446 Monza.
einige Gemälde in der Kirche St. Johann zu Monza,seiner Geburtsstadt. Torre x. 219.
Monza (da); Beyname des Joseph AntonLastelli.
* Moojaert (Niclaus), holländischer Ger
schichtsmaler, der um 1624. blühete, ahmte desAdam Elzheimers Manier nach. Er arbeitete zuAmsterdam , etzte auch einige Blätter von seiner Er-findung. Matham hat nach ihm gestochen. N.Berghem, Jacob van der Does, Salomon Ko-ningh und I. Baptist Weenix werden unter seineSchüler gezählt. p. 176. d^ot. k.
Moons (Caspar), Bildhauer, verfertigte denAltar einer Kapelle in der Kirche U. L. F. zu Ant-werpen . Dercriptio» ster /hrntrrreL etc.
M 0 0 r (Anton ). S. Mors.
— (Carl de), treflicher Maler von Ley-den, lernte bey Gerard Douw , Abraham van denTempel, Franz Mieris und Gottfried Schalken .Er malte die Bildnisse des Prinzen Eugen von Sa-voyen, des Herzogs von Malborough und des Gra-fen von Sinzendorf für den kaiserl. Hof, und warddeßwegen in den Reichsritterstand erhoben. Sonstmalre er meist große historische Stücke; seine kleinenGemälde stnd sehr selten und werden stark gesucht.Dieser Maler hatte eine sehr schöne Färbung, zier-liche Ausarbeitung, guten Geschmack in der Zeich-nung, und seine Compvsitionen sind alle wohl an-geordnet. Seine Bildnisse sind ungemcin schön,und er malte einige, die des Rembrandts in derKraft, andere aber die des Vandycks gleichen. Manhat von ihm einige Schwarzkunstblatter, woruntersein eigenes Bildnis? ist. Er starb im Haag 17Z8.82. I. alt. I. Houbracken, P. van Gunst, l'Epi-ciö, E. du Mesnil u. s. f. haben nach ihm gesto-chen. — Sein Sohn * Carl arbeitete auch in dieserKunst. 7)crca,»/?§ III. Z28.
Moorrel (Johann), Früchte- und Blumen-maler von Leyden, war so geschickt, daß er die Au-gen und sogar den Geschmack täuschen konnte; dochfindet man in seinen Früchten mehrere Zärtlichkeitund Lebhaftigkeit als in Blumen, die er nicht mitderjenigen Leichtigkeit malte wie Mignon und vanHuysum; wenn er aber diese copirte, wurde seineArbeit für original gehalten. Er arbeitete bestän-dig in seinem Vaterlande und starb daselbst 1719-69. I. alt. Dncampr III. 291.
Mora (Denedict), Maler, von welchem manin der Pfarrkirche St. Clemens zu Brescia eine Al-tartafel siehet, worauf St. Vincenz Ferrerio, dereinen Todten aurerweckt, abgebildet ist. Er malteauch ein Gewölb in der Kirche St. Spirito in Sas-sia zu Rom. etc.
— — (Dominicus) S. Mona.
* — — (Joh-Gomezde), Andreas Ramirez,P. Christoph Elandefter und Fr. Peter Sanchez.Von diesen spanischen Baumeistern findet man Risse,tvornach die Kirche und das Collegium der Jesuiterzu Alcala um 1620. erbaut wurden. P. A. de laj)uenre I. 258 .
— — (Don Joseph de), Bildhauer von Gra-nada, lernte bey Alonso Cano und bey SebastianHerrera. Er arbeitete in königl. Diensten und starbin seiner Geburtsstadt 1724. 88 . I. alt. Man siehtvon seiner krcflichen Arbeit in den vornehmsten Kir-chen der berühmtesten Städte des Königreichs, ^r-/ano d!°. 256 .
