ostindien, wo er die Kleider-trachten , Thiere, Früchte, Bäume u. s. f. dieserLarÄer genau nachzeichnete, und durch eine Reise-beschreibung, die 1669. zu Bern gedruckt ist, bekanntmachte. Fußli II. 178.

* Herr (Michel), Maler von Mezingen, machteseine Talente durch historische Bilder bekannt. Ersetzte sich zu Nürnberg , wo er 166». 70 I. altstarb. Man hat nach ihm ein Blatt das den Blocks-berg vorstellt. Doppelmayr S. 228.

Herrard (Joh. Leonhard). S. Errard.

Herregouts (Heinrich), Maler, geb. um1666. zu Mecheln , übte seine Kunst in vielen nieder-ländischen Städten, und setzte sich zu Antwerpen .Herregouts hatte eine große und schöne Manier;er componirte mit Genie und Verstand, zeichneteund färbte gut; seine Ideen sind edel; leine Figu-ren haben schöne Ausdrücke und Charakter; seineGewänder sind wohl gefaltet und nach der Naturentworfen. Dieser Maler hatte eine leichte Maniererlangt; seine Pinselsiriche sind fest und breit. Vonseiner Arbeit sieht man zu Brügge in der Kirche St.Anna das jüngste Gericht in einem wohl zusammen-gesetzten, mit guter Zeichnung und künstlicher Fär-bung verfertigten Gemälde; es ist eines der weit-schichtigsten Bilder und enthalt Figuren von doppel-ter Lebensgröße. — Er hinterließ einen Sohn,der die Talente seines Vaters übte. weyerman»»führt III. 537. einen I. Baptist Herregouts an,welcher vermuthlich eben dieser Sohn ist Er maltehalbe Figuren, die von Caspar Peter Verbrugge,Simon Hardime, Boschaart, Morel und andernmit Blumen und Früchten geziert sind. Man hatvon ihm ein radirtes Blatt, welches die TugendenSt. Johanns des Täufers vorstellt.

I V. 92.

* Herrera (Franz), geb. unweit Sevilla ,lernte bey Franz Pacheco. Er ward ein berühmterMaler, Baumeister und Gießer, weswegen er beyHofe in großem Ansehn stand. Herrera malte inder Kirche St. BernharduS zu Sevilla das letzt«Gericht mit guter Zeichnung und treflicher Harmo-nie der Farben. Er ward als ein Falschmünzer an-geklagt, daher er sich, um der Justiz zu entgehenin ein Kloster flüchtete und daselbst um die bloß«