Band 
Erster Theil.
Seite
383
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Lottoue.

Lucarini. zgz

so wohl, daß sie die Trümmer ihrer Bau - und Bildnhauerstücke ausgleiche Weise anwandten. Er wareiner von den Wenigen, in welche der Geist der Al-ken übergegangen ist; hieven zeugen sein Jonas undEllas in St. Maria dclPopolo, und die H. Anna inSt. Maria della Rokonda. Pabst Paul III. ver-traute ihm den Bau der St. Peterskirche, wo eri 5 ji. i7- I> alt begrahcn wurde. III. iZZ.

Academie zu Montpellier - ^o-Er/p. 56 . Derselbeist vielleicht Louis, Schüler von Carl Natoire.

Lszano (Franz), spanischer Baumeister, über-setzte die Schriften des L- B. Alberri aus dem Ita-lienischen in seine Muttersprache, die - 58 L. zu Ma-drid in Folio gedruckt wurden.

Luano (Ludwig da). S. Loerven.

Lottoue (Lorenz), genanntLorenzone. Die-sen Namen giebt Baldinucci dem L. Dttini, desHercules Ferrata Schüler.

Loverrs (Balthasar). S. Lauri.

Ldves (Mattheus), Maler zu Bologna , wirdunter die Schüler des I. F. Franz Barbieri, ge-nannt Euerem» da Ccnto, gezahlt. Mn/Em II.)6g. und Z86.

Louiuo. S. Luini.

* Louis (Johann oder Jacob), geschickterniederländischer "Kupferstecher, lernte bey PeterSontmann, und folgte seiner Manier. Er arbeitetenach der Mitte des XVII. Jahrhunderts nach Ru-bens , Dandyk, Ostadc, Both u. s. f. AnE.

— — (Leonhard Franz), geb. im Haag 1698.ltrute bey Peter van Kuik und dem altern JohannVollcven. Er reiste darauf nach Paris , wo er dievortrcflichen Gemälde der berühmtesten Dildnißma->er dieses Zeitalters, Rigaud , Largilliere und deTroy mit Lust betrachtete, da er besonders bey demletzter» einen freyen Zutritt und nützliche Anleitun-gen in dieser Kunst erhielt, die er in zweyen Jahren,welche er daselbst zubrachte, durch fleißiges Kopironund Studiren nach der Natur, sich wohl zu Nutzemachte, auch nachher in seinem Vaterlands rühm-liche Proben seiner Geschicklichkeit, in vielen Bild-nissen, die er für allerhand Standespcrsoncn verfer-tigte, an den Tag legte, 600/ II. 262.

— — französischer Maler, lernte bey CarlNatoire.

^Louisa (Dominicus), Kupferetzer und Kunst,Händler zu Venedig um 1720. Aus seinem Verlagehat man: II grsn I'estro in 12Z. Kupferstichen nachden berühmtesten öffentlichenGemälden dieser Stadt.

* Lourherbourg (Philipp Jacob), Sohneines Miniaturmalers von Straßburg , der 1768.70. I. alt zu Paris starb. Der Sohn lernte beyCasavona. Er malte mit großer GeschicklichkeitFeldschlachten, Jagden, Thiere, Landschaften u. s. f.Seine Bilder werden sehr gesucht und theuer be-zahlt ; man setzt sie Berghems Werken an die Seite.Seine Zusammensetzung ist sinnreich, die Ausarbei-tung kräftig und das Colorit reich. Lourherbourgarbeitete einige Zeit mit vielem Beyfall in England.Man beschuldigt ihn, er habe nicht so fast die Naturals die Maler kopirt. Er hak viele von seinen eignenErfindungen geetzt, in welchen man reizende Wir-kung, guten Geschmack, Leichtigkeit und eine eigneoriginelle Manier bemerkt, die nur großen Meisternzukömmt. Melinit, Mechcl, L. Laureat, le Veau , duFour u. s. f. haben nach ihm gearbeitet. Lourber-bourg arbeitete um 1766. z» Paris in einem Altervon ungefähr 26. Jahren, und war Mitglied derkönigl. Academie. ^c.

Louvemonr. S. Lauvemonr.

Louvers. S. Lauri.

