Band 
Erster Theil.
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443
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Monranari.

tist Paggi. Sie arbeiteten für die Kirchen ihrerGeburtsstadt, blüheten um i 5 g 5 . und starben inder Blüthe ihrer Jahre. p. 8i.

Montanari (Hieronymus), Maler von Bo-logna , lernte bey Johann Viani. Man sieht vonihm verschiedene historische Bilder in den Kirchenseiner Geburtsstadt. III. 167.

(Joseph), Maler, von welchem manin einer Capelle der Kirche St. Laurentius in Pa-nisperna zu Rom ein Bild findet, welches die H.Dcigilta vorstellt. D'tr.

* Monranini (Peter), genannt petruccioperugino lernte bey seinem Oheime I BaptistDassokti, bey Cyrus Fern, und bey SalvatorRosa , dessen Landschaften er in Felsen, Schrof-fen u. s. f mit großem Fleiß nachahmte, und seineGemälde mit schönen Figuren staffiere; sie wurdenin Frankreich und anderwärts hoch gehalten. Mansicher auch von ihm schöne historische Bilder zuPerugia , wo er 168g. k> 3 . I. alt starb, /'ano/rx. 214. Borghlni setzt einen Raphael Mon-taninl unter des Angelus Bronzino Schüler,

ter'e 5» /a Vc/tura I. i/;o.

* Monrannes (Joh. Martin), Bildhauervon Sevilla, ist in Italien sehr bekannt, und seineWerke werden hochgeschätzt. Er starb in seinemVaterland um 164». in hohem Alter. Man siehtdaselbst einen H. Hermenigild, eine Empfängnißder Maria, und verschiedene Kruzifixe, in der gros-sen Kirche u. s. f. Er verfertigte auch alle Figu-ren des Calvarienbergs in der Capelle von Mont-ferat des königlichen Klosters St. Pauls,

b>'o. 77.

Montana (Anton und Joh. Paul), zweyMailändische Bildhauer, arbeiteten um chgo, zuRom . Vielleicht ist der H. Sebastian, den I.Lroyen in des Erzherzog Leopold Galerie gestochenhat, von dieses Anron Montana Arbeit. Ho-«ümur IV. V.

* (Joh. Baptist), Bildschnitzler vonMailand, arbeitete unter der Regierung GregorXI II. zu Rom , wo er mit großer Fertigkeit leb-hafte und wohlgestellte Figuren aus Holz schnitzte,die er mit solcher Zärtlichkeit zu behandeln wußte,daß sie der Wachsarbeit gleichen. In denselbenahmte er den Prosper Brescrano nach. Auf Be-fehl Pabst Clemens VIII. machte er die treflichenOrgelzierathen der Kirche St. Johann von Late-ran . Er zeichnete die Kirchen, Grabmäler undAltare zu Rom , die sein Schüler I. BaptistSoria zum Drucke beförderte. H. David hat dieTafeln geetzt. Diese Sammlung kam in 1608.1624. >625. und i(> 38 . ans Licht. Montana starbzu Rom i(>2t. 87. I. alt. LaZÄom p. ruh.

(Iah- Baptist). S. Lombardelli.

* (Joseph), geb. zu Loretto von einemVater von Pesaro i(> 4 t- und studirte nach den beßtenGemälden zu Bologna, Parma und Rom , so daßer ohne besondre Unterweisung ein Maler wurde.Derselbe besaß eine ungemeine Geschicklichkeit inAusbesserung verdorbner Bilder; daher er mit ei-nem jährlichen Gehalte zur Aufsicht über die Ge,mälde der St. Peterskirchc zu Rom bestellt wurde.Indessen beschuldigt ihn der Abt T>ri: Er habeeines von Ludwig Cardi zu Grunde gerichtet. Jo-seph schrieb die Geschichte der Maler von Pesaro ,die er in Druck herauszugeben gedachte.

Montauti (Anton), Bildhauer, Baumeisterund Medailleur von Florenz , lernte bey JosephPiamontini. Er arbeitete zu Rom , wo ihm alsBaumeister die Aufsicht über die St. Peterskircheanvertraut wurde. Bey diesem Anlaße wollte erseine Kunstsachen über Meer nach Rom bringenlassen; aber das Schiff gieng zu Grunde, wobeyer vornehmlich den Verlurst von Dante's Gedich-ten , worin Michelangelo an dem Rande sehr vieleFiguren gezeichnet hatte, als einen unersetzlichenSchaden für die Kunst, schmerzlich bedauerte.

