Band 
Erster Theil.
Seite
385
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Luck.

sen Monogramme von Christ S. 239,241. u. 2S9.angeführt werden. Ba/-i//o» I. 228.

Luck (I. C- L.), Bildhauer in Elfenbein, vonwelchem man in dem ehemals berühmten Kabinettevon Braamcamp ein ziemlich großes Kruzifix, mitverschiedenen emblematischen Figuren umgeben,sahe. S. den Art. Ludwig Luyk.

Lucy (Carl), ward von vornehmen Eltern 1692.zu London geboren. Er kam in seinem Dreyzehntennach Florenz , wo ihn der Großherzog dem PeterDandini zur Unterweisung empfahl. Alsdann giengLarl gen Forli , wo er bey einem achtjährigen Auf-enthalt sich die Schule des Carl Cignani wohl zuNutze machte. Nach diesem begab er sich nach Bo-logna , und studirte nach den beßtcn Meistern. Ermalte einige historische Bilder mit einem angeneh-men und zarten Colvrit; seine Neigung aber giengauf Bildnisse, die er mit gutem Geschmack und leb-hafter Färbung verfertigte. re«tr.

Luder (Johann), vermuthlich ein Holländer,schnitt einen treflichen Medaillon auf Wilhelm III.König in England, den Lochner ( 1 .189.) gestochendarstellt.

* Luders (Christian Friedrich), Stahlschnei-der, verfertigte 1702. den Pragestock zu einem Thaler,worauf die Ordenskette des schwarzen Adlers, dervon Friedrich I. König in Preußen gestiftet wurde,abgebildet ist. Numism. bist. p. 455 . und ebend.68g. findet man den Stich von einem Medaillon,mit dem Brustbilde dieses Fürsten , den Luders1707. geschnitten hat.

* Ludius, treflicher antiker Landschaftsmaler

zu Rom unter dem Kaiser Augustus . Er war dererste, welcher die Mauern in den Zimmern der Land-häuser mit Gemälden zierte, worin man Gärten,Wälder, Hügel, Fischteiche, Bäche, Flüsse u. s. f.mit Figuren, Thieren, Schiffen u. s. f. sehr ange-nehm vorgestellt fand. I.. XXXV. L. 10.

— — (Marcus), aus Etolien gebürtig, lerntebey obigem Ludius. Er malte der Juno Tempel zuArdea, und erhielt deswegen das dastge Bürger-recht. Dieser Maler biühete um A. C- 4 »- k'/imr-Li.. xxxv. e. 10.

Ludovici (Joh. Friedrich). S. den Art. A.Lordien.

Ludovisi (Bernhardin), Bildhauer zu Rom um 1760. verfertigte die Statüe, welche die Frucht-barkeit der Felder vorstellt, an dem SpringbrunnenTrevi , und verschiedene andere Werke für die Kir-chen dieser Stadt. S. den Art.,M. Anastasto.

/rtr.

Ludwig XIII., König in Frankreich , lernte beySimon Vouet zeichnen und in Pastell malen, damitersieh mit Abschildern seiner vertrautesten Hofbedien-kcn erlustigen könne. Er übte diese Kunst einige Zeitmit so gutem Erfolge, daß man Bildnisse von ihmzeigt, die sehr ähnlich gewesen seyn sollen, /e/ibie»III. 296.

* Lufoli (Joh. Maria), geschickter Maler vonPesaro , lernte bey I Franz Mengucci, arbeitete umi66v>, und wird beyläufig von Malvasia (ll. 227.)angeführt.

Lugano (Dominicus dal Lago di), wird vonVasari unter die Schüler des Donatello gezählt;andere geben ihm den Philipp Bruneleschi zum Lehr-meister.

— — (Sebastian da), Baumeister, erneuertenach einiger Meynung die Kirche St. Joh. Chri-stoph zu Murano , ein Werk das von andern demMors Lombards zugeschrieben wird. Er blühete umi 5 i 5 . und machte ein Modell für die zu erbauendeKirche St. Justins zu Padua , welches aber wegenallzugroßen dazu erforderlichen Kosten nicht befolgtwurde.