* Louro (P.), holländischer Maler, lernte bey

M. Ouinkhard. Er arbeitete auch in Schwarzkunst.Vielleicht ist er Laurv, der in England sich aufhielt.

N. Biblisch, schön. Wissenschaft. X VIII. 268.

Loyer (Niclaus), geb. zu Antwerpen um 162b.hatte ein besondres Genie zum Geschichtsmalen.Man sieht an verschiednen europäischen Höfen mehrvon seiner Arbeit als in seinem Vaterlande. Der-II. Z68.

Loyr. S. Loir.

Loys (Stephan), malte um 1760. Geschichten,Bildnisse, Capricen u. s. f. Er war Mitglied der

Lubienetzky (Christoph), aus einer allen ade-liehen Familie in Polen, warb i 65 g. zu Stettin geb.,und lernte bey Adrian Bakker. Er erlangte mft sei,,»en wohl ersundnen und treflich componirten histo-rischen Gemälden großen Ruhm. Seine Werke/ind,herzhaft behandelt, aber zugleich fleißig ausgearbei-tet; seine Figuren sind vonguter Manier, und sei,ne Färbung überhaupt gut: er war auch tu Bild-nissen berühmt. Lubieneyky starb zu Amsterdam .1729. 7U. I. alt. p. 78. —Sein.,Beider

* Theodor, geb. zu Crakau i(> 5 o. lernte bey Ausriaan Stur und bey Gerard Lairesse. Er warödesGroßhcrzogs von Toscana und des Churfürstenvon Brandenburg Kammcrjunkcr, und Picier er-nannte ihn zuniDirector dcr Malcrarädcmie zu Ber-lin . Seine Bilder, die in Geschichten und Land-schaften bestehen, werden von den Künstlern selbstgelobt. Er hielt es in Glaubensfachen mit dcnrSo-cinianern, und schrieb über diese Materie ein klei-nes Buch, welches die Geistlichkeit wider ihn auf,brachte, die sich so stark dawider regte, daß es ver-brannt wurde; daher er -706. in sein Vaterlandzurückging, wo er auch verstorben. P Schenk hatsein eigen Bildniß nach Theodors Gemälde inSchwarkunst verfertigt, hsachr. von Lünstlern0 1 ., r? ->

* Lubin (Jacob), Kupferstecher von Boursdeaux, lebte gegen das Ende des XVII. Jahrhuns-dcrtö. Man hat von ihm eine Grablegung Christi,nach E. le Suenr, verschiedene Bildnisse i» per,raults Hommes illustres clo brance etel /lasa».

— — (Jacob Augustin) von Paris , ein Augu-

stiner .in der Provinze Bourges , königl. Predigerund Geograph, zeichnete und etzte einige Landkarten.Auch zeichnete er einige Klöster seines Ordens, dievon Albert Flamen gestochen sind. Lubin lebte umdie Mitte des X VIl. Jahrhunderts. ci«

III. Zc> 5 .

*LubIlnsky (Anton). Dieser Künstler zeich-nete verschiedene Theses, die von C. G Ambling,B. und Ph. Kilian, E.Hainzelman», den Küssel , u.s. w. gestochen sind.

Luc (Frere), Beyname vonTIaudlUsFraiicoiSund L. de la Haye.

L u ca Christoph. S. Liszka.

— — (Franz de), Kupferstecher zu Neapel ,lernte bey Peter Jacob Gaultier. Er etzte verschiedeneBlätter für die Nalurgeschichre von P. Joh. Mariadella Torre, die 1770. in dieser Stadt gedruckt ist.

II. Zhh.

— — (Joh. und Franz, di), malten bey demEingänge der Galerie des Pallastes Colonna zuRom an dem Gewölbe die neuern Stücke. LeyßlerBr. Ickl.

— — (Pater), Carmelitermönch, malte vielegroße historische Tafeln für das Chor der Kirche St.Maria della Scala zu Rom .

Lucano (Novelle da S.), berühmter Baumei-ster zu Neapel , lernte bey Angelus Aniello Flore.

Er begab sich nach Rom , wo er die Regeln der gutenantiken Baukunst studirke, »nd in seinem Vaterlandsanfieng, die gothischen Gebäude nach dem antikenGeschmacke zu verbessern. Diese Veränderung nahmer neben Andern mit derKircheSt DcmenicoMag-giore vor. Seme vornehmste Arbeit ist der prächtigePallast des Admiral Robert Sansevcrino, der hun-dert Jahre hernach den Jesuiten eingeräumt wurde.Lucano st. um i 5 ro. Damemci II. dü.

Lucarini (Joh. Baptist), Maler zu Bologna ,