Band 
Erster Theil.
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330
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Zzo Huguet.

Verlagen gut studirt, und wußte die verschiede-nen Völker in Kleidern und Stellungen wohl zuunterscheiden. Sein Colorit ist natürlich und kräf-tig; sein geistreicher Pinselzug gab seiner Zeichnug,die er immer nach der Natur verfertigte, und vondieser niemals abwich, ein lebhaftes Ansehen Ei-nige von seinen Gemälden weichen Wouwermansweder in dem Zarten noch in dem Dunste, welchedieser seinen Werken zu geben wußte. — Sein Bru-der Jacob lernte bey Niclaus Berghem, und ar-beitete zum Nom, wo er 3 o. I alt starb. Det-cnMzor III. igg.

Huguee ( ), Baumeister, zeichnete die

1720 zu Rennes vorgefallene Feuersbrunst, inwelcher 800. Häuser zu Grunde giengen. G. Tho-massin ließ diese Zeichnung in Kupfer etzen.

Huilliot oder Huliot ( ), eines Blu-

menmalers Sohn zu Paris , lernte bey Robert Tour-nieres, und kam in die königliche Academie 1722.Er stellte in seinen Gemälden Blumen, Früchte,Thiere, Vasen und Basreliefs von Marmor, u. s. f.vor. Huilliot st. 1767. cker

Hu in. S. den Art. Renib.

Huisum. S. Huysum.

* Hülle (Anshelm), Maler, verfertigte die

Bildnisse der Gesandten und Bevollmächtigten,welche dem Friedensschlüsse zu Münster und Os-nabrüga beygewohnt. Sie wurden um i 65 o. mitihren Wappen und Devisen von den geschicktestenKupferstechern auf iZr. Blättern gegeben. Vonihm, oder von einem andern Maler dieses Namens,siehet man zwey historische Bilder in der Frauen-kirche zu Gent. rie

* Hulot ( ) französischer Bildhauer, blü-

hete um den Anfang des XVIII. Jahrhunderts.Er arbeitete zu Berlin , wo er »eben Ander,» viergroße Statuen und einige große Tropheen au demZeughaus verfertigte. Der berühmte BaumeisterBott nahm ihn mit sich nach Wesel , wo Huloran dem schönen Berlinerthor arbeitete. Nach sei-ner Zurückkunft verfertigte er einige Vasen vonMarmor für den königlichen Garten zu Versailles .Lischt. von Künstlern I- 56 .

Hulp (Emilius und Samuel). S. den Art.Abraham Ralraar, ihres Schülers.

Hüls (Johann). S. Hilts.

Hulsdouck (V ), Früchtemaler, von dessenArbeit man in der Galerie des churfürstlichen Lust-schlosses Schleisheim einigeStücke zu sehen bekömmt.

* HuIsen (Esajas van), Kupferstecher um 1620.Man hat von ihm Verzierungen, groteske Figuren,u. s. w. Er zeichnete seine Blätter L. V. H. 6«»-är/üm.

Hulsmann S. Holzmann.

Hülst (Heinrich), geb. zu Delft i 685 lerntebey dem Geschichtsmaler Matthäus Terwestcn,und war einer der beßten Schüler und sein Lieb-ling. Hülst machte mit dem königl. französischen Leibarzt Helvetius Bekanntschaft, der sich aner-bot , ihn mit nach Paris zu nehmen, was er freu-dig annahm. Hier spielte er wahrend dem Actien-handel eine große Rolle; wie weit er es aber inder Kunst gebracht habe, wird nicht gemeldet, rm»600/ II. 82.

* - -- (Petervan der), genanntZonebloem,geb. zu Dortrecht 1662. lernte bey den vornehm-sten Meistern dieser Stadt, und ward ein westlicherBlumen - und Landschaftsmaler. Das Colorit sei-ner Bilder ist gut, der Pinselstrich breit und sehrleicht. Er pflegte seine Gemälde mit Kräutern,Schlangen, Eydexen und andern Insekten, die erungemein lebhaft und natürlich abzuschildern wußte,zu staffiren. Seine Zeichnungen sind bey den Ken-nern in hohem Werthe. Hülst legte sich zwar ei-nige Zeit auf das Bildnißmalen; aber er verließdiese Gattung, die seinem Talente nicht angemessenwar. De§eM-,/)L III. sgb.

