Hoogzaai.
Hoogzaar (Joh.), geb. z» Amsterdam l 654 .war einer der beßten Schüler des Gerard kairesse,der ihm Werke anvertraute, die er für die seinigenausgeben konnte, so nahe kam er seiner Ma-nier. Hoogzasr malte in dem Pallaste zu Loo fürverschiedene^ Standespersonen seiner Vaterstadt;vornehmlich aber ein großes Deckenstück in demBürgersaale des dasigcn Rathhauses. Dieses isteine Allegorie, in welcher man Geist und Geniewahrnimmt: Aber der Künstler verfehlte es darin,daß er dieses Gemäld, welches so weit von demAuge entfernt ist, allzufleißig ausarbeitete, so daßman die Gegenstände schwerlich unterscheiden kann.Uebrigens wird dieses Werk, so wie alle anderndie er verfertigte, seinem Meister Ehre machen.Er lebte noch 1726. Dcrcam/N III. Zi2.
* Hopfer (Bartholomä), ein Geschichts- undBüdnissemaler zu Augspurg, lebte um i 65 o. DieKiliane haben viele Bildnisse nach ihm gestochen.Er arbeitete einige Zeit zu Straßburg . vonSrerren weiß von diesem Künstler keine Lebens-umstande, und halt ihn für einen Kaufmann. Füeßliführt ihn II. iZZ. in U). Sterriers Lebensbeschrei-bung an.
* — — (David, Hieronymus und Lambert),Gebrüder, deutsche Kupferstecher und Formschnei-der, sind bey den Kunstliebhabern unter dem Na-men der Meister mir dem Leuchrer bekannt;man hat aber nachher gefunden, daß ihr Zeicheneinen Hopfenstengel in einem Blumengeschirre -wr-stellk, weiches auch mit ihrem Familiennamen über-einstimmt. Der Abt von Marolles besaß ihr Werkin 22-5. Blattern. Man hak von David Grotes-ken, Feldschlachten , Krutzcfixe, u. s. f. Don Hie-ronymus Bildnisse von Pabsten, und von Eam-berr die Leidensgeschichte U. H. auf 17. Blättern.Diese Künstler blüheren im XVI Jahrhundertzu Nürnberg oder zu Regenspurg. Christ führtihre Zeichen an, undBasan ihre vornehmsten Werke.— C L. Hopser, hat auch in obiger Manier gest»chen. Daoid Fnnck, ein Kunsthändler zu Nürn-berg im X>I!. Jahrhundert, hak die Kupferplat-ten dieser Künstler in ungefähr 2Z0. Stücken ge-sammelt, und unter dem Titel: Opera ttopserl-sna, etc. herausgegeben. Es ist hierbei) kein eitt-jiger Holzschnitt zu sehen, /cicc Feurra/e p. 4gl.
*— — (David und Thomas), deutsche Bild-nissemaler, nach welchen Dartholoms und PhilippKilian gearbeitet haben.
* — — (Joh Bernhard Gottfried), geb.1717. zu Redelsee in Franken, lernte bey seinemVater und bey dem anspachischen Hofmaler Sper-ling. Er kam 17hl. nach Berlin , und ward be-stellter Maler des Johanniterordens Dieser Künst-ler, besonders geschickt in anatomischen Zeichnun-gen, hat Verschiedenes für den Arzt Monro inEngland zeichnen müßen, wovon man einiges inKupfer gestochen kennt, LFachrichren von Rünst-lern I. 55 .
— — (Wolfgang Ludwig), Maler von Nürn-berg , lernte bey Georg Strauch, und studirte zuWien bey Johann Spielberger. Hierauf that ereine neunjährige Reise in Italien . Er malte Bild-nisse und Feldschlachten m I. Philipp kembkc'sManier, war Hofmaler bey zweyen Churfür-sten in der Pfalz , und st 1H98. 5 o. I. alt I.von Sandrart hat nach ihm gestochen. Doppel-mayr S 2)2.
"Hoppenhaupt (Joh Michel), Bildhauer,geb. zu Merseburg 1769. arbeitete zu Dresden ,Wien und in einigen andern Städten. In 1740.ward er nach Berlin berufen und verfertigte vieleZierathen für das Schloß Sanssoucy und anderekönigliche Palläste. Beschreibung von Berlin S. Z84. — Seiü Sohn * Joh. Michel, arbei-tete als Bildhauer und Derzierer in königl. preus-sischen Diensten. Nach Nah! in Eassel ward erfür den geschicktesten Künstler in dieser Art gehal-ten. ( 17 . OcLterreic/r.