Montelupo. 44Z

Man findet von seiner Bildhauerarbeit in den Kir-chen der P. P. des Oratorii und S. Felieitas zuFlorenz, und in S. Pietro in Vaticano und S.Giovanni Laterano zu Rom . Daselbst starb er um174«. LottMr III. 222. bist. 2. ,

Monrbeliard ( ), Maler aus der Franche-Comte gebürtig; blühete um 1670. Derselbe ar-beitete zu Paris , wo er sich durch kleine historischeGemälde bekannt machte. Fe/iüreu I V. 426.

Monre (Anton), Kunstgiesser von Neapel ,lebte um 1600. Er verfertigte unter der Aufsichtdes P. Franz Grimaldi verschiedene schöne Sta-tüen und Basreliefs: Von diesen sieht man nebenAndern einige kleine Engel von Silber in der KircheSt. Nunziata. iOoMeurci II. 257.

(Blastus und Januarius ), Bildhauerzu Neapel , werden von GarneUl angeführt.

(Theodor), Baumeister zu Verona , lebteum 1698. /brno p. 212.

Moneean (Ludwig de), französischer Bild-hauer, lebte vermuthlich um den Anfang des X ViII.Jahrhunderts Man sieht von seiner Arbeit in derKirche St. Roch und in dem Rathhause zu Paris .Airs.

Moire-Carls (Sebastian da), Maler,lernte bey Raphael del Garbo, und lebte um 1620.

III. 5 o.

Monrecavallo (Anton), Baumeister, ar-beitete zu Rom , wo er den Pallast G. Georgionach des Bramantes Zeichnungen aufführte,rarsi III. 3 o.

* Monrecremasco (Johann del), Schü,ler Titians, malte zu Mailand mit solcher Stärkeund gründlicher Kenntniß seiner Kunsi, daß seineWerke die Aufmerksamkeit der vornehmsten Künstlernicht nur zum Anschauen, sondern auch zur Nach-ahmung auf sich zogen. Die Vorsteher der KircheMadonna di St. Celso bestellten ihm ein Gemäidvon der Auferstehung Christi; aber Anton Campibewarb sich um diese Arbeit, die ihm auch über-lassen wurde; dieses verdroß denMonrecremasco,der bey den Vorstehern anhielt, daß ihm erlaubtwurde, an der Treppe des Altares einige FigurenGrau in Grau zu malen, die so schön und geistreichgeriethen, daß er hiedurch seinen Gegner übertrafund beschämte. Diese Figuren werden von allendurchreisenden Kennern als etwas SehenSwi'irdi-ges betrachtet. Die Flügel der Orgel in der KircheSt. Nasaro, auf welchen dieser Künstler nebenAnderm die Bekehrung Paul! abbildete, werdenvon Torre S- 34 - sehr gelobt, und für die beß-ten Gemälde in ganz Mailand gehalten.

»eutr.

' Monre fort. S. Monrforr.

* Monrelarici (Franz), genannt Ceccobravo, Maler zu Florenz , lernte bey Anton Bi,livert und Sigmund Coccapane. Dieser geistreicheund seltsame Künstler harte eine gute Färbung,starken Ausdruck der Leidenschaften und eine aus-schweifende Manier, wie solches der Stur; Luci-fers zeigt, den er in der Lhcatinerkirche zu Florenz auf frischen Kalk gemalt. Monrelarici arbeitetemit Johann Mannozzi in dem Pittischen Pallast,und hernach an dem erzherzogl. Hofe zu Jnspruck,wo er 1661. starb. Der Marchese Geri'ni hat seineGemälde in gemeldtem Pittischen Pallaste stechenlassen.

Monrelupo (Baccio da^, Bildhauer undBaumeister zu Florenz , lernte bey Loren; Ghibcrki.Er verfertigte eine Menge hölzerner Kruzifixe, un-ter denen einige für sehr schön gehalten wurden.Man findet auch Statuen in Stein und Erzt vonseiner Arbeit. Er baute zu Lucca die schöne undwohl angeordnete Kirche St. Paulinus, die er aus-und innwendig mit Verstand ausführte und mitvielen Verzierungen schmückte. Er st. 1221. 44 I-alt, und ward in bemeldter Kirche ehrlich begrabt,berste etc. III. 99. Sein Sohn Raphael über-

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