Martelli.
zwischen Palladio und Martelli, wie zwischen Ra-phael und den Gebrüdern Zuccheri. ^rcoro.
Martelli (Valentin),Bildhauer ».Baumeistervon Perugia , verfertigte die in Erz gegoßne StatüePabst SiptV-, die i 5 gi. auf dem kleinen Platze die-ser Stadt aufgerichtet wurde. Er st. um i6oo. un-gefähr 60. I- alt. ^a5ro/i p. thZ.
* Marrenasie (Peter), Kupferstecher vonAntwerpen , lernte zu Paris bey I. Ph. lc Bas, undarbeitete nach Rubens , Berghem, Greuze u. s. f.Aa-an.
* Martin (David), englischer Schwarzkunst-
stecher, arbeitete um 1760. nach A. Carpentiers,Ramsay u. s. w. 8uppl.
* — — (Joh. Baptist und P.), zwey Künstlerzu Paris , lernten bey Franz van der Meulen. Siemalten Feldschlachten, Perspektive, Landschaften,und kopirten ihres Lehrmeisters Gemälde. Man stehtvon ihren Werken in den königl. Pallästen des Lou-vre, la Meutte, Meudon Trianon, und Choisy;ferner in dem Soldatenspithal und aux Gobelins,wo beyde für die Tapetenmanufactur arbeiteten.Man findet auch in dem herzogl. Pallaste zu Lüne-ville bey zwanzig Gemälden von ihnen, welche dieFeldzüge Herzog Carl V. von Lothringen vorstellen.Joh. Baptist machte die Zeichnungen zu P. Calrmets biblischem Wörterbuche, dievonAndran gesto-chen sind. Man hat auch nach ihm Blätter von Si-moneau, Baquoy u. s. f. Er starb zu Paris i/ 35 .76. 1 . alt. Von P. zeigt man in der Schleisheimer-Galerie neun Gemälde, welche die Schlachten undBelagerungen in dem Türkenkriege in Ungarn von1676. bis 168Z. vorstellen.
— — (S.),Bildnißmalerin zu Paris um i75o.Sie war Mitglied der dafigen Academie St. Lucas.
— — ( ), französischer Kupferstecher, ar-
beitete um 1765. nach Sarastn, Louthcrbourg u. s. w.
* — — ( ), Maler und Laquirer von Pa-
ris , arbeitete in königl. Preußischen Diensten DasKabinet des Schlosses Sanssoucy ist ganz in dieserArt von ihm mit vielem Geschmacke geziert 7 V.
p. 14.
* — — ( ), Geschichtsmaler, blühte um
— — (Samt), von Bologna , Beyname vonFranz primatic io, der eine Abtey dieses Namensin Frankreich besaß.
— — (Echoen). S. M- Schoen.
^Martinelli (Dominicus), geschickter Bau-meister, Perspectiv- und Architecturmaler von kucca,war in England hochgeschätzt Er arbeitete auch andem churfürstl. Hofe zu Mannheim , wo ihm öftersdie Freyheit gelassen wurde, seine Arbeit auf einemvon diesem Fürsten unterzeichnetem Papiere nacheigenem Belieben zu schätzen. Marrinelli bautedem Fürst von Lichtenstein einen Pallast zu Wien und einen Landpallast in den Gegenden dieserStadt. Er starb in seinem Vaterlande 1718. S.den Art. Alexander Christian Sr<arr'e»tr.
*— — (Julius und Lucas), Gebrüder, Malervon Bassano, lernten bey Jacob da Ponte, genanntBassano. Sie bemühten sich, den treflichen Stylihres Lehrmeisters nachzuahmen, blieben aber weithinter ihm zurück; denn ihr Pinsel war weder freynoch sorgfältig genug, indessen war er doch frisch,und das Coloritgut. Julius, obgleich der jüngere,übertraf doch seinen Bruder Lucas. Seine schön-sten Werke sind in der Pfarrkirche von Enego, wo er28. Gemälde aus dem ersten Buch Mose machte, undhierin den Ideen seines Lehrmeisters folgte, dessenOriginal-Gemälde in einer Feuersbrunst zu Grundegiengen. Lucas mußte seinem Bruder in der Stärkedes Colorits, in Anlegung der Farben und in derZärtlichkeit nachstehen. Diese Künstler lebten bisum idHo. 7 ^»ci p. 218.