Hort. A27
Horebour (Gerard oder kucas), Maler zuGent , war zu seiner Zeit berühmt. Er malte inder St Johannskirche zwey Flügel einer Altarta-fel von Bildhauerarbeit, auf welche er die Geis-selung und die Abnehmung vom Kreuz abbildete.Auch sieht man in dieser Stadt nach etliche andrevon seinen Gemälden. König Heinrich VI!I. inEngland ernannte ihn zu seinem ersten Maler,und schätzte seine Werke hoch. — Seine Schwe-ster Susann«, eine westliche Miniaturmalerin,kam auf Befehl dieses Fürsten mit ihrem Bruderin England, und ward die ganze Zeit ihres Le-bens, welches sie daselbst beschloß, ehrlich gehalten.Beyde blüheten um l 5 Zo. Euicciardini und va-sari thun ihrer Meldung. De-cum/ir I. 77.
* Horemans (Johann) ein sehr arbeitsa-mer Maler zu Antwerpen , verfertigte viele Werke,die wegen ihren angenehmen Composition ihreVerdienste haben. Dieselben bestehen meist in Ge-sellschaften, in welchen man richtige Zeichnung,meisterhafte Behandlung , liebliches Colorit, ver-ständige Haltung und gute Perspektive antrift.Einige davon sind zu Augspurg in Schwarzkunsterschienen. Er lebte noch i; 5 ). 70. I. alt —Sein Sohn * f)erer, geb 1714. arbeitete nachder Manier seines Darers, und war Professorder Akademie zu Antwerpen . Man steht von ihmeine Menge Gemälde, welche Bildnisse, Conver-salions - Architektur - Früchte - und Küchenstückevorstellen, in der Galerie zu Schleisheim Kemi/p. in. und 75.
*HorfeIin (Anton), Maler von Saragossa ,studirte i» Italien , und ward unter die größtenKünstler seiner Nation gezahlt. Seine vörneym-stcn Bilder sind: St Joieph de los Carpinleros,u. a. Tafeln in der Augustiner -Barfüßcrkirche sei-ner Geburksstadt Er st. rbtio. 70. I. alt. ^V/a§coXN t»8.
Horizont; Bentname von Jul. Franz vonBloemen
* Horst (Niclaus van der>, Maler von Ant-
werpen , lernte bey Peter Paul Rubens . Als erjetzt in seiner Kunst fest war, machte er eine R-'isedurch Deuischland, Frankreich und Jraüen Ermalte beydes, Geschichte und Bildnisse, stb-gut,ließ sich zu Brüssel hausyavlich nieder und zeich-nete meist für Buchhändler »wo Kupferstecher. ; diesewaren vornehmlich die Gaben, die Vorstrrmaus,u. s. f. Er st. i6jü. 5 g. I. alt. Die Zeichnun-gen dieses Künstlers »nd weniger selten als seineGemälde; sie sind geistreich und correct, daher sievon den Liebhabern gesucht werden II.
20 — Unter den Stichen nach den ^orgemrldtenfindet man auch einige mit Theodor van der Horstbezeichnet.
Horr (Abraham vaM, ein Künstler, von wel-chem man ein Gemäld in der H. Capeüe der Cathe-dralkirche zu Antwerpen findet, welches die Abneh-mung vom Kreutze vorstellt. -ie- 7Vi»-
tr-E, etc.
— — (Arnold , Bürger von Nimwegen , warein großer Nachahmer der italienischen Manier zuzeichnen, und wird für den Erfinder des Glas,malens gehalten. In dieser ^unst folgten ibmTheodor Jacobs Felarr ein treflicher Meister inErfindungen; Theodor Sraß, von Camve»; Jo-hann Acb, von Antwerpen , welcher die Fensterder Sacrameiikscapelle in der Hauprkirche St. Gu-dula zu Brüssel mic dergleichen Arbeit zierte, undCornelius von Herzvgenbusch. Guicciardi'V setztauch I 19«. unter seine Zeitgenossen, die di-'st Kunstmit vielem Ruhm üblen: Cornelius van Daten,einen guten Zeichner, der nicht allein anfGlas malte,sondern auch alle Farben so zierlich auf Kristaleinzubrcnnen wußte, daß sie den Oelfarben voll-kommen gleichen; Jodocns veregius, den erfah-rensten und größten Meister seiner Zeit, .dieserarbeitete in kaiserlichen Diensten), und Jacob Fio-rentius; alle drey waren von Antwerpen gebär-