— — (Thomas da), Bildhauer, lernte beyJacob Tatti, genannt Sansovino. Unter vielenschönen Statüen, die er nach Anweisung seines Lehr-

Luini. Z8S

Meisters verfertigte, bemerkt man vorzüglich dieüberaus schönen Bilder der H. Maria mit dem Kin-de Jesus und dem H. Johannes in der Kirche S. Se-bastian zu Venedig . Er blühte um 1620. / 4 k-arrIII. 824.

Lugarot ), malte in der Kirche belle Gra-zie zu Üdine die unter dem Kreutze Christi stehendeHeilige Antonius, Martinus undHieronymus. /?r-sso//r I. 117.

Lugiacci 0, ein Musivarbeiter, verbesserte dasberühmte St. Petersschiff des Giotto zu Rom , wel-ches nachher durch Marcel Provenzale und endlichdurch Horaz Manenti auch geschah. §err'e IX 1.

* Luhne (Joachim), Maler von Hamburg ,von welchem man in dem Speisesaal des SchlossesSalzdahlum vier große sehr wohl gemalte Tafelnsieht. Er malte auch zwey Altarstücke für die KircheSt. Benedict zu Quedlinburg . Luhne blühte um1700., und folgte der Manier des ältern Terwesten.G. Blesendorf hat ein Bildniß nach ihm gestochen.Hachr. vonRünstl. II. g.

Luidel (Gabriel). S. den Art. JohannStrauch, seines Schülers.

* Lu ig i (Andreas), genannt Jngegno, Ma*

ler von Assis, lernte bey Peter Perugino, und malteunter seines Lehrmeisters Namen einige Arbeit indem Wechselhause zu Perugia . Die Bilder von sei-ner eignen Erfindung sind von einem bessern Ge-schmack als seines Meisters, und um i 5 oo. verfer-tigt. Sandrarr irrt sich, wenn er aus dieser neuernManier schließt, daß selbige von Raphaels Handseyen, da dieser damals blos 17.1. alt war, in wel-chem Alter er die Geschicklichkeit des Andreas nochnicht erreicht hakte, obgleich er nachher ihn weitübertraf. Jngegno hatte in dem beßten Laufe sei-ner kunstvollen Arbeit das Unglück zu erblinden,daher Pabst Eixt IV. ihm einen lebenslänglichenUnterhalt verordnete, den er bis ins Sechs und Acht-zigste genoß, II. 5 l 6 .

Lulk (Damori van), und Leonhard van Hrlp,

zwey niederländische Maler, stellten in ihren Werkenmeistens Sinn- und Sittenbilder vor, welche an-dächtige Gemüther in der Lugend zu unterhaltenfähig sind. I. 288.

* — — (Ludwig), Bildhauer, arbeitete um

174«. an dem Dresdner -Hofe. Derselbe wird indem Tempel des guten Geschmacks für die Deut-schen angeführt. S. den Art. I. L. L. Luck.

* Lurni (Aurelius), Dernhardins Sohn, zeigte

einen großen Geist in seinen Gemälden, besondersan der Vorderseite des Spithals della Misericordiazu Mailand , welche gegen die Porta Comasina sieht,wo er auf einen kleinen Raum eine große MengeFiguren schicklich anzubringen wußte, in denen erseine Wissenschaft in der Anatomie zeigte, und desFriedrich Zucchero Manier nachahmte. Man siehtauch in diesem Gemalh eine sehr angenehme Per-spectiv und eine trefliche, Grau in Grau gemalte Ein-fassung. In der Dom - und andern Kirchen dieserStadt findet man auch einige Stücke von des Aureslius Arbeit. p. 162.

— — (Bartholomö), Maler, wird von Lo-ma;;o angeführt.

* — — (Bernhardin), Maler zu Mailand ,lernte bey Andreas Scoto und, nach Borrari (> 1 -23 .), bey Leonhard da Vince, den er in seinen Bil-dern nachahmte. Er wird auch unter die Schülervon Gaudenz Ferrari gezählt Bernhardin warein beherzter und angenehmer Colorisi, wie aus denvielen Gemälden erhellet, die zu Mailand hin undwieder zu sehen sind. Er blühete um i 53 o., und hin-terließ nebst obbemeldrem Aurelius noch einenSohn * Evangelist« genannt, der sich ebenfalls inder Malerey berühmt gemacht. Bernhardin hatein Buch von seiner Kunst geschrieben. LomaLLc,p. 685 .

— — (Julius Cesar ), Maler von Dalsesia,

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