Huret.

Hülst ( . . van der), Geschichtsmaler, arbei-tete zu Gorkum Seine Bilder bestehen aus klei-nen Figuren. Er ist vielleicht derjenige, welcherden Bentnamen Vlpverack führte, und von Hou-braken II. 35 /,. Nr. 63 . beschrieben wird. Erwird auch von Monconys in seiner Reisebeschrei-bung angeführt

Hultz (Joh.) S. Hilrs.

*Humbelor (Jacob), mittelmäßiger Kupfer-stecher zu Paris um 1670. arbeitete nach Mignard,le Brun , L. de la Hire, Champagne, du Chesne,S. Gribelin,u. s. f. — Man hat auch Blätter voneinem * Didier Humbelot.

Humbert, Erzbischof von Lyon , blühete umio 5 o. Derselbe ließ auf seine Unkosten und nachseinen Zeichnungen die steinerne Brücke, welchemitten in bemeldter Stadt über die Saone gehet,aufführen, /rü'üie«.

* Humphry (Wilhelm), Miniaturmaler zuLondon um 1770. übertraf alle seine Zeitgenossenin dieser Kunst, und war Mitglied der königlichenAcademie. zJ. Bibl. schöner WissenschaftenXIV. 61.

Hunkeler (Hs. Georg), eines Bauern Sohnvon Altishofen im Canton Luzern , gieng unter diepäbstliche Leibwache nach Rom , wo er seinem Hangezur Kunst folgte, und diesem zufolge sich in demGeschichtsmalen auf frischen Kalk übte. Nach ei-nem langen Aufenthalt in Italien kam er in seinVaterland zurück. Er zierte die Drücken zu Luzern mit Bildern, unter welchen ein Diogenes im Fassegeschätzt wird. Ein Gemald auf nassen Kalk inder dasigen Daarfüßerkirche, wird für sein Mei-sterstück gehalten. Er starb in dieser Stadt um1740. 58 . I. alt. Fußli III. 5 g.

Hund horst. S. Honrhorst.

* Hunter (Wilh.). S. den Art. E. Durch.

Hüpsche Maerren; Veyname von M-Schoen.

Hupiere ( ), französischer Medailleur,

arbeitete um dcn Anfang des XVIII. Jahrhundertsan der Histoire metalligue cle choui8 XIV.

* Huquier (Jacob Gabriel der Vater, und

Gabriel der Sohn), Kupferetzer zu Paris um 1750.Sie arbeiteten nach Gillot, Wattau, Boucher,u. s. s. Basan. Der Sohn verfertigte auch Holz-schnitte für Tapeten - Manufakturen von Papier .Jacob Gabriel, geb. zu Orleans i 6 g 5 . starb zuParis 1772. 1 . 536 . .

*Hurdter eJoh. Ulrich), Bildhauer von Zü-rich , oder gläublicher von Schafhauscn gebürtig,lernte bey David Heschler zu Ulm . Er verfertigteso schöne Arbeit von ganz und halb erhabenen Fi-guren in Elfenbein, daß solche in die vornehmstenKuustcabinekte begehrt wurden. Hurdrer lebte umi 683 . S. den Art. D Heschler. Gandrarr 1 . 353 .

Hure ( ), geschickter Edelsteinschneider, ar-

beitete um 174». zu Paris

Hurembaue. S. Horebout.

* Hurer (Franz), französischer Kupferstecher,arbeitete um 1640. zu Vincenza. Man hat voneinem Schriftsteller dieses Namens eine: Optiguelie ?c>rtraiture et <io Ueinture» 1675. zu Paris in Folio mit Kupfern gedruckt.

*— — (Gregorius), Kupferstecher von Lyon ,gab die Geschichte des Leidens Christi auf 33 Fo-lioblätter nach seiner eignen Erfindung, auch The-ses und andere geistliche Stücke. Man findet nicht,daß er nach den Werken anderer Maler gearbeitethabe, ausgenommen einige Bildnisse nach Cham-pagne und Dcaubrun, wohl aber, daß andereStecher nach ihm copirt haben. Seine Ideensind fruchtbar und wohl ausgedruckt; seine Schraf-firungen sind mit vielem Verstände, »ach Erfordcr-niß der Gegenstände ungleich; bald kurz, bald flach,bald lang, bald rund. Sein Grabstichel gab ih-