Band 
Erster Theil.
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403
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Atari.

sehr mittelmäßig. Margurt st. zu Venedig 1721.62. alt. Temanza , in der Lebensbeschreibung desAndreas palladto S. 56 .

s Mari (Anton), geb. zu Turm , 65 o. lerntebey Dominicus Piola, Peter Liberi und Loren; Pasi-nelli. Seine symbolischen und geheimnißreichen Er-findungen, und seine getreuen Nachahmungen derGemälde guter alter Künstler erhielten den Beyfallder berühmtesten Leute. Er arbeitete zu Mailand undzu Madrid , wo er 1707. starb. Man findet aucheinige geistreiche Gemälde von seiner Hand in denKirchen zu Bologna . Vartolr.

(Franz und * Joh. Anton), Gebrüder,Bildhauer zu Rom , arbeiteten für die Kirchen St.Maria sopra Minerva und St. Pudentia. Franzlernte bey Hercules Ferrata, und I. Anron bey demRitter Bernini . Dttr.

* Maria (Franz di), Maler zu Neapel , lerntebey Dominicus Zampicri. Er war ein fleißiger Zeich-ner und glücklicher Erfinder. Dieser Künstler verfer-tigte viele Arbeit in seinem Vaterlande, wo erihgc». 67. I. alt starb. Er nahm einen seiner Schü-ler an Sohnssiatt an, der Derer di Maria genanntwurde. Derselbe war zwar kein großerMaler, machteaber sein Glück mit dem Ultramarinhandel. DoE-»ict II l. Zc>2.

* (Hercules di), genannt Ercoltno diGuido Reut, von Castel di St. Giovanni gebürtig,lernte bey I. Baptist Ruggieri und bey gedachtemGuido. Hercules kopirte die Werke dieses letzten,so genau, daß der Lehrmeister selbst sich hierin zuwei-len irrte, und die Kopien für seine eigne Arbeit an-sah. Als er mit dem Gemälde des Erzengels Mi-chael von Guido nach Rom gesandt wurde, begehrteder Cardinal von St. Onofrio, Pabst Urban Vlll.Bruder, eine Kopie davon, die so wohl gerieth, daßman ihn für einen großen Künstler hielt, und derPabst ihm auftrug, ein Bild für St. Peter zu ver-fertigen, worüber Hercules erschrack,^ und sich ent-schuldigte, daß er allein ein Kopist wäre, aber nichtaus eigner Erfindung malen könnte. Allein dieseEntschuldigung half ihm nichts ; daher er seine Zu-flucht zu dem spanischen Gesandten nahm, der ihnbey dem Pabste wegen vorgeschützter Krankheit sei-ner Mutter entschuldigte, worauf der Künstler, nebstgnädiger Entlassung, eine goldne Kette mit daranhängendem Ritterkreutz und einen Adelsbrief erhielt;aber aus Bescheidenheit verbarg er diese zwey Stü-cke seine ganze Lebenszeit. Er blühte um , 6 §o., undstarb in frühen Jahren. Ma/iEta II. Z 56 .

(Peter di). S. die Art. Peseta undFranz dt Maria.

Martana, ein jüdisches Mädchen, der GrartaSchwester, arbeitete um , 65 n. zu Venedig . IhreGemälde werden wegen ihrer Zierlichkeit und Rein-lichkeit gerühmt. Lo5c/rr»r p. 52 g.

* Markant (Camillus),geb. zu Vicenza , 565 .ward mehr durch Naturgaben als durch Unterrichtein Maler, Bildhauer und Baumeister. Er hatteden Anlaß, diese vortreflichen Talente in dem Vati-kikanischen Pallaste, in St. Johann von Lateran,und in andern Hauptkirchen zu Rom zu üben. Ca-mtllus st. 16,,. /,6. I. alt, und ward in der dasi-gen Kirche St. Susanne begraben. S. den Art.Domtntcus Ferrerto. LaZ/rom p. 107.

* (Joh. Maria), von Ascoli , malteSchilde , Perspektive, Arabesken und Laubwerk, wo-zu valertus Castellt öfters die Figuren gab. Er ar-beitete in vielen Kirchen zu Genua , und war um, 65 o. Mitglied der Akademie St. Lucas zu Rom./'cttco/t II. 45 1.

(Joseph), Maler von Mailand , lerntebey seinem Vater Domtntcus die Anfänge derPerspectiv und Architektur. Er bekam Lust zum rei-sen, und hielt sich lange Zeit zu Bologna auf, woer mit den beßten Architecturmalern arbeitete. Dar-auf gieng er nach Genua, Neapel und Wien , wo er

Mariette. 40z

mit seinen schönen Bildern großen Ruhm erlangte.Dieser Künstler blühte um den Anfang des X VIII.Jahrhunderts. 6r«a,-renkt.

