Band 
Erster Theil.
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349
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K o ch.

zerbst; lernte beh Christian Wermuth und bey Nay-mund Falz. Er arbeitete um 17Z0. mit großemRuhm an dem herzogt. Hofe zu Sachse»-Gotha .Man findet bey Rochier IV. 269. den Stich voneinem schönen Schaustücke dieses Meisters, welchesdas Brustbild Wilhelm Friedrichs, Markgrafen vonAnspach vorstellt und (VIl. 10b.) die BrustbilderFriedrich H- Herzogen von Sachsen-Gocha und sei-ner sieben Kinder. Erstarb 177,2. 65 . I. alt. S. denArk.J. F- Hilken. üfttor. 1702. p. 25 j.

Roch (Joh. Conrad), königl. Bildhauer. Vonihm find einige Statuen und die Modelle zu den vierSclaven an derjenigen König Friedrichs I. Rochverfertigte auch die marmorne mit Basreliefs aus-gczicrte Kanzel der St. Pcrerskirche zu Berlin ,welche seither durch eine Feuersbrunst verdorben ist,und eine andere für die Garnisonskirche zu Pots-dam , die er nach Feldmanns Rissen verfertigte.Beschreib, von Berlin S. 6v8.

— — (Philipp) ein Augspurger; lernte beyGabriel Spitzel die Schwarzkuusi, und arbeitete »mi/ 65 . für seinen eignen Verlag, v. Srerren BriefX.

— —; Beyname des Lucas Engelbrechr.

Rock (Matthias und Hieronymus). S. Lock.

Rocks ( ), geschickter niederländischer Bild-

hauer, verfertigte zwey Grabmäler in der KircheSt. Guduia zu Brüssel , und in der Kirche St. Ja-cob zu Antwerpen die Statuen SS. Petrus und Ja-cobns, samt einigen Genien, welche in einem schö-nen Styl gearbeitet, und besonders das Fleisch gutausgedruckt ist. ste Onca-i-xr.

R 0 d 0 vleski. S. Lhodorvl'eckp.

*Roeberger. S Loebcrger.

*Roeck (Peter), genannt van Aelst; lernte beyBernhard van Orley. Er that eine sechsjährigeReisern Italien , wo er sehr fleißig nach den Antikenstudirtc. Roeck gieng mit einigen Kaufleuten nachConstantinopel, und zeichnete die Aussichten dieserStadt, die Kleidungen, Gebräuche und Feste derTürken, die er nach seiner Heimkunft in sieben großenHolzschnitten herausgab; er verfertigte auch selbsteinige Holzschnitte nach seinen Erfindungen. Im I.wHg.gab er verschtcdeneBücher über die Architektur,Geometrie und Pcrspectiv Er übersetzte die Werkedes Sebastian Serlio aus dem Italienischen in dasHolländische, woran man als etwas Besonderesanmerkt, daß seine Ucbersetzung viel begreiflicherist, als das Original selbst. Roeck malte viele Al-tarblätter, Kabinetstücke und Bildnisse. Er wardKayser Carl V. Hofmaler, und starb zu Antwerpen i 55 Z. — Seine Ehefrau, Maria Besemer, welcheebeiifalls die Maierey übte, gab nach seinem Todedie übrigen Bücher von der Baukunst ans Licht. —Perers uatürlicher Sohn, genannt paulvan Aelst,kopirte des Johann Mabuse Gemälde sehr wohl,mäste auch mit ungemciner Reinlichkeit Blumen-sträuße in gläsernen Gefäßen. I. 88.

* Roedpk (D-) holländischer Kupferstecher,verfertigte einige Blätter nach Mezu und andernMeistern.

— — ( ), Zeitgenosse des Gerard Douw ,

malte Gesellschaften, die man in in vielen Kabinettender Liebhaber sehen kann. Sie sind schön und natür-lich ausgearbeitet; wenn man sie aber, wie zuwei-len geschieht, für Douws Werke angicbt, so erweisetman hierdurch Roedyk allzuviel Ehre. 6ool1. 56 .

*Roehter( ), Münzeisenschneidec, ver-fertigte 17 V,. einen Medaillon, der den LandgrafenCarl von Hessen, und auf dem Reverse den Carls-berg vorstellt. Man findet davon einen Stich beyRochier XXIl. 585 .