Martini. 407
lernte bey feinem Oheim Carl Lodi, den er mit derZeit übertraf, indem er der geschickteste Landschafts-maler seines Zeitalters zu Bologna wurde; mankann ihn auch mit den beßten Künstlern in dieserGattung von ganz Italien in Vergleichung setzen.Seine Landschaften, sowohl in Fresko als in Oel,find vortreflich in dem Baumschlag, in Verschieden-heit der Dinten, Annehmlichkeit der Lagen, in demHelldunkel, Haltung und Colorit- -M»-rce
III. 198.
Martr'nellos ), Maler, blühte um ILZZ.zu Bassano . Er wird von verci p. 9. angeführt.
Marriner (Andreas). S. Manregna.
* — — (französische Kupferstecher«», Schüle-rin und Sohnsfrau des Niclaus Dupuis; etzteeinen Theil von den zur Naturgeschichte des königl.Kabinets dienenden Platten. Man hat auch von ihrden Tod Adonis , ein großes Blatt nach P Bianchi.— Ihr Bruder arbeitete auch in dieser Kunst. Lara».
*— —, Bildnißmaler ; lernte bey AntonPesne.
* Martine; (Ambrosius), Maler von Gra-
nada; lernte bey Alonso Cano . Er verfertigte fürdas königl. Kloster S. Hieronymus daselbst und fürandere Städte des Königreichs viele Gemälde, dieihm großen Ruhm erwarben, und starb in hohemAlter 1674. - 5 s.
Martine; (Joh. Baptist del Mazo). S.
M»;o.
* — — (Joseph), Maler von Sarragossa,lernte zu Rom mir so glücklichem Erfolge daß er beyseiner Heimkunft von König Philipp IV. zu seinemHofmaler ernannt wurde. Er arbeitete sehr Vielesfür öffentliche und Privatgebäude. Joseph st. 1682.70. I. alt. * Sein Sohn war in gleicher Kunst be-rühmt. Er st. 1690. zu Rom etwa ho. alt. ^e/a§coN->. 17Z.
*— — (Sebastian), Maler von Jaen , erlang-te einen ungemeinen Ruf, obgleich seine Manier sehrschlecht und seine Einbildungskraft ausschweifendwar. Der König machte ihn, nach Diego Velasquez Tode, zu seinem erste» Maler. Seine Kunst bestandin einer starken Erhebung der Figuren, richtigerZeichnung, und großer Verschiedenheit in den Stel-lungen. Er st. zu Madrid 1667. Oh. I. alt.
Iß°. rät.
— — (Simon), Bildhauer aus Sicilien ; zierte einen Springbruun des königl. Gartens zu Turin mit Bildern von Marmor; dann die dasige KircheSt. Theresia. §r starb in dieser Stadt. — SeinSohn Frau;, Baumeister, arbeitete auch daselbst.Larto/r.
* Martini (Franz di Giorgio), genannt Sa-nese, Bildhauer, Maler und Baumeister. Er arbei-tete nicht aus Gewinnsucht, sondern allein für denRuhm; daher sich nicht zu verwundern ist, daß seineBildhauerwerke und Güsse so reinlich und wohl aus-gearbeitet sind. Ganese verfertigte auch einige Ge-mälde, wiewohl von mindern! Werth als jene. Aberstärker noch als in beyden war er in der Baukunst.Er baute verschiedene Palläste zu Urbino ; die Logendes vatikanische» Pallastes zu Rom , und den bischöf-lichen Pallast zu Pienza . Auch hat man es ihm zuverdanken, daß, seil des Bruneleschi Zeiten, dieseKunst sich mehr als andere in gutem S and erhaltenhat. Dieser Künstler war bestellter Kriegsbaumeisterder Stadt Siena , und ward auch von Hohe» undNiedern werth gehalten. Er blühete um 1480., undst. 47 - I. alt. Zottari I 87h. — Ein andererFranz Martini baute zu Bologna die Kirche desKapuzinerordens St. Joachim und delle Putte dtSt. Giuseppe nach dem neuern Geschmack, ^scoro.
*— — (Jnnocenkius), Maler, der allein durchhistorische Blätter, dieL. Ciamberlano, M.Greuther,H. van Schoel u s f. »ach ihm verfertigt, bekanntist. Nach Gandellini hat er auch selbstTheseö radirt.
— — (Johann). S. Vkanni von Udine .
* — — (Joh. Jeremias), Bildhauer von Er-