Markant (Stephan), von Dicenza, verfertigtedie Skatüen der Apostel Petrus und Paulus , danndie der Religionmiteinem Kinde, allevo» ungemei-ner Schönheit, für die Kirche St. Maria delia Mi-nerva zu Rom . Dtkt.

Martano. S- Martno.

* Martenhof (A), Maler von Gorkum ,

geb. um , 65 o. Er kopirte den P. P. Rubens biszum Betrüge, ahmte ihn auch in seinen Erfindungennach. Martenhof arbeitete zu Brüssel und zu Ut-recht , wo er schätzbare Bilder verfertigte. Premierhat nach ihm geetzt. III. i.Z 5 .

* Martescht (Michel), Maler von Venedig ,lernte bey einem mittelmäßigen Künstler, und studir-te mit ungemeinem Fleiß in der Ornament- undArchitecturmalerey; dadurch kam er zeitlich in denStand, für sich selbst zu arbeiten. Er nahm daraufeine Reise in Deutschland vor, wo seine seltsamenund reichen Erfindungen sehr wohl gefielen Ma-rtescht verfertigte große undkleineBilder, und erwarbdadurch große Summen. In seiner Geburtsstadtmalte er hierauf die schönsten Aussichten des großenKanals, u a. von Kirchen u. Pallästen, die er auch inKupfer etzte; einige andere hatte Ztlorrt nach ihmradirt. Sein allzugroßer Fleiß und die übermäßigeAnstrengung seiner Kräfte verursachten seinen Tod,der 17.4z. erfolgte. 6 «a»-te-rkt. Sein Sohn * Ja-cob. geb. zu Venedig 17"- lernte bey Caspar Di-ziani. Man steht in der Kirche St. Johann desEvangelisten ein mittelmäßiges Gemäld, welchesdas H. Abendmahl vorstellt. Er ward ,766. Mit-glied der Künstleracademie seiner Vaterstadt. Lcm§-

/rr S 3 .

* Marterte (Johann), ein Pariserkünstler,ward mit einem Talente für die Malerey geboren,die er bey seinem Schwager I. Baptist Corneille er-lernte; allein auf Einrathen seines zweyten Lehr-meisters le Brun legte er sich auf das Kupferstechen,in welchem er sich durch verschiedene Werke hervor-that. Marterte arbeitete nach Dominiquin, Pous-sin, le Brun u. s. f. Er hat einige geistreiche und ge-schmackvolle Blätter, meist nach seinen eignen Er-findungen, gegeben, und st. 1742 82. I. alt. Dmr-are Varsto» II. 222. Sein Sohn, *perer Jo-hann, berühmtex Kunsthändler, Kupferetzer undLiebhaber der Künste, besaß von seinem Vater undGroßvater, welche gleiche Handlung trieben, einewestliche und kostbare Sammlung von Zeichnungen,Kupferstichen, Kunstbuchern u. s. f. Als er auf sei-nen Reisen nach Wien kam, verschaffte der PrinzEngen, der seine Geschicklichkeit kannte, daß ihmdie Einrichtung des kaiserl. Kunstkabinets anver-traut wurde. Von seiner seltnen Kenntniß in derKünstlergeschichte und ander» dahin einschlagendenMaterien zeugen seine Anmerkungen zu des AscanEondtvt geschriebenen und von Gort 1746. wiederaufgelegten Lebensbeschreibung des M. A. Buona-roti; dann des von Joh. Borrart 1769. heraus-gegebnen vasart; viele an verschiedene Liebhaber inItalien abgelassene Briefe u. s. f. Ergab 1750. eineAbhandlung von der Kunst in Edelsteine zu graben,nebst der Geschichte derjenigen Künstler, die sich hier-in berühmt gemacht; worauf die Blätter mit Dar-stellung der königl. Sammlung von geschnittenenSteinen folgen. Marterte verfertigte noch vieleandre Schriften, welche in der bftgnoo iftterrftreangezeigt sind; auch arbeitete er an einer Geschichtevon der Kupferstecherkuttst. Er war königlicher Se-cretär, General-Controlleur der Großen Canzlcy,und Ehrenmitglied der königlichen Malerakademiezu Paris . Im I. -7ZZ. ernannte ihn die Künstler-Academie zu Florenz zu ihrem Ehrcnmitgliede. Erfi. ,77g. 80. I. alt. Basan hat von seinem Verla-ge und von keinem Kunstkabinet Catalogcn ver-fertigt, und man rechnet, daß aus beyden 057,708.Livres 5 . Sols erlöst worden, /.ekkere n« la Dtklura.

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