* Morales, genannt der Göttliche, weil ernichts als geistliche Geschichten malte. Er wardr 5 og. zu Badajos , der Hauptstadt von Estrama-dura, geboren, und lernte bey Peter Campana.Dieser große Künstler malte gewöhnlich auf Kupfer.Die Kühnheit seines Pinsels und der trefliche Ge-schmack machen seine Arbeit kennbar; besonderswußte er die Haare so natürlich vorzustellen, daß siesich von dem Hauche zu bewegen scheinen. Die Nach-ahmung der ächten Natur zeigt sich in allen seinenGemälden, und die Leidenschaften reden gleichsam
Moreau.
aus denselben. Er kam niemals außer sein Vater-land und starb in seiner Geburtsstadt i 586 . AlsPhilipp ll. einst durch Badajos reiste, verlangteer, diesen Maler zu sehen: „Ihr seyd schon sehralt", sagte der König; „und sehr arm", antwor-tete Morales. Philipp wies ihm 200. Ducatenfür sein Mittagmahl an. „Und für die Abendmahl,zeit"? fragte der Maler, worauf ihm dieser Fürstnoch 100. Ducaten verordnete, ^e/arco 22.
* Moran (Bartholomö Johann). S. F.da Aranda.
M 0 randl (Anna). S. den Art. I. Man-zolini, ihres Ehemanns.
*— — (Joh. Maria), Maler von Florenz ,lernte bey Johann Bilivert, Horaz Fidani und Sig-mund Coccapani. Man sieht von diesem geschicktenKünstler sehr schöne, mit großem Fleiß und gutemColorit verfertigte Gemälde in den Kirchen St. Sasbjna, St. Maria del Popolo, della Pace und del'Anima zu Rom . Er ward an den kaiserl. Hof be-rufen, wo er Bildnisse und Geschichte malte, dieihm großen Ruhm erwarben und mit ansehnlichenGeschenken belohnt wurden; hernach gieng er wie-der nach Rom zurück und st. 1717. 92. I. alt. P.Aquila, Testana, F. Spierre, Bonacciua u. a. ha-ben nach ihm gestochen. /Hormtüro III. 175.
— — (Joh. Aeter), Baumeister zu Rom ,wo die Prinzessin Pamfili di Rosano sich in Erbau-ung der Kirche und des Klosters St. Franciscus dePaula seiner Kunst bediente. Trti.
* Morandlttl (Franz), genannt s)oppi,geb. zu Florenz i 544 - lernte bey Georg Vasari, un-ter dem er ein fleißiger, hurtiger, glücklicher, be-herzter und angenehmer Maler wurde Er verfer-tigte seine Gemälde ohne vorhergemachte Zeichnun-gen , oder auch nur mit der Kreide auf das Tuch ent-worfene Gedanken. Dieser Künstler hatte den An-laß, viele Bildnisse und historische Bilder für Kir-chen und Palläste seiner Geburtsstadk zu verfertige».La/stürnccr 8 ec. 4. Hl- P. 188.
Moranzone (Caspar), Bildhauer zu Vene-dig , verfertigte für die Cisterzienserkirche St. Ma-ria dell' Orto die Riescnstatüe des H. Christophs,nach dem Ebcnmaaße seiner hier aufbehaltenen Knie-scheibe.
— — (Franz) verfertigte einige Bildschnitzrlerarbeit, die in der Kirche St. Samuel zu Venedig gezeigt wird.
— — oder Morazzone (Jacob), einerder alten Maler, der von vasari in dein Leben Jo-hann Bellino's und Victor Carpaccio's angezogenwird und um i 44 o- blühete Man zeigt von ihmein Gemäld in der Kirche St- Helena zu Venedig ./Lrtratto air ^e«e2n'a.
— — — Beyname s). F. Mazzucchelli's.
Morat (Johann). S. Maroe.
Morarri oder Mararri (Franz), Bild-hauer von Padua , lernte bey Philipp Parodi. Manhält die Starüe des Grafen Horalius Secco an sei-nem Grabmale in der Kirche St. Antoniuü zu Pa-dua für seine Arbeit. Morarri arbeitete um 1700.zu Rom , wo man in verschiedenen Kirchen von sei-nen Werken sehen kann Clemens XI. ließ ihn einigeantike Slatüen, die in einer Galerie des Capitalsaufbehalten werden, ergänzen. S. den Art. FranzMararri. T'itt.
Moravius (Matthias) schrieb um 1476. eineBibel, in welcher man gute Zeichnungen von seinerHand findet. Diese Schrift wird in der Bibliothekdes Klosters Monte Oliveto zu Neapel verwahrt.
Blainville iil. Z02.
More (Anton). S. Mors.
* Moreau (Edmus oder Renatus), Kupfer-stecher von Rheims, arbeitete um 164». zu Paris nach Cl. Melan, S. Jgny u. s. f. Man hat vonihm den Plan, Aufriß und Durchschnitt der Jesui-