* Roell» (Joh.), eines Bauern Sohn, geb.ist Stafa am Zürchersee 1740., lernte, in der Absichtein Formschneidcr zu werden, bey I. Caspar Füeßlidie Zcichenkunst, fieng aber nach einiger Zeit heim-

Kohl. I4g

sich an in Oel zu malen, und brachte es durch un-ausgesetzten Fleiß und Nachdenken, nebst einigermündlichen Anleitung seines Lehrmeisters dahin,daß er kleine Stücke von eigner Erfindung aus demländlichen Leben mit richtiger Zeichnung und zartemPinsel, warmer Färbung und vernünftiger Beobach-tung des Helldunkels meist in Nachtstücken malte.Durch zwey kleine und niedliche Gemälde von Heil-mann, die Roella zu kopiren den Anlaß hatte, ent-deckte er Kennern einen bewundernswürdigen Ta-lent, und in einer Kopie nach Barozio zeigte er nochdeutlicher, daß er im Stande sey, die beßten Gemal -dezu kopiren, und es ihm bloß an Gelegenheit fehle,um es hierin auf einen sehr hohen Grad zu bringen.I. C. Hayd hat nach ihm in Schwarzkunst geschabt.)Leßli I V. 172.

Roene (Jsaac), holländischer Landschaftsma-ler, geb. um - 65 o., lernte bey Jacob Ruysdael. Erließ seine Gemälde durch Bernard van Gaal mitFiguren staffiren. Sie arbeiteten gemeinschaftlichsehr Vieles. Dercam^H I. 284.

Roenig (A. B-), Kupferstecher zu Berlin ,lebte um 1720. Er arbeitete nach Weidemann, D.Klein u. s. f.

— — (Jac.), ist, nach Biaticom's Bericht,ein Nürnberger-Maler. Man sieht von seiner Arbeiteinen sehr schönen Orpheus in dem churfürstlichenPallaste zu München, den er 161Z. zu Rom gemalthak Ohne diese Jahrzahl könnte man auf die Ge-danken kommen, es wäre der folgende Jacob Roe-iil'ng; aber Descamps setzt dieses letztem Ge-burtsjahr auf i 65 «>.

* — — (Johann'», Geschichtsmaler zu Aug-spurg, hat sehr gute Stücke auf das Rathhaus ver-fertigt, die in der Stadtgerichts- und in einer vonden Fürsienstuben zu sehen sind. Er lebte um 1600»von Srerren Brief X.

Roerr e n-Block (Johanna), geb. zu Amster-dam um i 65 o. wird für eine der geschicktesten Per-sonen ihres Geschlechts in Holland angeschn. Sieübte nämlich, neben den gewöhnlichen Wissenschaf-ten eines wohlerzogenen Frauenzimmers, die Kunst,Figuren und Früchte in Wachs zu poßiren, und ih-nen die gehörige Färbung zu geben; sie grub miteiner verwunderlichen Feinheit in Diamant, Cryrstall und Glas, und kopirte eben so gute Gemäldemir Seide und Farben. Dieses alles aber setzte siebeyseits, und schnitt dann mit der Scheere aus wei-ßem Papier Landschaften, Seestücke , Thiere undBlumen, die, auf schwarzes Papier geklebt, einemKupferstiche vollkommen ähnlich sind; in dieser Artverfertigte sie auch wohlgleicheude Bildnisse, die indem kaiserl. und andern vornehmen Kunstkabinettengezeigt werden. Sie st. 1710. III. Z74.

R0 ers (Noelof od. Rudolph), Maler von Zwoll,lernte bey Gerard Lerburg, und übertraf in kurzer Zeitalle seine Mitschüler. Er machte sich bald durchschöne und wohlgleicheude Bildnisse bekannt, undarbeitete an dem Hofe des Prinzen-Erbstakthaltersvon Frießland. Man rühmt seine Fertigkeit, Zeich-nung, verständige Auswahl und die Annehmlichkeit,welche er seinen Bildnissen durch Beywerke zu gebenwußte. Man zählt auf die 5 ooo. Stücke in dieserGattung, die er alle wohl ausgearbeitet haben soll.Er st. in seinem Vaterlande 1720.70. 1 . alt. P. vanGunst hat das Bildniß des holländischen DichtersJacob van Cats nach ihm gestochen. DennMxL111. 526.

— — (R-), Früchtemaler, von dem man indem Winklerschen Kabinette Nr. 5 g 6 . ein Bild fin-det, welches mit iü 5 Z. bezeichnet ist.

Ro ersi er. S. Loßier.

Roez (Hans von), malte um 1406. eine Altar-tafel für die Kirche St. Ulrichs zu Augspurg, dieihm mit Zou. Gulden, einer erstaunlich großen Sum-me für die damalige Zeiten, bezahlt wurde. vo»rSrerren Brief IV.

Rohl. S. Rhol.